Mobilität, Region

Gerichtliche Klärung verzögert sprinti-Erweiterung im Osten der Region

On-demand-Angebot in Bestandskommunen gesichert und auf Rekordkurs.

Sprinti per App buchen

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Der für Anfang Juli geplante Start des On-Demand-Angebots sprinti in weiteren Kommunen verzögert sich. Grund ist die Beschwerde eines Bieters im laufenden Vergabeverfahren, die nun vor dem Oberlandesgericht Celle landet.

Derzeit ist davon auszugehen, dass die östlichen Regionskommunen Burgwedel, Burgdorf, Uetze, Lehrte erst Anfang Oktober statt wie bisher geplant Anfang Juli an das On-Demand-Angebot angeschlossen werden können.

Das Westnetz (Neustadt, Wunstorf, Barsinghausen, Wennigsen, Pattensen) kann nach derzeitigem Stand wie geplant Anfang Dezember starten.

Der Betrieb des sprinti in den drei Pilotkommunen (Wedemark, Sehnde, Springe) wird bis auf weiteres durch den bisherigen Betreiber Via Mobility DE GmbH fortgeführt.

Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz betont: „Dass wir den sprinti-Ausbau statt im Sommer nun in den Herbst legen müssen, ist bedauerlich, wirft uns aber nicht zurück. Natürlich hätten wir uns einen schnelleren Start gewünscht, aber ohne Rechtssicherheit geht es nun einmal nicht. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir schnellstmöglich auch den Osten und den Westen der Region mit unserem On-Demand-Verkehr anbinden können.“

Sprinti mit Rekord-Zwischenbilanz

Ungeachtet der Verzögerungen beim Ausbau erfreut sich sprinti weiterhin großer Beliebtheit. Im Jahr 2022 wurden 380.000 Fahrten mit dem bedarfsgesteuerten Kleinbus in Sehnde, Springe und der Wedemark durchgeführt. Ende März 2023 konnte bereits der 600.000 Fahrgast seit Projektstart im Juni 2021 gefeiert werden.

Im März gab es zudem einen neuen Rekord – fast 43.000 Fahrgäste nutzten den sprinti, das sind fast 1.400 Fahrgäste pro Tag.

Zum Hintergrund

Der sprinti, der 2021 eingeführt wird, kann mit normal gültigen GVH-Tickets genutzt werden. Die Fahrten können spontan per App gebucht werden, in der Regel mit einer Wartezeit von maximal 20 Minuten.

Die Buchungssoftware ist so programmiert, dass Fahrten nur dann angeboten werden, wenn keine vergleichbar guten Linienverbindungen zur Verfügung stehen.

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