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25 Jahre Schuldnerberatung der Stadt – Kostenlose Hilfe und Prävention

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Am 1. Juli 1984 wurde die kommunale Schuldnerberatung Hannover gegründet. "Mit diesem städtischen Angebot genießen wir seit 25 Jahren das Vertrauen von in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern", unterstreicht Sozialdezernent Thomas Walter die Bedeutung der Beratungsstelle und betont: "Wir wollen auch zukünftig dazu beitragen, in Hannover eine unabhängige und qualitätsvolle Beratung für den Weg aus der Schuldenfalle zu gewährleisten."

Die Schuldnerberatung der Stadt ist eine ältesten Einrichtungen dieser Art in kommunaler Verantwortlichkeit und die größte Anlaufstelle für SchuldnerInnen in Stadt und Region. Sie können sich über das Beratungstelefon direkt an die sieben BeraterInnen wenden oder werden vom Job-Center vermittelt. Die Dienstleistungen sind für die Beratenen kostenfrei.

Gegründet wurde die Schuldnerberatungsstelle 1984. Vor dem Hintergrund steigender Antragszahlen auf Übernahme von Mietrückständen im Rahmen der Familienhilfe sollte den Betroffenen damit eine weitergehende Unterstützung bei Finanzproblemen angeboten werden.

Seit 1999 ermöglicht der "Verbraucherkonkurs" überschuldeten Menschen einen Neuanfang, in dem ihnen nach einer so genannten Wohlverhaltensperiode verbleibende Schulden erlassen werden. Vorgeschriebener Teil des Verfahrens ist der Versuch einer außergerichtlichen Einigung mit allen Gläubigern.
Die Beratungsstelle der Stadt berät und begleitet Schuldner bei diesem Versuch, mit der Einigung das gerichtliche Insolvenzverfahren abzuwenden. In mehr als einem Drittel der Fälle ist sie damit erfolgreich.

Um eine erneute Verschuldung der Betroffenen zu verhindern, gehört zu den Beratungen gezielte sozialpädagogische Unterstützung: Die Beratenen sollen erkennen und lernen, ihre Einnahmen und Ausgaben dauerhaft im ausgeglichen zu halten; sie sollen in ihrer "Finanzkompetenz" gefördert werden.

In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurden rund 1.600 Haushalte beraten.
Davon waren

  • 55 Prozent der Personen zwischen 31 und 50 Jahre, 19 Prozent zwischen 21 und 30 Jahre alt
  • 54 Prozent Männer, 46 Prozent Frauen
  • 25 Prozent geschieden, 41 Prozent ledig, 21 Prozent verheiratet, 48 Prozent allein lebend, 15 Prozent allein erziehend
  • 76 Prozent Deutsche, 24 Prozent Ausländer
  • 57 Prozent mit Berufausbildung oder Studium, 39 Prozent ohne Berufsausbildung, 48 Prozent arbeitslos
  • Das Einkommen lag bei 59 Prozent unter der Pfändungsgrenze von 1.000 Euro. 48 Prozent der SchuldnerInnen hatten bis zu fünf, 18 Prozent bis zu 20 Forderungen zu bedienen. Fast 30 Prozent hatten Schulden in Höhe von 20.000 bis 50.000 Euro.

Die mangelnde Finanzkompetenz bei vielen Beratenen ist der Anlass für ein weiteres Arbeitsfeld der Schuldnerberatung:

Überschuldung trifft alle Bevölkerungsschichten, zu beobachten ist dabei eine immer frühere Verschuldung junger Menschen nach Erreichen der Volljährigkeit. Mit einem speziellen Präventionskonzept soll rechtzeitig eingegriffen werden: Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren werden über unterschiedliche Finanzthemen aus ihrer Lebenswelt wie Handyverträge, Autokauf- und kosten oder Wohnung und Lebenshaltung informiert und für die Schuldengefahren sensibilisiert. Faltblätter und Informationsveranstaltungen richten sich an die vom Job-Center betreuten jungen Menschen und an SchülerInnen der berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen.

Fachbereich Soziales, Schuldnerberatung
Blumenauer Straße 3-7
30449 Hannover

Beratungstelefon: 168-43914 (montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 13.30 bis 16.30 Uhr)
E-Mail: 50.07@Hannover-Stadt.de

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

 

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