Stadtteil Vinnhorst

Eisenbahnbrücke über den Mittellandkanal in Vinnhorst

Eisenbahnbrücke über den Mittellandkanal in Vinnhorst

Vinnhorst wird im Norden begrenzt durch die A2, im Südwesten durch die Schulenburger Landstraße, im Osten durch die Gleise der Hafenbahn und den Mittellandkanal und im Süden durch den Erlenweg. Das im Süden von Vinnhorst gelegene Wohngebiet Friedenau am Kanal zwischen Friedenauer Straße, Schulenburger Straße und Erlenweg gehörte bis 1974 zur Stadt Langenhagen Ortsteil Brink.

Der Stadtteil verdankt seine Entstehung zwei Bauernstellen aus dem frühen Mittelalter, die im 12. Jahrhundert als „Hoff to der Vynhorst“ und „Hoff der Dörlinge“ erstmals urkundlich erwähnt wurden. Jahrhunderte hindurch war Vinnhorst eine kleine Landgemeinde bis um 1900 die Firma J. H. Benecke ihren Betrieb hierher verlegte. An der Beneckeallee nahe der Kanalbrücke steht ein 1921–1922 vom Architekten des Expressionismus Hans Poelzig errichteter Klinkerbau. Der in vielen Poelzig-Publikationen erwähnte Lagerschuppen in der Nähe des Klinkerhauses wurde im Juni 1997 abgerissen. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand westlich des Ortes mit dem Bau des Kurhauses Mecklenheide die erste Außensiedlung. Im Jahre 1903 wurde die Gemeinde Vinnhorst ein selbstständiges Gemeinwesen mit eigener Verwaltung. Eine rege Bautätigkeit setzte um 1922 mit der Gründung des Vinnhorster Bauvereins ein, die zum Entstehen des Ortsteils Friedenau führte. Eingemeindet wurde der Ort am 1. März 1974 im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform. Am 27. September 1997 feierte der Stadtteil seine 600-Jahr-Feier.

Sportmöglichkeiten gibt es unter anderem beim TuS Vinnhorst, beim Vinnhorster Tennisverein, beim TTC Vinnhorst und beim 1907 gegründeten Schützenverein Vinnhorst. Zudem sorgt die 1902 gegründete Freiwillige Feuerwehr, die 1974 mit der Eingemeindung an die Stadt Hannover der Feuerwehr Hannover angehört, für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. In Vinnhorst befinden sich die evangelisch-lutherische St.-Andreas-Kirche, die katholische St.-Hedwig-Kirche und eine Moschee. Seit März 2014 gibt es am Mittellandkanal zwischen den Brücken Friedenauer Straße und Beneckeallee einen 5-teiligen Skulpturenpfad mit in Baumstümpfe gearbeiteter Holzschnitzerei, geschaffen von Martin Bode.

Strukturdaten für den Stadtteil Vinnhorst/Brink-Hafen

(Stand 2019)

Fläche (in ha): 483
Einwohner: 7199
Bevölkerungsdichte (Einw. je ha): 15
unter 18 Jahre (in %): 18,7
über 60 Jahre (in %): 25,6
Migrationshintergrund (in %): 36,4
Geburtenrate (je 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter): 61,2
Sterberate:Sterbefälle (je 1.000 Einw.): 7
Wohngebäude: 1402
Wohnungen: 3450
Wohnfläche (je Einw.): 40
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 2696
Arbeitslose (in %): 6,6
Empfängervon Transferleistungen (in %): 16,7
Zugelassene KFZ: 6426

Straßenverzeichnis Stadtteil Vinnhorst

Stadtplan

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Bildquellen

  • Eisenbahnbrücke über den Mittellandkanal in Vinnhorst: Von losch - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link