Alle Artikel mit dem Schlagwort: Haus der Region

Koffer packen – Woher kommt das Fernweh?

Die nächste Matinee im Foyer am 11. Juni Wie Marco Polo auf der Seidenstraße bis nach China reisen. Wie Alexander von Humboldt dem Orinoco folgen. Wie Gertrude Bell in der Wüste kampieren. Ist es Abenteuerlust, ist es Neugier, die die Menschen in die Ferne zieht? Tatsache ist: Die Deutschen gehören nach wie vor zu den Reise-Weltmeistern. Nur die Chinesen bringen es seit 2012 auf mehr Reisen – dank der Bevölkerungszahl. Laut dem Statistikportal Statista waren 2015 mehr als 53,4 Millionen deutsche Urlauber insgesamt 1,7 Milliarden Tage reisend unterwegs. Knapp ein Viertel setzt auf Deutschland als Reiseland, den Rest zieht es in Ausland. Warum ist das so? Was reizt uns am Fremden? Weshalb suchen wir die Erholung eher in der Ferne als daheim? Spannende Fragen kurz vor Beginn der Sommerferien. Wer schon auf gepackten Koffern sitzt, kann sich kurz vorm Abflug noch einmal mit der Frage beschäftigen, warum er seinen Urlaub nicht auf Balkonien verbringt: bei der nächsten Matinee im Foyer am Sonntag, 11. Juni, um 11 Uhr im Regionshaus, Hildesheimer Str. 18, in Hannover. Das …

Wannsee Konferenz

Die Wannseekonferenz – Der Weg zur „Endlösung“

Vortrag von Prof. Dr. Peter Longerich Am 20. Januar 1942 kamen 15 hochrangige Vertreter des NS-Staates auf Einladung von Reinhard Heydrich in einer luxuriösen Villa am Wannsee zusammen, um über die „Endlösung“ der „Judenfrage“ zu beraten: Man entschied, so dokumentiert es das Protokoll, insgesamt elf Millionen Menschen zu deportieren, sie mörderischer Zwangsarbeit auszusetzen und die Überlebenden und Nichtarbeitsfähigen auf andere Weise zu ermorden. Peter Longerich zeigt, wie die Führungsinstanz des „Dritten Reiches“ aus einer vagen Absicht zur Vernichtung der Juden ein konkretes Mordprogramm entwickelte und welche Bedeutung der Wannseekonferenz im Kontext des Holocaust zukommt. Termin: Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr Ort: Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover Eintritt frei Nächster Termin: Die Wannseekonferenz Filmvorführung aus Anlass des 75. Jahrestages der Konferenz Die Besprechung am 20. Januar 1942 dauerte nicht lange, denn sie hatte nur einen einzigen Tagesordnungspunkt: die so genannte „Endlösung der Judenfrage“. Als an jenem Dienstag 15 ranghohe Vertreter von SS und Ministerialbürokratie am Großen Wannsee in Berlin zusammentrafen, besprachen sie den Tod von Millionen Menschen in Europa. Das Ergebnisprotokoll der Wannsee-Konferenz …

Ausstellung Menschenbilder

Schauplatz für regionale Kunst: Ausstellung „Menschenbilder“

Malerei, Zeichnung und Plastik von Brigitte Schrage im Regionshaus vom 17.11. bis 17.02.2017 Am Donnerstag, 17. November, wird ab 18.30 Uhr am Schauplatz für regionale Kunst im Haus der Region, Hildesheimer Straße 20 in Hannover, die Ausstellung „Menschenbilder“ mit Arbeiten der Hannoveranerin Brigitte Schrage eröffnet. Ihre „Menschenbilder“ setzt sie mit expressiver Farbigkeit kraftvoll in Szene. Vordergründig wirken manche von ihnen wegen ihrer reduzierten Darstellung oder des träumerisch-dekorativen Dekors naiv. Auf den zweiten Blick offenbaren sich jedoch ein raffinierter Umgang mit der Farbe und eine gestalterische Sicherheit, die die vielen Gemütslagen der menschlichen Existenz wie Verlorenheit, Versunkenheit, Hoffnung oder Besorgnis präsent werden lässt. Brigitte Schrage studierte Freie Kunst an der Fachhochschule Hannover. Sie wurde mit dem Villa-Minimo-Stipendium des Kunstvereins Hannover ausgezeichnet und erhielt zweimal in Folge ein Jahresstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Jamaica. Die Ausstellung ist bis zum 17. Februar 2017 zu den folgenden Zeiten zu sehen: montags bis donnerstags 8-17 Uhr, freitags 8 bis 16 Uhr. Infos für weitere Besuchsmöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 0511 616-22010. Der Eintritt ist frei. Haus der Region …

