Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wilhelm Busch Museum

Lindbergh - Spirit of Christmas

Armstrong, Lindbergh & Co. / Peter Tuma Satiren & Humoresken

Ab 21. Oktober 2017 sind zwei neue Ausstellungen im Museum Wilhelm Busch zu sehen. Das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst zeigt Zeichnungen und Illustrationen von Torben Kuhlmann und Satiren & Humoresken von Peter Tuma.

Lindbergh - Spirit of Christmas

Lindbergh – Spirit of Christmas

Armstrong, Lindbergh & Co.
Zeichnungen und Illustrationen von Torben Kuhlmann
(21. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018)

2012 reicht Torben Kuhlmann an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg als Abschlussarbeit seines Studiums die Zeichnungen und den Text für ein Bilderbuch ein, das sich als fulminanter Beginn seiner freischaffenden Karriere als Zeichner und Autor erweisen sollte: „Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus.“ In detailreich gezeichneten, atmosphärisch dichten Bildern erzählt Kuhlmann diese abenteuerliche Geschichte. Es gelingt ihm dabei, manchmal allein mit Perspektive und Bildausschnitt Spannung zu erzeugen: Wenn zum Beispiel Eulen mit ihren ausgebreiteten Flügeln blattfüllend Jagd auf die kleine Maus machen, ist dieser Moment in seiner ganzen Bedrohung unmittelbar begreifbar.

Eine besondere Begegnung

Eine besondere Begegnung

Peter Tuma Satiren & Humoresken
(21. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018)

Zeichnen gehört zu den Urfähigkeiten des Menschen. Eines der wesentlichen Kriterien der Zeichnung ist die Spontanität. Fast könnte man die Regel ableiten:

je einfach und knapper, desto eindringlicher. Zeichnen ist auch für Peter Tuma Ausgangspunkt seines künstlerischen Ausdrucks. Seine Themen findet er in der Auseinandersetzung mit Dichtern und Denkern wie Georg Christoph Lichtenberg, auf Reisen wie nach Japan oder durch humorvoll-kritische Selbstbefragung.

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten 1
30167 Hannover
www.karikatur-museum.de

Wilhelm-Busch-Museum

Ronald Clark Die Welt als Garten – Gartendenken für Großstädte

Park hinter dem Wilhelm Busch Museum

Park hinter dem Wilhelm Busch Museum

Vortrag von Ronald Clark am 10.08.2017

Vom 15. Juni bis zum 31. August findet die Sommerakademie Herrenhausen im Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst statt. Jeweils donnerstags von 18.00 bis 19.00 Uhr sprechen Fachleute über die vielfältigen Facetten der Geschichte der Gartenkultur.

Wie immer erwartet Sie ein weites Feld der Themen – so geht es in diesem Jahr u.a. um die Sehnsucht nach dem Garten Eden, um die Wichtigkeit von Gärten als pädagogische Erlebnisräume und um Gartendenken für Großstädte.

Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, im Garten des Museums bei der schon legendären Bratwurst mit Kartoffelsalat und Bier das Gehörte im Gespräch zu vertiefen.

Die Sommerakademie, begonnen 2009, findet in Kooperation der Freunde der Herrenhäuser Gärten, des Zentrums für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Leibniz Universität Hannover, der Landeshauptstadt Hannover und der Wilhelm-Busch-Gesellschaft statt.

Dauer: ca. 1 Stunde
Preis: Eintritt frei

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst
Georgengarten
30167 Hannover
www.karikatur-museum.de

Ausstellung: Karikaturen von Gerhard Haderer

Gerhard Haderer – Think Big!

Gerhard Haderer Sommerfrisuren-Contest 2016

Gerhard Haderer Sommerfrisuren-Contest 2016

Der Österreicher Gerhard Haderer (geb. 1951) zählt zu den bedeutendsten Karikaturisten des deutschsprachigen Raums. In der Ausstellung „Gerhard Haderer. Think Big!“ zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst ab dem 1. April 2017 erstmals in Deutschland seine großformatigen Arbeiten zusammen mit ausgewählten Cartoons.

