Senioren

Seniorenbeiratswahlen beginnen

In den kommenden Tagen erhalten rund 127.000 HannoveranerInnen im Alter von über 60 Jahren einen Brief vom Wahlamt: Sie sind aufgefordert, die Delegiertenversammlung zur Wahl des Seniorenbeirates zu wählen. Der Stichtag für die Rücknahme der ausgefüllten Stimmzettel ist der 9. Februar.

Um 200 Delegiertenmandate bewerben sich jetzt 255 SeniorInnen, die überwiegend von den Trägern der Seniorenarbeit aufgestellt wurden. Für kommenden Mittwoch (12. Januar) um 18 Uhr in der üstra-Remise, Goethestraße 19, lädt der amtierende Seniorenbeirat zu einer Informationsveranstaltung über seine Arbeit ein. Unter der Moderation von Ralf Walter vom NDR diskutieren Bürgermeister Bernd Strauch, Wolfgang Strotmann, Leiter des Fachbereichs Senioren, Wolfgang Bruns und Gerhard Elsner vom Seniorenbeiratsvorstand und Monika Klimmek vom Landesseniorenrat.

Der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Hannover ist seit 1975 die demokratisch legitimierte Vertretung älterer Menschen in Hannover. Er wird für fünf Jahre von einer Versammlung von 200 Delegierten gewählt. Alle Wahlberechtigten erhalten im Laufe der nächsten Woche einen Stimmzettel mit den BewerberInnen ihres Stadtbezirks. Wählen können alle in Hannover mit Hauptwohnung gemeldeten Personen, darunter auch etwa 12.000 MigrantInnen aus mehr als rund 100 Ländern. Für viele von ihnen, insbesondere viele der 8.500 Nicht-EU-BürgerInnen wird das vielleicht die erste Wahl überhaupt sein, da hier sonst bei allgemeinen Wahlen nur Deutsche und gegebenenfalls EU-Bürger wählen dürfen. Das Wahlverfahren ist für sie in ausgewählten Sprachen auf einem Merkblatt erläutert.

Der Stimmzettel ist in einem durch die Stadt übersandten Stimmzettelumschlag bis zum 9. Februar mit der Post an das Wahlamt zurückzusenden. Wer das Rücksendeporto sparen möchte, kann seinen Brief auch an vielen Stellen im Stadtgebiet direkt in eine Urne werfen. In den Bürgerämtern und Freizeitheimen, in vielen Seniorenheimen und Einrichtungen der Verbände hat das Wahlamt entsprechend gekennzeichnete Urnen zur Abgabe der Wahlbriefe aufgestellt. Auch die Briefkästen der 113 städtischen Schulen können zur Rückgabe der Wahlbriefe genutzt werden. Am 7. April wird unter den Mitgliedern der Delegiertenversammlung der 13-köpfige Seniorenbeirat gewählt.

Vor fünf Jahren zählte das Wahlamt 41.700 WählerInnen, fast genau ein Drittel aller Wahlberechtigten. Damals entfielen 27 Prozent der Stimmen auf BewerberInnen der "Diakonie und Evangelische Kirche", gefolgt von den DGB-SeniorInnen mit gut 20 Prozent und dem Roten Kreuz und der Arbeiterwohlfahrt mit jeweils rund 13 Prozent der Stimmen.