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Start der neuen Glasfasertechnologie in Hannover

Start der neuen Glasfasertechnologie im Rahmen des Systemversuchs mit dem „Breitbandigen Integrierten Glasfaser-Fernmelde-Orts-Netz“ durch Verlegen der ersten Kabel am 08. März 1983 vor dem Fernmeldeamt 3. Die Technischen Anlagen befanden sich im Carree Rosenstraße und das Dienstamt im Postgebäude am Ernst-August-Platz neben dem Hauptbahnhof Hannover.

BIGFON (Breitbandiges Integriertes Glasfaser-Fernmelde-Ortsnetz) war ein Systemversuch zur Erprobung von Breitbandkommunikation, den die Deutsche Bundespost von 1981 bis 1988 in sieben Städten (West-Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg und München) durchführte. Dabei wurden jeweils 28 bis 50 Teilnehmer über Glasfaser an das öffentliche Ortsnetz angeschlossen. Rund ein Drittel der Teilnehmer waren dabei Unternehmen. Ziel war die praktische Erprobung von Glasfasertechnik für sämtliche Telekommunikationsdienste.

Einen speziellen Versuch der Video-Bildübertragung gab es 1986 in Hannover unter der Bezeichnung MEDKOM, angeregt aus dem dortigen Krankenhausbereich zur Liveübertragung z. B. bei Operationen, um Fernkonsultationen zu ermöglichen.

Die Gesamtkosten betrugen rund 150 Millionen DM. Nach Schätzungen aus dem Jahr 1984 hätte die Verkabelung der Bundesrepublik Deutschland mit Glasfaserkabeln 200 bis 300 Milliarden DM gekostet und rund 30 bis 40 Jahre gedauert.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de