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Explosionsunglück von Linden

Luftbild des Unglücksortes in Linden

Luftbild des Unglücksortes in Linden

Beim Eisenbahnunfall von Linden explodierte am Sonntag, dem 22. Juni 1969, gegen 8:05 Uhr im Bahnhof Hannover-Linden ein in Brand geratener Güterwagen der Belgischen Staatsbahn (SNCB), der mit Munition für die Bundeswehr beladen war. Die Explosion tötete vier Bahnbeamte und acht Feuerwehrmänner.

Es ist Sonntagmorgen, als die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Um kurz nach 8 Uhr geht ein Notruf bei der Feuerwehr in Hannover ein. Im Bahnhof Linden am Fischerhof brennt ein Güterwagen. Dass es sich bei dem Zug um einen Munitionstransport handelt, wissen die Einsatzkräfte da noch nicht. 216 Granaten für Panzerhaubitzen der Bundeswehr liegen im Wagen Nummer 35. Als die Rettungskräfte gerade eintreffen sind, beginnt das Inferno. Die Ladung mit einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen explodiert. Zwölf Menschen, acht Feuerwehrleute und vier Bundesbahner, sterben. 40 Menschen werden verletzt, Feuerwehrwagen von Splittern durchlöchert. Die Explosion verursacht einen Krater von 15 Metern Durchmesser. In der Umgebung kam es an Fahrzeugen und Lagerhallen zu Bränden. Noch in drei Kilometern Entfernung wurden Splitter gefunden und Scheiben zerstört. Der Schaden lag bei etwa 40 Millionen D-Mark.

Im Feuerwehrmuseum Hannover wird das Unglück eingehend beschrieben.

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