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Nach dem Attentat auf Hitler folgt auch in Hannover eine Verhaftungswelle

Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wird der ehemalige Oberbürgermeister Arthur Menge in Bad Kissingen verhaftet und nach Berlin gebracht. Für den Fall des Gelingens des Attentats sollte Menge als sogen. Politischer Beauftragter die oberste zivile Gewalt im Wehrkreis XI übernehmen. Gleichfalls verhaftet werden Hanns Lilije, der spätere Landesbischof, sowie – im Rahmen der Aktion »Gewitter« – etwa 90 Mitglieder, Funktionäre und Abgeordnete der SPD, KPD und des Zentrums, die vor ihrem Abtransport in das KZ Neuengamme im Ahlemer Polizeiersatzgefängnis konzentriert werden. Zu den Verhafteten gehören Kurt Schumacher und der spätere Oberstadtdirektor Karl Wiechert.

Die Aktion Gitter (auch Aktion Gewitter und Aktion Himmler genannt) war eine umfassende Verhaftungsaktion der Gestapo nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler, bei der am 22. und 23. August 1944 ehemalige Funktionäre und Mandatsträger einiger Parteien der Weimarer Republik verhaftet wurden. Darunter fanden sich Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Liberale, Kommunisten, Mitglieder des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei.

Die Massenverhaftung Aktion Gewitter war keine spontane Reaktion des Regimes auf die Ereignisse vom 20. Juli 1944, sondern in den Grundzügen schon vorher geplant. Schon 1935/1936 wurden ehemalige führende Politiker der Weimarer Republik auf einer sogenannten A-Liste geführt, die in drei Kategorien eingestuft wurden: A-1 bis A-3.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de