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100 SchülerInnen machen Thema „Arm und Reich“ zur „Hauptsache in Bewegung!“

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Aus "Hauptschule in Bewegung", dem populären und erfolgreichen Kulturprojekt für Kinder und Jugendliche, wird jetzt "Hauptsache in Bewegung!". Mit der unkonventionellen Verbindung von Theater- und Erlebnispädagogik, Essen und Kunst, Hip Hop und Street Dance mit RAP Musik, Recycling-Design und Modenschau geht das Projekt in diesem Jahr neue Wege.

Das Thema "Arm und Reich" wurde von den teilnehmenden SchülerInnen selbst gewählt und in einer Zukunftswerkstatt inhaltlich vorbereitet. Die gemeinschaftliche Präsentation am heutigen Donnerstag (11. April), Generalprobe um 12 Uhr, Premiere um 18 Uhr, bildet den Höhepunkt des Projektes.

Passend zum Thema wird in diesem Jahr an und um eine einzigartige Begegnungsstätte unterschiedlichster Menschen – dem fairKaufhaus gespielt: Hier gibt es Begegnungen persönlich im Kaufhaus, in der Fußgängerzone, auf der Straße oder über die vielen Produkte, die mitunter ein bewegtes Vorleben besitzen. So entstehen ständig ganz ungewöhnliche Kontakte zwischen Wohlhabenden und finanziell schlechter gestellten Menschen. Zwischen Menschen, die Arbeit suchen und Arbeit haben. Auch der Kontakt zu den MitarbeiterInnen des Hauses offenbart spannende Geschichten.

Mit ExpertInnen haben die SchülerInnen während der vergangenen zwei Wochen (seit Anfang April) in Workshops und Proben im Freizeitheim Lister Turm und im Kaufhaus fairKauf gearbeitet. Die Ergebnisse werden nun in Form von Stationen präsentiert. Die ZuschauerInnen wandern von Ort zu Ort und erleben die Ergebnisse aus den Workshops in verschiedenen Darstellungsformen: Filme, Fotografien, Musik, Tanz, Theater, eine Modenschau und Essen.

Es gibt eine feste Dramaturgie als Rahmen, die einzelnen Geschehnisse können dann aber auch Ergebnis aus dem Zusammenwirken mit dem Publikum sein. Ähnlich der Aktionskunst entstehen experimentelle Aktionsräume, die zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema "Arm und Reich" einladen.

fairKauf Vorstandsvorsitzender Reinhold Fahlbusch ist von dem Projekt begeistert: "Prekäre Lebenssituation kann man nicht beschreiben, nur erleben. Und es ist besser, die Erlebnisse spielerisch als real zu haben. fairKauf steht für Ausbildung. Bei ‚Hauptsache in Bewegung!‘ lernen die Jugendlichen für das Leben."

Die Schirmherrschaft für das Projekt teilen sich Marlis Drevermann, Schul- und Kulturdezernentin der Stadt, und Lars-Ole Walburg, Intendant des Schauspiels Hannover, übernommen. Es wird gefördert vom Fachbereich Bibliothek und Schule, verschiedenen Stadtbezirksräten und der Klosterkammer Hannover.

Die beteiligten Hauptschulen sind: Bertha-von-Suttner-Schule, Ada-Lessing-Schule, Rosa-Parks-Hauptschule, Pestalozzischule, Peter-Ustinov-Schule.

Zur Geschichte:
Seit 16 Jahren ermöglicht das Projekt "Hauptschule in Bewegung" Kindern und Jugendlichen an einem bekannten und erfolgreichen Kulturprojekt mitzuwirken. Die InitiatorInnen aus dem Fachbereich Bildung und Qualifizierung und alle beteiligten Hauptschulen in Hannover können auf eine beachtliche Erfolgsbilanz zurückblicken. Jedes Jahr nehmen mehr als 100 SchülerInnen im Alter von elf bis 18 Jahren an dem Projekt teil.

Die Situation für 2013 hat sich gegenüber den Vorjahren verändert. Da der bisherige Spielort von "Hauptschule in Bewegung", der Pavillon, wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht, wurde das erfolgreiche Projektkonzept überarbeitet.

2013 geht das Projekt "Hauptschule in Bewegung" unter dem neuen Namen "Hauptsache in Bewegung!" an den Start.

Die AkteurInnen von "Hauptsache in Bewegung!" bleiben SchülerInnen, die sich kritisch und kreativ mit einem wichtigen Thema auseinandersetzen, dabei schwierige Zusammenhänge entdecken, Ideen finden, wie das Leben besser werden kann und das alles mit Hilfe unterschiedlicher Ausdrucksformen: Video, Fotografie, Design, Tanz, Theater, Musik, Performance, Essen (kochen).
Dabei wird in Teams gearbeitet, miteinander, mit KünstlerInnen und TrainerInnen der einzelnen Kunst-Bereiche zusammen. Der Auftritt, die große Präsentation, wird gemeinsam geplant und in die Wirklichkeit umgesetzt.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

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