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Hanomag verkauft ein Drittel vom Betriebsgelände

Für 50 Mill. DM verkauft die Hanomag am 05. Februar 1991 ein Drittel ihres 45 ha großen Betriebsgeländes in Linden an die Münchener Fa. Doblinger Industriebau AG, die dort einen Bürokomplex errichten will. Zu den verkauften Flächen gehören die Gebäude entlang der Göttinger Straße, darunter die „Music Hall“ und die denkmalgeschützte Halle 9.

Das weitläufige Werksgelände im Stadtteil Linden-Süd wurde in dern 80er Jahren zu einer Industriebrache, die nur in kleinen Bereichen weitergenutzt wurde. Das ehemalige Werksgelände wurde eine Mischung aus Industriebrache und Umnutzung durch Baumärkte, Autoteilehandel, Kfz-Prüfdienst und Verwaltungsbauten von Polizei und Universität.

Die „U-Boot-Halle“ beherbergte nach Nutzung als Lagerraum und einem längeren Leerstand in den 1980er und 1990er Jahren die „Music Hall“ und von 1993 bis 1998 den Technoclub „Cyberhouse“. Seit 2010 wird die denkmalgeschützte Halle von Einzelhändlern wie Rewe und Stadler genutzt.

Ab 1974 war in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude Hanomagstraße 8 die neu geschaffene Fakultät für Rechtswissenschaften der Technischen Universität Hannover (ab 1978 Universität Hannover) untergebracht. Die juristische Fakultät zog 1995 auf den Conti-Campus am Königsworther Platz. Anschließend beherbergte das Verwaltungsgebäude ein Institut der Fachhochschule Hannover. Das Land Niedersachsen suchte jahrelang einen Käufer für das 1921 errichtete und mittlerweile stark verfallene Haus. Mittlerweile sind in dem Gebäude 56 Eigentumswohnungen errichtet worden.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de