Spendenaktion der DEVK an junge Menschen mit schweren Behinderungen

Fahrräder, die gestohlen und von der Polizei wiedergefunden werden, sind eine Herausforderung für Versicherer. Sie müssen häufig eingelagert werden. Die DEVK-Regionaldirektion in Hannover hat die Räder nun verkauft und den Ertrag genutzt, um Gutes zu tun.

Ann-Kathrin Schiele und Michel Wicke haben ihre Ausbildung zusammen in der Sachschaden-Abteilung der DEVK gemacht. Dabei ist ihnen immer wieder aufgefallen, wie viele Fahrräder in der Tiefgarage ihrer Regionaldirektion stehen. Sie stammen aber nicht von den Mitarbeitenden, sondern aus Schadenfällen. Viele Drahtesel, die gestohlen und von der Polizei wiedergefunden werden, fordern ihre ehemaligen Besitzerinnen und Besitzer nicht zurück. Sie haben meist schon Ersatz gekauft und die alten Räder gehen in den Besitz der Versicherer über. Weil das Einlagern auf Dauer aber teuer ist, bleiben die Fahrräder häufig auf der Polizeistation.

Wiedergefundene Fahrräder müssen weg

„Früher war es so, dass die Räder unter die Mitarbeitenden verlost oder versteigert wurden“, sagt Wicke. Das sei aufgrund von Gewährleistungsrichtlinien nicht mehr möglich. Daher haben sich Schiele und Wicke etwas anderes überlegt. „Wir kamen auf die Idee, die Räder an Händler zu verkaufen und den Erlös zu spenden“, sagt die Versicherungsexpertin Schiele.

Gesagt. Getan.

Die beiden Schadensachbearbeitenden holen sich das Einverständnis von Geschäftsleiter Martin Wittich: „Ich fand die Idee sofort richtig klasse. Ich hatte den beiden nur aufgetragen, sich um die Fahrräder zu kümmern. Daraus eine Spendenaktion zu machen, ist umso besser.“

Spende aufrunden

Insgesamt 1.550 Euro bekommen Wicke und Schiele für die gesammelten Fahrräder. „Unsere Geschäftsleitung hat die Summe noch einmal aufgestockt“, sagt Schiele. „So konnten wir insgesamt 2.000 Euro spenden.“ Fest stand: Eine Initiative aus Hannover sollte von den Einnahmen profitieren. Schnell fiel die Wahl auf das Aegidius Haus im Stadtteil Bult – eine Kurzzeitpflegeeinrichtung für junge Menschen mit schweren Behinderungen. „Dieses Modellprojekt entlastet die Familien und bietet Wohlergehen für die Gäste“, sagt Wicke. „Dabei kümmert sich das Team des Aegidius-Hauses um die jungen Menschen tage- oder wochenweise pflegerisch, pädagogisch und therapeutisch.“

Gleichzeitig unterstützt und versorgt der ehrenamtliche Betreuungs- und Begleitdienst „Regenbogen“ Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene während ihres Aufenthalts. Er wird ausschließlich durch Spenden finanziert. „Die Aktion war ein voller Erfolg und eine schöne Möglichkeit, im Namen der DEVK ein so tolles Projekt zu unterstützen“, sagt Wicke. Im Dezember haben er und Martin Wittich symbolisch den Spendenscheck überreicht.

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