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Kurt Schumacher wird Vorsitzender der SPD

Am 6. Mai 1945 wird Schumacher von etwa 130 sozialdemokratischen Funktionären in Hannover zum lokalen Vorsitzenden gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war die Bildung politischer Parteien von der britischen Besatzungsmacht eigentlich noch verboten.

Bereits unmittelbar nach Kriegsende und der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus begann Kurt Schumacher mit dem Wiederaufbau der SPD. Schumacher bewies im Nachkriegschaos großes organisatorisches Geschick und stieg in kurzer Zeit zur unangefochtenen Führungsfigur der Sozialdemokratie in den westlichen Besatzungszonen auf. Nach zwölfjähriger Gewaltherrschaft wurde die SPD auf der Wennigser Konferenz vom 5. bis 7. Oktober 1945 wiedergegründet.

Das Büro Dr. Schumacher in der Jacobsstraße im Stadtteil Linden-Mitte entwickelte sich zur faktischen Parteizentrale, seine Mitarbeiter wie Erich Ollenhauer, Annemarie Renger, Egon Franke, Alfred Nau, Herbert Kriedemann und Herta Gotthelf bildeten das organisatorische Grundgerüst der SPD.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de