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Projekt: „Städte wagen Wildnis“

Städte wagen Wildnis

Städte wagen Wildnis

Neu ausgebildete Wildnis-Lots*innen stehen für Umweltbildungsveranstaltungen auf den Wildnis-Flächen zur Verfügung

Am 15.Oktober 2021 fand die Zeugnisübergabe an elf neue Wildnis*lotsinnen statt. Mit diesem offiziellen Akt endete die im Juni begonnene Schulung, die im Auftrag des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, im Rahmen des Verbundprojekts „Städte wagen Wildnis“ stattfand.

Die Ausbildung beinhaltete neben Exkursionen zu den städtischen Wildnis-Flächen und ökologischen Vorträgen (zum Beispiel zum Insektenschutz in der Stadt) auch eine Hausarbeit und eine abschließende Prüfung. Die Zeugnisse wurden von Beate Butsch, Leiterin des Bereichs Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, von Helen Schepers, Leiterin des Fachbereichs Bildung & Kommunikation in der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz und von Jan Brockmann als Lehrgangsleitung und Regio-Ranger übergeben.

Im Frühjahr dieses Jahres konnten sich interessierte Einwohner*innen für die kostenlose Teilnahme an der Wildnis-Schulung bewerben, die im Rahmen des Projekts „Städte wagen Wildnis“ inhaltlich entwickelt und aus Projektmitteln finanziert wurde. Die ausgewählten Teilnehmer*innen konnten dann im Rahmen der fachlich geleiteten Schulung eine ganze Bandbreite an naturschutzfachlichen Themen kennenlernen. Dazu gehörten auch Einblicke in Kartierarbeiten und Pflegesysteme, die Kenntnis von gefährdeten Wildpflanzen in Hannover, der Schutz von Wildbienen und vieles mehr. Mit einem abschließenden theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil erwarben die elf Teilnehmer*innen jetzt den offiziell anerkannten Abschluss zum/zur „zertifizierten Natur- und Landschaftsführer*in“.

Mit dem Erhalt der Zeugnisse und Zertifikate sind die neuen Wildnis-Lots*innen zukünftig in der Lage, in Absprache mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün eigene Umweltbildungsangebote auf den zehn Wildnisflächen im Stadtgebiet, die jeweils mit hölzernen Stelen und orange-roten „Wildnis-Asseln markiert sind, anzubieten. Sie werden zukünftig insbesondere auf den Projektflächen am Lindener Berg (Linden), am Grünberger Weg (Mittelfeld), in der Eilenriede und am Messeschnellweg (Groß-Buchholz) tätig sein und dort mit eigenen Aktionen für (noch) mehr Verständnis und Begeisterung für Stadtwildnis bei den Menschen werben. Geplant ist, dass die Wildnis-Lots*innen eigene Angebote, wie zum Beispiel Führungen, entwickeln. Diese werden dann unter anderem im Jahresprogramm „Grünes Hannover“ des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün sowie Pressemitteilungen bekannt gemacht. Durch die vorhandene Nähe zum Wohnort haben viele der Lots*innen Kontakte in den Stadtteil und können auch dadurch interessierte Personen für die Veranstaltungen gewinnen.

Die Schulung der Wildnis-Lots*innen fand in Kooperation mit der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) statt und wurde, so wie das Gesamtprojekt „Städte wagen Wildnis“, durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Bildquellen:

  • Städte wagen Wildnis: Pixabay