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Groschengräber auf dem Flohmarkt

Auf dem Flohmarkt werden am 16. März 2002 alte Parkuhren für einen guten Zweck verkauft. 1200 Groschengräber bekommen einen neuen Besitzer.

Damals mussten die Mitarbeiter des Ordnungsamts noch mit Spezialschlüssel und Geld-Staubsauger durch die Innenstadt laufen, um die Parkuhren zu leeren. Erfinder der Parkuhr ist vermutlich der Amerikaner Carlton Cole Magee in North Dakota, der am 13. Mai 1935 ein Patent für ein münzgesteuertes Parkmessgerät (coin controlled parking meter) einreichte. Das Patent Nr. 2.118.318 wurde allerdings erst am 24. Mai 1938 erteilt. Die erste Parkuhr wurde am 16. Juli 1935 in Oklahoma City (USA) aufgestellt und erhielt den Namen „Schwarze Maria“. In Europa wurden 1952 in Basel die ersten Parkuhren aufgestellt. Am 4. Januar 1954 wurden in Duisburg als erster Stadt in Deutschland zwanzig sogenannte „Parkographen“ am König-Heinrich-Platz installiert.

1954 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch keine rechtliche Regelung, Autofahrer zum Bezahlen von Parkgebühren zu zwingen. Es war umstritten, ob Parkuhren mit dem deutschen Verkehrsrecht vereinbar waren. Am 1. Mai 1956 wurde die Straßenverkehrsordnung geändert und Parkuhren somit rechtlich legitimiert.

1954 konnte in Duisburg noch für einen Groschen eine Stunde lang geparkt werden.

Heute ist in der Innenstadt von Hannover sowie in den Randbezirken das Parken an Parkscheinautomaten in verschiedene Tarifzonen gegliedert. Alle Informationen dazu bietet die Webseite der Stadt Hannover.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de