Kartonage im Onlinehandel

gebrauchte Kartons im Onlinehandel?

Hey hallo, wir müssen reden :-). Es geht um den Onlineshop.  Es geht um die Kartons. Ich habe immer neue Kartons für den Versand gekauft. Die Gründe dafür waren einfach. Zum einen ist es echt effektiv, wenn du immer die gleichen Kartongrößen hast. Schnell weiß jeder, was am besten in welchen Karton paßt. Bei vielen Bestellungen ist das ein größer wirtschaftlicher Faktor. Zum anderen hat man als Stoffhändler nicht wirklich viele gebrauchte Kartons und wenn doch, haben die nicht gerade eine Größe, die für Kundenpakete passen würde :-). Der dritte Grund ist die Optik. Gebrauchte oder Bastelkartons (Kartons, die passend gemacht werden müssen) sehen einfach nicht so schön aus.

Mit unserem Kartonvorrat können wir ganz viel abdecken. Aber es gibt Bestellkombinationen, die sind tricky. Wenn man beispielsweise dieses und dieses Tablett bestellt, haben wir nur einen echt riesigen Karton. Das fand ich nie richtig prickelnd. Aber da beides keine Verkaufsschlager sind in unserem täglichen Business und die Kombination nicht so häufig vorkam, hatte ich mich damit arrangiert. Dann kam im letzten Dezember die erste große Rabattaktion bei den Wohnwaren im Shop und mir wurde zum ersten Mal so richtig bewußt, wie aus so wenig Ware so schnell ein riesiger Berg Verpackung wurde. Ich finde, bei Stoff ist das anders. Da paßt Ware im Wert von 100,- EUR auch in einen 20×30 cm – Karton und gut. Aber bei den Wohnaccessoires ist das anders. Deshalb hatte ich Weihnachten begonnen, die Kartons, die wir fürs Wachstuch gekauft haben, anders zu falten und auf die Wohnwarenbestellungen anzupassen.

Ich war total happy, wie viel Volumen ich sparen konnte. Das bedeutet ja auch, dass wir viel weniger Füllmaterial in Umlauf bringen. Wir müssen ja mit Kartons von der Stange auskommen, weil die Masse für Sonderanfertigungen da fehlt. Aber ich haderte mit mir. Kann man gerade im Weihnachtsgeschäft so viele Bastelkartons in Umlauf bringen? Wie sieht das denn aus? Ist das nicht unprofessionell? Reaktionen von Kunden gab es keine. Aber was heißt das schon? Vielleicht bestellen die, denen das nicht gefiel, einfach nie wieder bei uns. Das weiß man halt nicht. Also bleibt das ungute Gefühl.

Über Ostern haben wir wieder eine Menge Wohnwaren-Bestellungen gehabt. Begonnen habe ich mit den üblichen Kartons. Dann habe ich abends auf dem Sofa ein paar ältere Newsletter gelesen. Wußtest du, dass es von einem Versender ein Programm gibt, dass dir dabei hilft, den passenden Karton zu jeder Bestellung zu ermitteln? Das ist natürlich nichts für uns. Dafür haben wir viel zu wenig (unterschiedliche) Bestellungen. Das bekommen wir gut alleine hin :-). Aber was da alles dran hängt. Es ist ja nicht nur das Verpackungsmaterial, was nicht in Umlauf gebracht wird. Weniger Volumen bedeutet weniger Platz im LKW oder im Postauto. Das bedeutet weniger Fahrten und weniger Benzinverbrauch. Das paßt zu meiner privaten Gas-Challenge. Ich habe also auch diesmal wieder zu gebrauchten und umgebastelten Kartons gegriffen. Denn irgendwie ist das so ein leichter Beitrag, den man mit Blick aufs Klima und der Unabhängigkeit von Russland erbringen kann.

Ich hoffe, ihr geht da mit mir. Der Inhalt des Paketes ist ja der gleiche, egal in welchem Karton er kommt. Oder ist das ein echtes nogo für euch? Ganz unbeabsichtigt paßt der Beitrag perfekt zum heutigen World Earth Day.

Bis bald Bianca

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