Austellungsdauer: 1. April bis 9. Juli 2017

Zu Haderers bekanntesten Werken zählen seine politischen Cartoons. Sie entstanden in einer seit 1985 währenden Zusammenarbeit mit verschiedenen Printmedien wie „Profil“, „trend“ oder den „Oberösterreichischen Nachrichten“ – seit 1991 mit dem Wochenmagazin „stern“, die er 2017 beendete. In seinen Cartoons, fotografisch anmutend gezeichnet und meist ausgeführt in Acryltusche, hält der Künstler der Gesellschaft einen Spiegel vor, entlarvt Missstände und Allmachtsfantasien. Mit Satire und Ironie antwortet er auf Tabus und Doppelmoral und schafft so gewissermaßen eine Chronik politischer, gesellschaftlicher und religiöser Geschehnisse. Sein Themenrepertoire reicht von der Flüchtlings- und Finanzkrise, der bürgerlichen Scheinmoral, der Konsumgesellschaft und der Welt des Sports – insbesondere des Fußballs – bis zu einem Blick hinter die Kulissen des Vatikans. Neben seinen pointierten und treffsicheren Cartoons werden Haderers großformatige Ölgemälde präsentiert: Satire in malerischer Anmutung und Opulenz, ganz in der Manier Alter Meister. Auch in ihnen finden sich Haderers Lieblingsthemen wieder.

Gerhard Haderer - Urlaubsgrüsse aus Lampedusa 2014

Gerhard Haderer – Urlaubsgrüsse aus Lampedusa 2014

Seit einigen Jahren arbeitet Gerhard Haderer als Zeichner und Autor an der Schnittstelle zu Kabarett und Theater. Gezeigt werden deshalb auch einige für „mascheks“ Puppentheater in Wien angefertigte Handpuppen verschiedener Persönlichkeiten aus Politik, Religion und Gesellschaft wie Niki Lauda, Wladimir Putin oder Heinz Fischer. Die Puppenwerkstatt Schneider hat sie nach Haderers Entwürfen hergestellt.

Gerhard Haderer - Mein spektakulärstes Urlaubs-Selfie

Gerhard Haderer – Mein spektakulärstes Urlaubs-Selfie

Zu seiner Arbeit befragt, sagt Gerhard Haderer: „In letzter Zeit fällt mir auf, dass immer mehr Journalisten fragen, wie sie mich bezeichnen sollen. Karikaturist? Na sowieso. Comiczeichner? Auch. Autor? Ich selbst weiß es nicht. Es ist alles zulässig, mein Herr Novak würde sagen: Es is ma wurscht. Ich weiß nur, dass ich eine Form gefunden habe, mich auszudrücken, die spielerisch mit den Elementen Zeichnen, Malen und Schreiben jongliert.“

Mit seinen Arbeiten bezieht Haderer deutlich Position gegen Populismus, Größenwahn und politische Gedankenlosigkeit. Die Leihgaben für diese Ausstellung stammen zum großen Teil aus dem Atelier des Künstlers in Linz.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Förderverein des Museums »Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst« e. V.

Gerhard Haderer - Das Attentat 2012

Gerhard Haderer – Das Attentat 2012

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr

Eintritt
6 €; 4 € ermäßigt; 14 € Familienkarte

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten
30167 Hannover
www.karikatur-museum.de

Fix und Foxi im Wilhelm Busch Museum

Fix und Foxi im Wilhelm Busch Museum

Wilhelm Busch Museum

Wilhelm Busch Museum

Die wohl erfolgreichste deutsche Comic-Reihe ist Thema dieser Ausstellung bis 26. März 2017 im Museum Wilhelm Busch.

