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LGBTIQ-Freiheitszone und was ist mit der Schwulen Sau?

LGBTIQ-FreiheitszoneHannover ist LGBTIQ-Freiheitszone freut sich die SPD. Aber was ist mit einem wichtigen, weil einzigartigen Treffpunkt der Szene?

Die Stadt Hannover ist als Vermieterin der Ansicht, dass die Sanierung der Schwulen Sau etwa 1,125 Millionen Euro kosten wird. Und noch ist keine Lösung für die Sau gefunden. Ziel der weiterhin zu führenden Gespräche mit der Stadtverwaltung und den Ratsfraktionen ist es, eine gemeinschaftliche Lösung herbeizuführen, die nicht nur aus den beiden Optionen „Kündigung“ und „Ihr bringt allein 1,125 Millionen Euro auf“ besteht. Der Betreiberverein hat eine Alternative aufgezeigt und in der Queer-Szene sind alle daran interessiert, unsere Schwule Sau für die Stadt und die Region Hannover zu erhalten.

Also liebe SPD, was ist mit der Schwulen Sau? Wir brauchen nicht nur Symbolpolitik, sondern den Erhalt der wenigen Anlaufpunkte der Szene!

Pressemitteilung der SPD Ratsfraktion:

„Ein wichtiges Signal für mehr Vielfalt“ – Hannover ist LGBTIQ-Freiheitszone

Auf Initiative des Europäischen Parlaments hat sich die EU zur „LGBTIQ Freedom Zone“ erklärt, um sich deutlich gegen die zunehmende Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen zu positionieren. Die rot-grüne Ratsmehrheit setzt die Initiative der SPD-Fraktion, Hannover zum LGBTIQ-Freiheitsraum zu erklären, nun in die Tat um und stimmte in der Ratsversammlung dem Antrag der SPD-Fraktion zu.

In der Vergangenheit sind bereits andere europäische und deutsche Städte wie Wien, Lissabon und Saarbrücken mit gutem Beispiel vorangegangen. Mit diesem Beschluss möchten wir Hannovers Engagement für Freiheit, Vielfalt und Toleranz hervorheben: “Europa muss ein Ort sein, an dem Menschen unabhängig ihrer geschlechtlichen Identität und ihrer sexuellen Orientierung frei, unbeschwert und in Frieden leben können. Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat heute ein wichtiges Zeichen für die europäischen und unsere sozialdemokratischen Werte gesetzt und geht mit gutem Beispiel voran“, kommentiert Dr. Maxi Carl, queerpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion den Beschluss. Dieses Zeichen soll auch Ausdruck darin finden, dass die Regenbogen-Fahnen vor dem Rathaus ab dem kommenden Jahr nicht nur zum Christopher-StreetDay, sondern über den gesamten Juni, dem „Pride Month“, gehisst bleiben. Für die Sozialdemokrat*innen sei es wichtig, dass Hannover mit dieser Resolution der europäischen Initiative vor Ort Leben einhauche. Das bedeute einerseits, dass Hannover die Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Rechte von LGBTIQ-Personen fortsetzen solle und andererseits, dass der strukturellen Diskriminierung der Kampf angesagt werde. „Den Kommunen kommt bei der Bekämpfung von Alltagsdiskriminierung und Hasskriminalität eine Schlüsselrolle zu. Die Sensibilisierung für queere Themen und die Umsetzung der Förderung, das Recht auf die Wahl der eigenen geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung diskriminierungsfrei auszuleben, gelingt vor allem im nächsten räumlichen Umfeld“, führt Carl weiter aus.

„Dass Hannover als Landeshauptstadt hier eine Vorreiterrolle einnimmt und die Verantwortung, die ihr zuteil wird, in die Tat umsetzt, erfüllt mich mit Stolz. Ich hoffe, dass in naher Zukunft viele weitere Kommunen diesen wichtigen Schritt gehen und Ihrer Verantwortung nachkommen“, erklärt Carl abschließend.

Bildquellen:

  • LGBTIQ-Freiheitszone: Pixabay