Alle Artikel mit dem Schlagwort: Theater an der Glocksee

Der Bau oder Die Gründung des Fight Club Dachs

Der Bau oder Die Gründung des Fight Club Dachs

Die Erzählung »Der Bau« von Franz Kafka handelt von einem dachsartigen Wesen, welches sich unter der Erde ein Zuhause geschaffen hat, das ihm das Liebste und Heiligste ist. Beinahe zärtlich gräbt, hegt und pflegt es seinen Höhlenbau bis zum letzten Sandkorn. Doch eines Tages hört es ein Zischen und ein Kratzen: Eindringlinge! Seine Gedanken kreisen nur noch um eine Sache: Der Bau muss um jeden Preis beschützt werden!

Im Theaterprojekt »Der Bau oder die Gründung des Fight Club Dachs« bewohnen die Schauspieler gemeinsam mit dem Publikum den Bau – zusammengeschweißt gegen einen unsichtbaren Feind von außen werden sie eine kämpferische Einheit: Der Fight Club Dachs. Doch wer ist dieser Feind? Oder gibt es ihn überhaupt wirklich?

Basierend auf Kafkas Erzählung und eigenem Recherchematerial gräbt sich das Team des THEATERs an der GLOCKSEE unter der Regie von Milena Fischer in einem energetischen Theaterabend mit vollem Körpereinsatz durch unterirdisches Gedankengut in unserer nächsten Umgebung und kratzt an deutschen Wurzeln.

Spieltermine:
Mittwoch, 9. August 2017
Freitag, 11. August 2017
Samstag, 12. August 2017
Mittwoch, 16. August 2017
Freitag, 18. August 2017
Samstag, 19. August 2017
Mittwoch, 23. August 2017
Samstag, 26. August 2017
jeweils 20:00 Uhr

Theater an der Glocksee
Glockseestr. 35
30169 Hannover
www.theater-an-der-glocksee.de

Raskolnikow - humanity is overrated

Raskolnikow – humanity is overrated

»Ein Funke fiel auf Raskolnikows Brust. Sollte dieser schwarze Teer, der seine Seele schon so lange in Besitz nahm, doch nicht die ganze Wahrheit sein?«

Freitag, 26.05.2017 um 20:00 Uhr

Willkommen, bienvenue, welcome – in der Fieberwelt Raskolnikows, des Protagonisten aus Dostojewskis »Schuld und Sühne«.
Ein junger Student zieht sich von der Außenwelt zurück und spinnt eine Ideologie zusammen: Er trennt zwischen »gewöhnlichen« und »außergewöhnlichen« Menschen – sein Manifest mit Todesfolge spiegelt sich auch in Formulierungen realer Attentäter wider. Auf der Suche nach dem Ursprung solcher Gedankenwelten wagen wir uns in die Geisterbahn seines Kopfes und suchen in ihm, in uns und unserer Welt nach einer Fährte. Das Theaterprojekt auf der Grundlage des Romans von Dostojewski (1866) und Franco Berardis Recherche »Helden« (2016) verdichtet Kneipengeschwätz, Talkshows, Fieberträume und verpasste Chancen zu einem surrealen Wahn – in dem die Hoffnung immer nur eine Haaresbreite entfernt ist.

»Denn das muss sein, jeder Mensch muss irgendwohin gehen können. Weil es Zeiten gibt, da muss man unbedingt irgendwohin gehen können, ganz gleich, wohin!« (Marmeladow aus »Schuld und Sühne«)

Raskolnikow – Teaser #2 from THEATER an der GLOCKSEE on Vimeo.

Ein Theaterprojekt nach Dostojewski und Berardi.

THEATER an der GLOCKSEE e. V.
Glockseestr. 35
30169 Hannover
www.theater-an-der-glocksee.de

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt

Sie sind Ärzte. Ohne Grenzen.
Sie: Gutaussehend, sympathisch, eine der besten ihres Fachs, geliebt und gepriesen.
Er: Jung, eloquent, zielstrebig, menschlich, eine Vertrauensperson.
Sie: Eine Expertin auf vielen Gebieten, fordernd, erfahren, vielseitig.
Allesamt im Dauereinsatz zum Höhepunkt ihrer Karriere. Heilen, helfen, Anerkennung, Ruhm und Geld – drei Traumata-Tänzer am seidenen Faden.
Und alle quält ein inoperables Stigma…

Inspiriert von wahren Geschichten aus der Klinik untersucht das Team um den Anästhesisten und Theatermacher Tuğsal Moğul in einem medizinischen Theaterabend Identitäten und ihre Nebenwirkungen.

LASSEN SIE MICH DURCH, ICH BIN ARZT // Trailer from THEATER an der GLOCKSEE on Vimeo.

»Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt« wurde in der Kritiker-Umfrage des Theater Heute Jahrbuchs 2012 in der Kategorie »Bestes deutschsprachiges Stück« und Lena Kußmann als Ärztin in der Kategorie »Beste Schauspielerin« gelistet. Seit Herbst 2012 wird das Stück vom Rowohlt Theaterverlag verlegt.

Spieltermine: 11. / 13. / 14. / 18. / 20. / 21. / 25. / 27. / 28. Januar
Beginn jeweils 20 Uhr. Eintritt 14 € / 10 € erm.

Ensemble Lena Kußmann, Helga Lauenstein, Jonas Vietzke. Regie Tuğsal Moğul. Bühne & Kostüm Maren Geers. Regieassistenz Antje Sachwitz. Licht Alexander Tripitsis

Theater an der Glocksee
Glockseestraße 33
30169 Hannover
www.theater-an-der-glocksee.de