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Göttinger Sieben

Denkmal für die Göttinger Sieben

Denkmal für die Göttinger Sieben

Das Denkmal ehrt die Göttinger Sieben die während des Hannoverschen Verfassungskonflikts zur Zeit des Königreichs Hannover ihre demokratische Haltung bewahrten. Das Landesdenkmal ist damit zugleich ist ein Denkmal für Zivilcourage und ein „Bekenntnis zu den Bürgertugenden als tragende Grundlagen unseres Gemeinwesens“. Auf den Buchdeckeln, Tafeln und aufgeklappten Buchseiten sind Begriffe wie „Constitutio (lateinisch für „Verfassung“) und Grundsätze wie „Die Freiheit des Gewissens ist unverletzlich“ zu lesen.

Bereits seit etwa 1961 war für den Standort vor dem Landtag ein „Niedersachsen-Wahrzeichen“ geplant worden. Allerdings sollte erst der Bau der hannoverschen U-Bahn durchgeführt werden, während dessen von 1971 bis 1975 hier vorübergehend das Ernst-August-Denkmal aufgestellt wurde, bevor es seinen heutigen Platz zwischen dem Hauptbahnhof und der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade einnahm.

1993 wurde ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, 30 Künstler eingeladen, von denen 26 Entwürfe einreichten. Einstimmig entschied die Jury für das Werk von Floriano Bodini. Noch im selben Jahr erhielt der Platz 1993 offiziell den Namen „Platz der Göttinger Sieben“. Bis zur Aufstellung der Skulpturengruppe 1998, einem der bekanntesten Kunstwerke in Hannover, begleitete ein Kuratorium die weiteren Arbeiten.

Übrigens, wer die Bronze-Skulpturen am Denkmal einmal durchzählt, der entdeckt neun statt sieben Personen. Neben den sieben Professoren gibt es einen Reiter in der Person von König Ernst August I. und an der Seite des halb geöffneten Torbogens noch ein fast nackten Jüngling, der mit seiner Schriftrolle in der rechten Hand buchstäblich für einen freien Studenten steht.

Geschichte der Göttinger Sieben

Die Göttinger Sieben waren eine Gruppe von Göttinger Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der 1833 eingeführten liberalen Verfassung im Königreich Hannover protestierten. Die sieben Professoren wurden deshalb entlassen; drei von ihnen wurden darüber hinaus des Landes verwiesen.

Die Namen dieser sieben Professoren der Georg-August-Universität waren:

  • Wilhelm Eduard Albrecht, Staatsrechtler
  • Friedrich Christoph Dahlmann, Historiker
  • Heinrich Ewald, Orientalist
  • Georg Gottfried Gervinus, Literaturhistoriker
  • Jacob Grimm, Rechtswissenschaftler und Germanist sowie dessen Bruder
  • Wilhelm Grimm, Rechtswissenschaftler und Germanist
  • Wilhelm Eduard Weber, Physiker

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Bildquellen:

  • Denkmal für die Göttinger Sieben: www.hannover-entdecken.de