Sie startete im Oktober 1953, als die beiden abenteuerlustigen Füchse – als deutschsprachiges Gegenstück zur amerikanischen Comic-Welt Walt Disneys – ihren ersten Auftritt in einem Comic-Magazin des Verlegers Rolf Kauka (1917–2000) hatten. In kurzer Zeit eroberten sie als ideale Identifikationsfiguren ein breites Publikum; die bald nach ihnen benannten Fix-und-Foxi-Hefte trugen wesentlich dazu bei, die Comic-Kultur in Deutschland aus der Schmuddelecke zu holen. Bis zur Einstellung der Serie 1994 wurden 780 Millionen Hefte mit Spitzenauflagen von über 400.000 Exemplaren einzelner Ausgaben verkauft.
Die Einwohner von Fuxholzen

In den ersten Heften, noch unter dem Namen „Till Eulenspiegel“, spielte Rolf Kauka thematisch mit bekannten deutschen Fabeln und Charakteren wie „Isegrim“ oder „Reineke Fuchs“. Dabei erschienen die beiden Füchse zunächst sehr naturalistisch und erhielten erst später ihr heute vertrautes, comichaftes Aussehen. Neben Fix und Foxi entwickelte sich Lupo zur wichtigsten Figur – ein etwas dreister, aber gewitzter und liebenswerter Abstauber –, dem später mit „Lupo modern“ ein eigenes Heft gewidmet wurde. Onkel Fax, Oma Eusebia, Lupinchen und Professor Knox komplettieren die Bewohner von Fuxholzen.
Schlupfloch für die Schlümpfe

Auf die enorme Nachfrage reagierte Kauka mit immer neuen Zeitschriftenreihen: Neben Fix und Foxi sowie den dazu gehörenden Charakteren werden in der Schau deshalb auch die beliebtesten Zweitgeschichten präsentiert, mit denen Kauka sein Angebot stetig erweiterte; darunter „Pauli“ und „Tom und Klein Biberherz“. Ab 1965 hielten frankobelgische Lizenzserien wie „Gaston“ oder „Die Schlümpfe“, „Lucky Luke“ oder „Spirou und Fantasio“ über die Fix-und-Foxi-Hefte Einzug auf dem deutschen Markt.

Das Universum des Fix-und-Foxi-Erfinders Rolf Kauka

Fix und Foxi 195Die Ausstellung „Fix und Foxi“ bietet erstmals in Deutschland einen Einblick in das zeichnerische, gestalterische und unternehmerische Universum des Fix-und-Foxi-Erfinders Rolf Kauka. Die ausgewählten Skizzen, Originalzeichnungen der Geschichten und die farbigen Titelentwürfe stammen von verschiedenen Künstlern wie Dorul van der Heide, Ludwig Fischer, Walter Neugebauer oder Vlado Magdić. Zusammen mit Dokumenten und historischem Material ermöglichen sie, die Entwicklung des Comics rund um die beiden Füchse zu verfolgen – von den Anfängen bis zur heutigen Etablierung als Comic-Kultfiguren im Fernsehen. Für die Auswahl steht der gesamte, in Privatbesitz befindliche Nachlass von Rolf Kauka zur Verfügung. 2014 hat das von Dr. Stefan Piëch geführte Unternehmen Your Family Entertainment die weltweiten Rechte an den berühmten Comic-Helden erworben. Im Dezember 2014 ist der gleichnamige Familiensender Fix & Foxi im Pay-TV in über 130 Kabelnetzen auf Sendung gegangen. Aus dem Privatbesitz der Familie des Zeichners Vlado Magdić stammen einige ergänzende Zeichnungen des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint das Begleitbuch „Fix und Foxi – Rolf Kaukas großer Welterfolg“ bei Edition Alfons mit Beiträgen von Stefan Piëch, Gottfried Gusenbauer, Gisela Vetter-Liebenow, Roland Mietz, Martin Budde und Volker Hamann. 132 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 29,00 Euro, ISBN 978-3-946266-05-1.

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten 1
30167 Hannover
www.karikatur-museum.de

Kaukapedia: Nachschlagewerk rund um Lupo, Fix und Foxi und die Kauka-Publikationen – www.kaukapedia.com

Bild: Fix&Foxi © Rolf Kauka & Promedia Inc. 2007.
Lizenz: Andromeda ccm gmbh