Ich hab ja keine Ahnung von Autos, aber …

keine Ahnung von Autos, aber nen T-Cross haben

Hoi hallo, ja ich habe wirklich keine Ahnung von Autos. Natürlich mag ich schöne Autos lieber als hässliche. Aber ein Auto ist hauptsächlich ein Gebrauchsgegenstand. Wichtig ist, dass man von A nach B kommt und so viele Personen oder Gegenstände mitnehmen kann, wie man will. Außerdem sollte es meiner Meinung nach nicht die absolute Umweltkatastrophe sein. Für ein Elektroauto waren wir noch nicht bereit. In Hannover wohnen wir in einer Wohnung mitten in der Stadt. Ladeplätze gibt es nur sehr wenige. Zum anderen stößt unsere Hausstrecke Hannover-Brabant ans Limit vieler Elektroautos. Ich bin im Nachhinein auch echt froh, mich dagegen entschieden zu haben; denn die A2 Richtung Westen war trotz diverser Lockdowns im letzten Jahr ein Disaster. Baustelle an Baustelle, wenig Autos aber viele viele LKWs … Manchmal war ich 7 Stunden unterwegs. Im März waren es sogar 9. Krass oder? Eigentlich sind es ja nur 450 Kilometer …

Lieblingsauto

Wir hatten ja gut 20 Jahre kein eigenes Auto. Wir waren in der Zeit Mitglied bei Stadtmobil. Für Reisen haben wir uns ein Auto bei einer Autovermietung gemietet. Das ging lange gut. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass Herr limetrees sich um die Abholung des Autos kümmerte. Wie oft kam er mit einem Upgrade nach Hause.

Als dann nur noch ich ein Auto mietete, gab es jedes Mal Diskussionen mit der Autovermietung. Oft gab es Downgrades mit der Begründung, es wären nicht genug Autos in der Buchungsklasse da und ich als Frau brächte doch nicht so ein Auto. Sie hätten für mich ein schickes „Frauenauto“ bla bla bla. Ich miete ja nicht zum Spaß ein Auto, sondern wie oben beschrieben, um Dinge von A nach B zu transportieren. Es gibt für mich keine Welt, in der ich ein schickes kleines „Frauenauto“ brauche :-). Gut dass der Flughafen nicht weit weg ist, mußten die netten Herren halt da ein passendes Auto holen, war aber jedes Mal ne halbe Stunde weg …

Mir war deshalb schon lange klar, dass wir irgendwann ein eigenes Auto brauchen. Aber ich tat mich schwer. Welche Marke? Welches Modell? Benzin? Diesel? Elektro? Nur die Farbe war klar: dunkel :-). Wir schoben die Entscheidung von rechts nach links und wieder zurück. Und dann kam Corona. Für uns war das die Stunde der Entscheidung :-).

Wir wollten keine Öffis mehr benutzen und hatten mit den Onlineshops so viel Arbeit, dass wir die 20 Kilometer am Tag mit dem Fahrrad einfach nicht mehr schafften. Also bat ich einige Autohändler in Hannover um Angebote im Rahmen meines Limits. Zum Glück war die Auswahl im ersten Lockdown bald begrenzt, denn die Autoindustrie stellte ihre Arbeit da ja auch ein. Ich hatte noch immer keine Ahnung von Autos :-), googlete, was die Namen auf der Ausstattungsliste bedeuteten. Fragte einen Freund, was ich unbedingt brauche und was Quatsch ist. So kamen wir dem Ziel näher. Erschwerend kam hinzu, dass das Kind den Führerschein auf Probe hatte und ich mir das Portemonnaie mit meinem Führerschein habe klauen lassen. Also durften wir nirgends ein Auto Probe fahren. Aber wie heißt es so schön: no risk no fun :-).

