proKlima-Saison 2023 startet mit Energiespar-Sonderförderung für Vereine

Sonderförderprogramm für Energiesparmaßnahmen

Sonderförderprogramm für Energiesparmaßnahmen

Der enercity-Fonds proKlima startet in sein 25. Jubiläumsjahr mit einem Sonderförderprogramm für kurzfristige und kostengünstige Energiesparmaßnahmen in gemeinnützigen Organisationen. Die Landeshauptstadt und enercity stellen zusätzlich zum Jahresbudget in Höhe von rund 3,32 Millionen Euro ein Sonderbudget zur Verfügung.

Die am 1. Januar beginnende Sonderaktion zielt auf die schnelle und unbürokratische Förderung von kostengünstigen Energiesparmaßnahmen bei Vereinen, sozialen Einrichtungen, Kitas und Kultureinrichtungen ab. Das Sonderförderprogramm geht auf eine Initiative der Landeshauptstadt Hannover zurück, die 200.000 Euro für Energiesparmaßnahmen in Hannover bereitstellt. „Mit der finanziellen Unterstützung helfen wir gezielt Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen, die unter den hohen Energiekosten leiden“, sagt Ratsherr und proKlima-Kuratoriumsvorsitzender Dr. Bala S. Ramani. „Diese Maßnahme ist Teil unseres Stabilitätspakets ‚Gemeinsam durch die Krise‘, mit der wir den für unsere Gesellschaft wichtigen Institutionen durch die schwere Zeit helfen wollen. Zugleich ist es ein weiterer Beitrag für den Klimaschutz“, betont Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover.

Von enercity gibt es zusätzlich zum Beitrag für das Jahresbudget ein 65.000 Euro Sonderbudget für Energiesparmaßnahmen in den fünf benachbarten proKlima-Städten Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. „Energiesparen ist das Gebot der Stunde und enercity ist das Engagement in der Region Hannover ein ganz besonderes Anliegen. Deshalb unterstützen wir hier vor Ort unsere Kundinnen und Kunden und damit auch die Vereine und Kommunen besonders beim Thema Energiesparen“, sagt enercity-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva. Stellvertretend für die Umlandkommunen würdigt Mirko Heuer, Bürgermeister der Stadt Langenhagen, die Jubiläumsaktion: „Die Aktion ist ein Beleg für die gelungene, seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft und stärkt das proKlima-Gemeinschaftsmodell.“

Bei Eigenleistung reine Materialkostenerstattung

Förderfähig sind bei dieser Aktion zum Beispiel LED-Leuchtmittel, die „nicht-energiesparende“ Leuchtmittel ersetzen, intelligente Beleuchtungssteuerungen und smarte Heizungsthermostate sowie warmwassersparende Perlatoren oder wassersparende Duschköpfe. Im Wärmesektor sind der hydraulische Abgleich oder Dämmmaßnahmen an Heizungsrohren zu nennen. Die Förderung umfasst 90 Prozent der Kosten bis maximal 2.000 Euro Zuschuss (die Mindestförderung muss 100 Euro betragen). Es sind Eigenleistungen zugelassen, daher werden die auch reinen Materialkosten gefördert.

Förderprogramm 2023: Booster für die Wärmewende in den Heizungskellern

Im regulären proKlima-Förderprogramm sind 3,57 Millionen Euro für das kommende Jahr aufgelegt. Rund 3,3 Millionen Euro davon sind für die Breitenförderung vorgesehen. Den Schwerpunkt der Angebote bildet die Wärmewende. Rund 2,5 Millionen Euro für Fördermittel stehen für Wärmepumpen und für den Anschluss an die umweltfreundlichen leitungsgebundenen Wärmenetze zur Verfügung. „So können immer mehr Menschen mit auf den Weg zu weniger Abhängigkeit von fossilen Energien gehen und bringen gleichzeitig den Klimaschutz voran“, sagt Matthias Wohlfahrt, Leiter der Geschäftsstelle von proKlima. Auch interessant: Rund eine halbe Millionen Euro gibt es für Photovoltaik im Fördergebiet ganz gezielt für die so genannte Dach-Voll-Belegung.

Aktuelle Infos zur proKlima-Förderung 2023 (ab 01.01.2023 online und Antragstellung möglich): www.proklima-hannover.de/foerderung

Hintergrundinformationen zum enercity-Fonds proKlima

proKlima – Der enercity-Fonds

Der im Juni 1998 gegründete Klimaschutzfonds proKlima ist bis heute europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie der enercity Netz GmbH.

Ideelle Partner sind Handwerkskammer Hannover, Bundesverband der Energieabnehmer e.V., Thüga AG, Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. und Bürgerinitiative Umweltschutz e.V.

Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt der enercity-Fonds proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom.

Ein Schwerpunkt der Förderprogramme ist das energieeffiziente Bauen und Modernisieren. Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmungen, der Austausch von Fenstern, die effiziente Wärmeerzeugung mit Fernwärme und Wärmepumpen sowie die Stromerzeugung mit Solarenergie. proKlima setzt sich zudem für die Etablierung des zukunftsfähigen Passivhaus-Standards mit lokaler erneuerbarer Energieversorgung ein. Darüber hinaus gehört die Unterstützung von Schulen, Vereinen und Institutionen bei der Anschaffung von Info- und Unterrichtsmaterialien, Modellanlagen und Durchführung von Veranstaltungen zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz, erneuerbare Energien und CO2-Footprint zu den Aufgaben des enercity-Fonds.

Bildquellen:

  • Sonderförderprogramm für Energiesparmaßnahmen: enercity - Foto: Janko Woltersmann