Werbung

Schwarzer Freitag an der New Yorker Börse

Am „Schwarzen Freitag“ setzen sich an der New Yorker Börse die außergewöhnlichen Kursverluste des Vortages auch am 25. Oktober 1929 fort.

Die dadurch ausgelösten „Krisenjahren“ in der Weimarer Republik führten zu einem massiven Anstieg der Obdachlosen und das obwohl in den 1920er Jahren eine große Konjunktur für den hannoverschen Wohnungsbau vorherrschte. Die Wohnungsnot wurde ausgelöst durch die ab dem Ersten Weltkrieg einsetzende Deutsche Hyperinflation; anschließend eben durch die Weltwirtschaftskrise von 1929, wodurch auch in Hannover Zehntausende Menschen arbeitslos geworden waren. Viele verarmte Familien konnten ihre Wohnungsmieten nicht mehr bezahlen und wurden von den Vermietern zwangsgeräumt. Daher wurden am Tönniesberg im Stadtteil Bornum – ähnlich wie am Welfenplatz – Notunterkünfte für Hunderte von Familien eingerichtet. Die primitiven Behausungen der Tönniesbergsiedlung bestanden vor allem aus ausrangierten Eisenbahnwaggons, in denen zeitweilig bis zu 600 Menschen hausten. Jedem „Bewohner“ standen höchstens 4 Quadratmeter überdachte Wohnfläche zu. Die Familien litten zusätzlich unter Zugluft, Feuchtigkeit und Schimmelpilz, und noch im Jahr 1933, zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus, wohnten in der Tönniesbergsiedlung „144 Familien mit 263 Kindern in 50 Eisenbahnwaggons“.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de