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Stadtbibliothek aufgeschlossen: Einblick in Tresore und Magazine

Stadtbibliothek Hannover

Stadtbibliothek Hannover

Für die Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ öffnet die Bibliothek in der Hildesheimer Straße 12 in der Südstadt Magazine und Tresore: Jeden ersten Montag im Monat wird ein besonderes Buch aus der über 575-jährigen Geschichte vorgestellt. Am kommenden Montag (4. Oktober) stellt um 19.30 Uhr Dr. Edel Sheridan-Quantz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Städtischen Erinnerungskultur, folgenden Band vor: „Verzeichnis der bei der ersten, von dem Gewerbe-Vereine für das Königreich Hannover veranstalteten Ausstellung inländischer Industrieprodukte aufgestellten Gegenstände, Hannover: Gebrüder Jänecke 1835“.

Interessent*innen sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter 0511 168-42169. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Die Veranstaltung findet auf Grundlage geltender Corona-Verordnungen statt, es gilt die 3G-Regel (Nachweis über geimpft, genesen, getestet).

Das vorgestellte Buch aus der Sammlung der Stadtbibliothek heißt eigentlich „Verzeichnis der ersten, von dem Gewerbe-Verein für das Königreich Hannover veranstalteten Ausstellung inländischer Industrieprodukte aufgestellten Gegenstände“. Der umständliche Titel steht einer auf den ersten Blick trockenen Aufzählung tausender Produkte voran. Genauer betrachtet spiegelt die kleine Veröffentlichung den Zustand einer Wirtschaft, die kurz vor einer gewaltigen Umwälzung steht. Zwischen den vielen alten handwerklichen Berufen – den Tuchmachern, den „Spitzenfabrikantinnen zu St. Andreasberg“, den Damastwebern, den Waffenschmieden, den Uhrmachern, den Hutmachern und der Strümpfe strickenden „Madame Altendorf zu Hannover“ – tauchen Namen auf, die wenige Jahre später Vorreiter der Industrialisierung in Linden und Hannover sein werden. Noch sind die Egestorffs nur mit Salz und Ziegeln in der Ausstellung vertreten, Benecke mit einer Wachstuchmacherei, König & Ebhardt als Zichoriefabrikanten.

Der Vortrag geht sowohl auf die in der Ausstellung sichtbare Gesamtstruktur der hannoverschen Wirtschaft im Jahr 1835 als auch auf einige der herausragenden beteiligten Unternehmen ein.

Bildquellen:

  • Stadtbibliothek Hannover: www.hannover-entdecken.de