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CSD Kulturtage 2021

Auch dieses Jahr finden im November/Dezember wieder die CSD.Kulturtage statt. Die Queeren Kulturtage sollen die Belange der LGBTIQ* Community sichtbar machen und dafür sensibilisieren.

Auszüge aus dem Programm

Dragstreet Boys Workshop21. November, 14:30 – 18 Uhr: Dragworkshop mit den Dragstreet Boyz

Wolltest du schon immer mal wissen, wie du mit Bart aussehen würdest? Würdest du gerne mehr mit Vorstellungen von Geschlecht spielen, aber traust dich noch nicht so richtig? Bleiben deine Augenbrauen einfach nicht kleben und die Wimpern hängen schief? Dann hast du hier die Gelegenheit, dir von fachkundigen Drag-Performern ein paar Tipps zu holen – egal ob du noch nie einen Pinsel in die Hand genommen oder schon erste Gehversuche in Stöckeln gemacht hast.

Die Dragstreet Boyz sind eine sechsköpfige Drag King-Kombo aus Berlin/Brandenburg, die seit sechs Jahren gemeinsam und z.T. auch solo auf der Bühne stehen. Wir spielen mit Männlichkeiten – und manchmal Weiblichkeiten – von Boyband bis Operntenor und legen dabei immer Wert darauf, Spaß und Aktivismus zu vereinen.

Putzen der Stolpersteine13. November 2021, 11:00 Uhr: Putzen der Stolpersteine

Zwölf Stolpersteine in Hannover erinnern an die Verfolgung Homosexueller durch die Nationalsozialisten. Wir machen uns auf dem Weg – mit Fahrrad und Putzzeug – um die Steine wieder zum Glänzen zu bringen. 

Die Stolpersteine in Hannover gehören zum Projekt des Künstlers Gunter Demnig. 1992 begann er kleine Gedenktafeln, die sogenannten Stolpersteine, zu verlegen. Mit ihnen soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind.

 

Tricoteuses bis Pussy Hats14. November 2021, 15 Uhr: Tricoteuses bis Pussy Hats

In Kooperation mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen.

Stricken zwischen politischer Intervention und Subversion

Vortrag mit Diskussion

Trotz des großen Strick-Revivals in den 1980er Jahren und Strickcafés in vielen
Großstädten seit den 2010er Jahren haftet den Handarbeiten noch immer der
Ruf des Verstaubten und Spießigen an. Mit Handarbeiten verknüpfen wir
trutschige Oma-Kränzchen und Beschäftigungstherapie für höhere Töchter –
brav, bieder, lieblich. Dass in dieser vermeintlich angepassten Tätigkeit großes
subversives Potential schlummert, ist jedoch weitgehend unbekannt.


Emma Leiss gibt in ihrem Vortrag Einblicke in die Historie des politischen Strickens und befasst sich mit politischen Akteurinnen, die in einer männlich dominierten Geschichtsschreibung weitgehend unsichtbar geworden sind. Die Reise beginnt bei strickenden Revolutionärinnen, führt zu in Strickstücken
verborgenen Morsecodes und endet in einer klaren Kampfansage an Donald Trump. Soviel wird klar: Sollte das Stricken noch einmal brav, bieder und lieblich daher kommen, dann nur zur Tarnung.

Gefährliche Liebe10. November 2021, 19:00 Uhr: Gefährliche Liebe – Vorstellung zweier Stolpersteinbiographien

In Kooperation mit dem ZeitZentrum Zivilcourage und der Landeshauptstadt Hannover.

Eine Veranstaltung mit der Städtischen Erinnerungskultur Hannover für alle historisch interessierte Personen und darüber hinaus!  

Der Travestiekünstler Friedel Schwarz wurde vom nationalsozialistischen Regime als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher“ verurteilt, der Konditor Karl Wrampe als „wehrunwürdiger Kriegstäter“. Die Lebenswege der beiden Männer sind Zeugnisse der Verfolgung im Nationalsozialismus und darüber hinaus.  

Queer im Kaiserreich und der Weimarer Republik – wie war das? Seit wann galt Homosexualität als Verbrechen? Warum galten schwule Soldaten als „wehrunwürdig“? Was durfte man überhaupt? Wurden Frauen und Männer im Nationalsozialismus unterschiedlich verfolgt? 

 

Das komplette Programm gibt es hier: www.hannovercsd.de/kulturtage-2021/

Bildquellen:

  • Dragstreet Boys Workshop: Andersraum e.V.
  • Putzen der Stolpersteine: Andersraum e.V.
  • Tricoteuses bis Pussy Hats: Andersraum e.V.
  • Gefährliche Liebe: Andersraum e.V.
  • CSD-Kulturtage 2021: Andersraum e.V.