Brunnen, Linden-Limmer

Nachtwächterbrunnen

Nachtwächterbrunnen

Nachtwächterbrunnen

Auf dem zentralen Lindener Marktplatz steht bereits seit 1896 der Nachtwächterbrunnen. Mit der Stadtgründung von Linden 1885 musste ein repäsentativer Platz samt neuem Rathaus her, denn das erste Lindener Rathaus an der Deisterstraße war schon nach kürzester Zeit zu Klein geworden.

Um den Platz aufzuwerten sollte hier ein Brunnen plätschern. Praktisch das der große Nachbar Hannover gerade einen Wettbewerb für einen am Holzmarkt zu errichtenden Brunnen ausgeschrieben hatte. Unter den eingereichten Vorschlägen fand sich auch ein Modell mit dem Titel „Der Thürmer“, das wohl an den alten Turmwächter der Marktkirche erinnern sollte. Auf den ersten Platz kam dieser Vorschlag zwar nicht, aber nichtsdestotrotz konnte sich Senator Stephanus dafür begeistern und legte es den Lindener ans Herz diesen das Modell als Nachtwächterbrunnen anzukaufen.

Dieser Vorschlag führte zu einigen Diskussionen. Ist ein Entwurf der für Hannover nicht gut genug ist das Richtige für Linden? Ist ein Nachtwächter das passende Symbol für eine aufstebende Industriestadt? Was ist mit den örtliche Künstlern, der Entwurf ist schließlich von Hans Dammann aus Berlin? Diese und andere Fragen wurden lebhaft wie es dem Lindener zu eigen ist in der örtliche Presse diskutiert. Letztlich setzte sich doch wie bei vielen Dingen das liebe Geld durch. Schon im Winter 1985 waren die Mittel von 16.000 Mark in Form von Spenden der Bürger und Firmen, unter anderem auch 5.000 Mark von Herrn Stephanus, zusammengetragen.

Im September 1896 wurde der Brunnen auf dem Marktplatz dann feierlich enthüllt. 1914 musste er dann noch einmal seinen Standort etwas wechseln und steht seit dem an der Stelle an der er noch heute zu finden ist. Allerdings nicht mehr in der damahligen Form. Im Zuge der Materialsammlung im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde der Nachtwächterbrunnen mit samt seinen Beigaben nach Hamburg verfrachtet. Glücklicher Weise kehrte zumindest der Nachwächter mit seinem Hund unversehrt nach Linden zurück. Allerdings wurde zwischenzeitlich der Sockel zerstört und auch die Symbole für die Nacht wie Kater und Fledermäuse gingen verloren. Einen neuen Sockel bekam man passender Weise wieder aus Hannover, denn auch der Gutenbergbrunnen der einst vor dem Neuen Rathaus in Hannover stand wurde für Kriegszwecke abgebaut. Die Gutenbergfigur die man eingeschmolzen glaubte fand sich übrigens nach intensiver Suche 1948 doch wieder und steht heute an der Schloßwender Straße nähe Königsworther Platz.

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Bildquellen

  • Nachtwächterbrunnen: www.hannover-entdecken.de