VW T-Cross mit Ganzjahresreifen

Das Verkaufsgespräch mit unserem Favoriten war vermutlich sehr prägend. Der Verkäufer setzte zum üblichen Gerede an. Wir haben es uns auch brav angehört. Danach sagte ich, dass ich da noch ein paar Fragen hätte. Der Verkäufer ist erst mal kopfschüttelnd weg gegangen und holte einen Zollstock, nicht ohne zu bemerken, dass das bisher noch nie notwendig war. Wir transportieren ja auch immer wieder Dinge für limetrees. Deshalb war mir wichtig, dass bestimmte Dinge ins Auto passen. Auf das Modell sind wir übrigens gekommen, weil man da den Vordersitz komplett umklappen kann und somit eine Ladefläche bekommt, die genauso lang ist wie die eines großen Kombis. Yeah.

Haha, das Gespräch hat wohl so viel Eindruck hinterlassen, dass der Verkäufer sind sofort an uns erinnern konnte, als ich letzten Freitag nach über einen Jahr anrief. Mir ist es zum ersten Mal passiert, dass das Auto sich eingeredet hat, dass jemand hinten in der Mitte sitzt und nicht angeschnallt sei. Allerdings war das ein Schwerlastregal und eine Menge gut gefüllte Bag for Goods. Die Beutel müssen ja hier regelmäßig als Transportboxen herhalten :-).

Da ich nicht ans Betriebshandbuch kam, rief ich in der Werkstatt an und fragte, wie ich das piepen abstellen könne. „Frau Brandau, das ist ein ernstzunehmender Hinweis. Den könnnen Sie nicht abstellen.“ Natürlich fahren wir nicht unangeschnallt und nehmen den Hinweis erst. Aber wo keiner ist, kann auch niemand angeschnallt werden, oder? Ich hatte am Ende die Wahl zwischen 450 Kilometer mit dauerndem Piepen zu fahren oder an der nächsten Tanke von der Autobahn runterzufahren, das Auto auszuladen, alle Gurte einzustöpseln, Auto wieder einzuräumen und weiter … Ich habe mich für Variante B entschieden und weil wir alle im letzten Jahr wenig erlebt haben, fanden sich schnell Zuschauer ein, die auch ne Menge Fragen dazu hatten, was ich da mache und was ich so alles in den Taschen hätte. Ganz großes Kino :-).

App Connect von VW

Ich habe in den letzten Jahren so viele verschiedene Autos gefahren. Oft wußte ich die Marke nicht mehr, nebensächlich :-). Aber ich seh einem Auto genau an, was wie reinpaßt oder auch nicht. Das kommt mir aktuell bei Kleinanzeigen-Verkäufen zugute. Und wenn alle Käufer auf mich hören würden, wenn sie versuchen, ihr Auto oder ihren Hänger mit ihrem Kauf zu beladen, könnte sich so mancher ne Menge Arbeit ersparen. Ich finde es echt faszinierend, wie viele Leute keine Ahnung haben, was in ihr Auto paßt oder nicht paßt. Aber lustig ist das schon :-).

Übrigens, alles in allem sind wir echt glücklich mit unserem Auto. Wir waren auf keine Marke festgelegt. Skandale haben sie ja irgendwie alle im Gepäck. Aber der T-Cross bringt uns normalerweise gut von A nach B. Er hat ein gutes Fassungsvermögen und läßt sich entspannt fahren, wenn er nicht gerade piept :-). Unser Modell hat viele Extras, was der Tatsache geschuldet ist, dass wir ein Modell vom Hof nehmen mußten wegen Lockdown. Viele find ich gut, bei manchen ist es Hassliebe wie dem Spurassistenten. Erst gestern in einer Autobahnbaustelle hatten wir wieder so unsere Schwierigkeiten miteinander :-). Komplett überflüssig ist das Navi, denn es kennt auch oft genug nicht den richtigen Weg :-). App Connect und ein Smartphone können das besser. Der Tote Winkel Assistent kommt und geht. Da kann man sich nicht wirklich drauf verlassen. Dennoch haben wir unser Auto lieb, jippieh.

Dag Bianca

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