Zugluftdackel – ein Relikt aus Omas Zeiten?

Zugluftdackel im Patchworkstyle

Hoi hallo, ich habe einen Zugluftdackel genäht. Warum das? Ich habe mich im letzten halben Jahr überproportional mit meinen Energiekosten und dem einen Energieversorger auseinander setzen. In Hannover habe ich meinen Vertrag mit enercity beim Umzug gekündigt, persönlich im Foyer in Linden. Was sich dann entwickelte, sorgt dafür, dass ich nie nie wieder einen Vertrag mit diesem Unternehmen machen werde. Ich weiß, dass ich leider kein Einzelfall bin und viele sich mit dem Unternehmen herumschlagen. Am Ende hatte ich dank eines Insidertipps einen sehr engagierten Mitarbeiter und nur gut vier Monate nach meinem Auszug war die Angelegenheit endlich geklärt, yeah. Davor wurde meine Kündigung, Adressänderung und Entzug der Einzugsermächtigung ignoriert genauso wie meine Mails. Ich war so genervt, weil ich so viel Zeit in eine Sache stecken mußte. Und das nur weil jemand anders seine Arbeit nicht ordentlich machte. So was ärgert mich total. Fehler können überall passieren. Aber einfach ignorieren macht mich wahnsinnig.

Wir haben ja immer zwei Versorger, einen in Deutschland und einen in den Niederlande. Der Unterschied ist schon krass, nicht nur beim Service. Während wir in Deutschland einmal im Jahr eine unverständliche Abrechnung bekommen, bekommen wir in den Niederlande monatlich eine klar strukturierte Abrechnung. Da steht drin, wie viel man im letzten Monat verbraucht hat, in meinem Fall Strom und Gas. Der Verbrauch wird in Maßeinheiten und in Euro ausgewiesen. Dazu gibt es einen Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres und -was ich richtig gut finde- eine Auflistung der üblichen Verbräuche, aufgelistet nach Wohnsituation. Und was soll ich sagen? Beim Strom liegen wir weit unter dem Durchschnitt. Beim Gas ist das anders. Ein Stück weit liegt das am schlecht isolierten Dachgeschoss. Wir arbeiten daran … Aber daran liegt es nicht alleine. Ein weiterer Grund sind unsere Türen. Die meisten sind neu, mit Dichtungen und Borstel aufgerüstet. Aber so schön die nach außen aufgehenden Türen im Sommer sind. Sie sind einfach nicht so dicht wie sie sein sollten. Deshalb mußte etwas passieren; denn ich möchte die Energiekosten natürlich in den Normbereich oder darunter drücken.

Zugluftrolle aus Stoffresten

Dann fiel mir etwas ein, was es bei meiner Oma lange Zeit gab: den guten alten Zugluftdackel :-). Ich dachte einfach, ich probiere es einmal. So was ist ja schnell genäht, also eine schnell umsetzbare und kostengünstige Lösung. Ich weiß, dass es nicht optimal ist. Aber ich habe zusammen mit dem Fensterbauer das beste aus der Bauweise herausgeholt. Jetzt müssen Hausmittelchen her :-). Ich hatte noch ein paar Quadrate von diese Patchworkdecke übrig. Also habe ich noch ein paar mehr aufgeschnitten und erst ein Rechteck genäht, dann eine Rolle. So ähnlich wie im Schnittmuster zum Kissen nähen beschrieben. Gefüllt habe ich die Rolle ganz unspektakulär mit Winterstoffen aus meinem Stoffschrank. So gab es da Platz für Neues. Wenn ich mal einen Stoff brauche, tausche ich ihn einfach gegen einen anderen aus. Der Zugluftdackel ist quasi eine Stoffregal-Erweiterung :-).

Zugluftdackel selbst nähen

Meine erste Rolle ist ein echter Brecher mit 75 cm Umfang. Die anderen Rollen haben nur 50 cm Umfang. Das reicht auch und nimmt in Räumen mit mehr Verkehr nicht so viel Platz ein. Zum Nähen habe ich Patchworkstoff und Canvas genommen, beides gleich gut; denn am Ende liegt der Zugluftsdackel ja nur rum und tut nichts außer die kalte Luft nicht reinzulassen. Der Unterschied ist übrigens krass. Die Räume haben fast 2 Grad mehr, ohne mehr zu heizen. Ich bin gespannt auf die nächste Gasrechnung. Sie müßte bald kommen.

Bis bald Bianca

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