Museen

Museum August Kestner Hannover

Das Museum August Kestner bietet eine breite Palette von Ausstellungen und Veranstaltungen an. Das Museum in Hannover ist nach dem deutschen Kunstsammler und Mäzen August Kestner benannt und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken, historischen Artefakten und kulturellen Schätzen.

Kestner Museum Hannover

Kestner Museum

Eine der herausragenden Ausstellungen im Museum August Kestner ist die Sammlung antiker Kunstwerke. Diese Ausstellung bietet den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der Antike. Von ägyptischen Relikten bis hin zu römischen Skulpturen und griechischen Vasen präsentiert das Museum eine vielfältige Auswahl an Artefakten, die die reiche Geschichte dieser vergangenen Zivilisationen zeigen.

Neben den Ausstellungen bietet das Museum auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm an. Von Vorträgen und Workshops bis hin zu Konzerten und Filmvorführungen gibt es für Besucher jeden Alters und Interessengebietes etwas zu entdecken.

Das Museum August Kestner ist ein Ort der Inspiration und Bildung. Es trägt zur kulturellen Vielfalt und Bereicherung der Stadt Hannover bei und ist ein Muss für Kunst- und Kulturinteressierte.

Ausstellungen im Museum August Kestner Hannover

Neben den Daueraustellungen der Themenbereiche Ägyptische Kunst, Antike Kulturen, Angewandte Kunst/ Design, Numismatik – Münzen und Medaillen organisiert das Museum August Kestner regelmäßig Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Diese Ausstellungen bieten den Besuchern die Möglichkeit, sich mit aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Von zeitgenössischer Fotografie bis hin zu interaktiven Installationen bieten diese Ausstellungen ein breites Spektrum an künstlerischen Erlebnissen.

Zum Beispiel:

Personaggi | Persönlichkeiten und Ein gut Theil Eigenheit

Eine Gruppe junger Mädchen führt einen Dialog, der damit endet, dass sie ihren angestammten Ort auf antiken griechischen Gefäßen verlassen. Sie wollen selbst bestimmt die Welt erkunden und entscheiden, wie sie leben wollen.

Mit der Sonderausstellung „Personaggi | Persönlichkeiten. Der Abstieg der Mädchen von den Vasen“ nehmen wir die Lebensumstände von Frauen in der griechischen Antike in den Blick. Im Mittelpunkt steht, nicht ohne Augenzwinkern, die künstlerische Arbeit von Linde Burkhardt, die Sofia, Leandra, Ypapanti, Myrto und Fivi zum Leben erweckt und ihnen Persönlichkeit verleiht.

Diese jungen Frauen entsteigen dem Bild auf dem Gefäß, in welchem sie bisher gefangen waren. Aus einem zweidimensionalen wird ein dreidimensionales Geschehen. Was treibt diese jungen Frauen an, aus ihrem angestammten Bild, aus den ihnen zugedachten Lebensräumen und gesellschaftlichen Rollenzuteilungen auszubrechen?

Die Ausstellung wirft mit Hilfe der künstlerischen Interpretation einen Blick auf gesellschaftliche Normen und Rollen von Frauen, wie sie im klassischen Griechenland bestanden.

Parallel zur Ausstellung „Personaggi“ präsentiert das Museum August Kestner „Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“ und wirft einen ganz anderen Blick auf die Rollen von Frauen, nämlich in der Wissenschaftstradition.

Von Anfang an wirkten Frauen an der deutschsprachigen archäologischen Forschung mit. Ihre Beiträge wurden durchaus wahrgenommen und geschätzt. Über die Jahrzehnte jedoch gerieten sie und ihre Forschungen in Vergessenheit. Die allgemeine Wahrnehmung ist: Archäologie ist männlich – sicher ist dieses Bild auch maßgeblich durch die Populärkultur geprägt. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, deren Namen viele kennen, sind diese frühen Archäologinnen im Gedächtnis der Öffentlichkeit großenteils nicht mehr präsent.

Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, Archäologinnen und ihre Leistungen sichtbarer zu machen. Ihre Bedeutung soll nach außen getragen und einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden. Die Frauen hatten damals u. a. eine Vorbildfunktion für heranwachsende Mädchen – auch daran kann diese Ausstellung anknüpfen.

Die Ausstellung ist ein Bestandteil des Forschungs- und Vermittlungsprojekts „AktArcha – Akteurinnen archäologischer Forschung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: im Feld, im Labor, am Schreibtisch“ (Universität der Bundeswehr München, gefördert im BMBF Themenschwerpunkt „Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation: Leistungen und Potenziale sichtbar machen, Sichtbarkeit strukturell verankern“).

Reklamekunst aus Hannover. Von Leibniz-Keks bis Pelikano

Plakatentwurf PelikanZu Beginn des 20. Jahrhunderts eroberten Markenartikel die Welt der Konsumenten. Das Wachstum der Großstädte und die Massenproduktion von Gebrauchsgütern hatten die bis dahin bestehenden persönlichen Beziehungen zwischen Hersteller und Konsument anonymisiert. Um Waren erfolgreich vermarkten zu können, mussten sie bekannt und begehrenswert gemacht werden. In Hannover waren Firmen ansässig, die zur Avantgarde innovativer Vermarktungsstrategien gehörten. Einige hannoversche Unternehmen beauftragten für ihre Produkt-, Verpackungs- und Werbegestaltung Künstler wie El Lissitzky, Kurt Schwitters und Ludwig Hohlwein.

Änne Kokens Jugendstil-Werbung für die „Cremosa Chocolade“ von Sprengel (Bildquelle: Wikipedia)

Änne Kokens Jugendstil-Werbung für die „Cremosa Chocolade“ von Sprengel (Bildquelle: Wikipedia)

Ästhetische Gestaltung war damals und ist noch heute für Unternehmen ein Instrument, um Unterschiede zu ähnlichen Produkten sichtbar zu machen und sie auf den globalen Märkten zu positionieren. Die Ausstellung „Reklamekunst aus Hannover. Von Leibniz-Keks bis Pelikano“ vom 15. September 2016 bis zum 29. Januar 2017 eröffnet einen Blick auf die Vermarktungsstrategien von Markenartikeln „made in Hannover“. Dabei rückt sie die schöne Fassade einiger im 20. Jahrhundert erfolgreicher und weltbekannter hannoverscher Unternehmen und die Kunst zwischen Jugenstil und Pop Art, die diesem Zweck dienstbar gemacht wurde, in den Mittelpunkt.

Aktuelle Informationen liefert die Webseite des Museums.

Stadtplan

Museum August Kestner
Trammplatz 3
30159 Hannover

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Bildquellen:

  • Kestner Museum Hannover: www.hannover-entdecken.de
  • Plakatentwurf Pelikan: Wikipedia
  • Änne Kokens Jugendstil-Werbung für die „Cremosa Chocolade“ von Sprengel: Wikipedia