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Stadtbaurat Hillebrecht wird geboren

Rudolf Hillebrecht wird am 26. Februar 1910 in der damaligen Stadt Linden geboren. Er überplante als Stadtbaurat die im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe stark zerstörte Stadt Hannover als moderne autogerechte Stadt und ließ dafür zahlreiche noch erhaltene historische Gebäude abreißen.

Nach seiner erfolgreichen Bewerbung als Stadtbaurat 1948 führte Hillebrecht mit Unterstützung von Konstanty Gutschow als Berater die in Speers Wiederaufbaustab entwickelten Konzepte in Hannover fort. Hillebrecht gelang es gegen erhebliche Widerstände, den Grundeigentümern ihre alten Fluchtlinien auszureden, um eine autogerechte Innenstadtplanung zu ermöglichen. Von dem 61 Hektar großen Planungsgebiet der völlig zerstörten Innenstadt gaben die Grundbesitzer 15 Prozent kostenlos an die Stadt ab. So entstand zum Beispiel das Viertel um die Kreuzkirche in der hannoverschen Altstadt. Barocke Achsen der früheren Residenzstadt Hannover wurden zugunsten geschwungener Straßen aufgegeben. Durch die Tangenten bzw. den Innenstadtring sollte die Innenstadt vom Verkehr freigehalten und gleichzeitig die Zufahrt zu allen Zentrumsbereichen erleichtert werden. Der Spiegel widmete ihm und dem Aufbau der Stadt Hannover im Juni 1959 eine Titelgeschichte über das Wunder von Hannover mit seinem Konterfei.

Er starb am 6. März 1999 in Hannover und ist auf dem Stadtfriedhof Engesohde begraben.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de