A-WA (Foto: Hassan Hajjaj)

Programm der Gedenkstätte Ahlem im September

Der deutsche Angriff auf Polen Vortrag von Dr. Alexa Stiller Termin: Donnerstag, 1. September, 19 Uhr Ort: Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover Eintritt: frei Die ersten Personen, die die deutsche Wehrmacht und die Sicherheitsorgane im Zuge der Besatzung Polens internierten, deportierten und ermordeten, waren so genannte Aufständische. Darunter subsumierten die militärischen und zivilen Dienststellen die gesamte polnische und jüdische Intelligenzija, d.h. nicht nur die staatliche, sondern auch die gesellschaftliche und religiöse Funktionselite. In den Fokus der Verfolgung gerieten darüber hinaus Personen, die als „Deutschenhasser“ galten, in der Zwischenkriegszeit Zugewanderte und „rassisch Minderwertige“. In ihrem Vortrag verdeutlicht Dr. Alexa Stiller, wie diese Verfolgungsmaßnahmen mit den deutschen Annexions-, Germanisierungs- und Siedlungsinteressen zusammenhingen. Welche Formen der Massengewalt die verschiedenen deutschen Akteure (Militär, Einsatzgruppen, Zivilverwaltung, Hilfspolizei/„Volksdeutsche“, etc.) anwendeten, warum die frühen Massenerschießungen beendet wurden und welche Konsequenzen daraus für die weitere deutsche Besatzungsherrschaft erwuchsen, sind weitere Vortragsschwerpunkte. Dr. des. Alexa Stiller ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte in globaler Perspektive am Historischen Institut der Universität Bern. Derzeit bereitet sie ihre Dissertation „Germanisierung und Gewalt: Nationalsozialistische …

Programm der Gedenkstätte Ahlem im Juni

Filmdokumente der NS-Zeit in Niedersachsen Vortrag mit Dr. Dirk Alt Termin: Donnerstag, 9. Juni 2016, 19 Uhr Ort: Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover, Eintritt: frei In seinem Vortrag zeigt der Historiker, Autor und Dokumentarfilmgestalter Dr. Dirk Alt unterschiedlichste regionalgeschichtliche Filmdokumente aus der NS-Zeit, die schlaglichtartig das Alltagsleben im totalitären Staat und unter Kriegsbedingungen zeigen – mit Schwerpunkt auf privat gedrehten Aufnahmen statt Propagandafilmen. Die Herkunft der Filmmaterialien sowie die Überlieferungsproblematik sind ebenfalls Vortragsinhalte. Dr. Dirk Alt, Jahrgang 1982, promovierte 2012 am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover mit einer Studie über „Frühe Farbfilmverfahren und NS-Propaganda“. In den Jahren 2014/15 produzierte er einen zweiteiligen Dokumentarfilm über „Niedersachsen im Dritten Reich“. „Nur ein kleiner Maler“ – die Lebensgeschichte von Curt Frankenstein Film und Videoinstallation Termin: Sonntag, 19. Juni 2016, 15 Uhr Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover Eintritt: frei In dem Film erinnert Curt Frankenstein an die für ihn wichtigsten Ereignisse seines Lebens: Geboren in Hannover, wuchs er in der Podbielskistraße auf – mit Blick auf die Eilenriede. Oft war er mit seinen …

Das Ohr zur Welt: Wer gut hören kann, hat mehr vom Leben. (Foto: Region Hannover)

Vortragsreihe „Das Ohr zur Welt“: Renommierte Expertin und Experten sprechen über das Hören

Vortragsreihe der Hörregion beginnt am 11. Mai – Fünf Termine bis Dezember Unter dem Titel „Das Ohr zur Welt – die Welt im Ohr“ lädt die Hörregion in diesem Jahr zu fünf hochkarätigen Vorträgen im Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, in Hannover ein. Zu Gast sind eine Professorin und Professoren aus Hannover, deren Renommee bundesweit oder sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus reicht. Auf anschauliche und spannende Weise stellen sie die verschiedenen Facetten des Hörens aus Sicht der Biologie, Musikwissenschaft, Neurologie, Medizin, Sportwissenschaft und Physik vor. Die Vorträge richten sich an das allgemein interessierte Publikum und finden jeweils mittwochs um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Den Auftakt macht Prof. Dr. Elke Zimmermann vom Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover am Mittwoch, 11. Mai 2016, 19 Uhr, mit dem Vortrag „Die Evolution des Hören – Was uns Tiere über unser Ohr zur Welt verraten“. Sie vermittelt – auch anhand von Bild-, Ton- und Videobeispielen – einzigartige Einblicke in die Welt des Hörens bei Tieren und schlägt dabei den Bogen zu …