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Zum Weltkrebstag am 04.02.2013: Kostenlose Angebote für Betroffene und Angehörige in Hannover

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Krebsberatungsstellen: Unterstützung finden und Antworten bekommen

Krebs ist eine Diagnose, die Betroffene und ihre Angehörigen oft völlig unerwartet trifft. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fühlen sich viele Menschen allein mit ihren Fragen, seelisch belastet und manchmal überfordert. Häufig wissen sie nicht, an wen sie sich wenden können. Psychosoziale Krebsberatungsstellen, wie das Krebsberatungszentrum des Caritasverbandes Hannover e. V. bieten Hilfe bei seelischen Krisen und sozialrechtlichen Fragen. Hier erhalten Krebs-Betroffene und Angehörige Hilfestellung, um die eigene Krankheit zu bewältigen oder mit der Erkrankung von nahestehenden Menschen angemessen umzugehen.

Wohl fühlen sollen sich Krebs-Betroffene, wenn sie die Räume des Krebsberatungszentrums im ka:punkt, Grupenstr. 8 betreten. Leiterin Hannelore Dröge hat die Zimmer hell und freundlich gehalten, die Büros mit Blumen ausgestattet. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, für die richtige Atmosphäre zu sorgen, um über alle Sorgen sprechen zu können. „Viele Menschen, die sich an uns wenden, haben starke Ängste vor Wiedererkrankung, fragen sich, ob sie ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn sie länger krank sind und wissen nicht, auf welche Sozialleistungen sie Anspruch haben“, sagt Hannelore Dröge. Zusammen mit ihren 3 Mitarbeiterinnen berät sie bei psychischen und sozialen Belastungen und vermittelt bei Bedarf weiter an andere hilfreiche Einrichtungen, Selbsthilfegruppen oder Psychotherapeuten. „Unser wichtigstes Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern“, sagt die Leiterin der Krebsberatungsstelle.

Individuelle Beratungen sind dabei nur ein Aspekt, die Krebs-Betroffene in Hannover wahrnehmen können: Die Anlaufstelle organisiert auch Informations- und Gruppenangebote, zum Beispiel auch für Kinder krebskranker Eltern, initiiert den KrebsInformationstag gemeinsam mit der MHH, der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und den Niedergelassenen Onkologen. Arbeitet vernetzend mit zertifizierten Zentren, ambulanten und stationären Hospiz/Palliativeinrichtungen.

Das Krebsberatungszentrum Hannover wurde vor 23 Jahren gegründet. Träger ist der Caritasverband Hannover e. V.

Obwohl die Finanzierung dieses Projekts anfangs auf unsicheren Füßen stand, wollte man alles tun, um Betroffenen in sozialen und psychischen Notlagen mit Information und Beratung beizustehen. Denn der Bedarf ist groß.

Zurzeit wird das Krebsberatungszentrum von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen eines Förderschwerpunktprogramms zusammen mit 25 weiteren Beratungsstellen finanziell unterstützt. Mit diesem Programm soll der Unterversorgung in vielen Regionen Deutschlands entgegen gewirkt werden. Wenn für das Krebsberatungszentrum diese Förderung 2014 zu Ende geht, ist ihre weitere Zukunft unsicher. Zurzeit fehlt in Deutschland eine Finanzierungsregelung für derartige Beratungsleistungen. Hier ist die Politik gefordert: Sie muss die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, damit zum Beispiel die Krankenkassen ihren Beitrag für den Fortbestand von Krebsberatungsstellen in Zukunft leisten.

Mehr Informationen zum Krebsberatungszentrum unter www.krebsberatung-hannover.de und unter Tel.: 0511 270739-63

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