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Arthur Menge zu drei Jahren Gefängnis verurteilt

Der ehemalige Oberbürgermeister Arthur Menge wird am 28. Februar 1945 vom Volksgerichtshof zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Arthur Menge (1884-1965) war von 1925 bis 1937 Oberbürgermeister von Hannover. Menge war zeitweise Förderndes Mitglied der SS und gilt daher nicht als lupenreiner Demokrat. Die TAZ fragt daher nicht ohne Grund „Wer war Arthur Menge?„. Das Team Erinnerungskultur der Stadt Hannover interpretiert es allerdings als taktisches Zugeständnis, um ohne Mitgliedschaft in der NSDAP weiter das Amt des Oberbürgermeisters bekleiden zu können. Nach der Nicht-Wiederwahl im August 1937 unter Druck war Menge als juristischer Direktor der Kapital-Versicherungs-Anstalt Hannover tätig. Im Februar 1943 schloss er sich auf Ratschlag Carl Friedrich Goerdelers dem Widerstand gegen Hitler an. Nach dem gescheiterten Attentat am 20. Juli 1944 verhaftete man Menge einen Tag später in Bad Kissingen und verurteilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus.

Die Straße Arthur-Menge-Ufer war ursprünglich während der Gestaltung des Maschsees 1937 angelegt worden und anfangs nach seiner Lage Nordufer benannt. Von 1943 bis zu ihrer Rückbenennung 1945 hieß die Straße von-Tschammer-und-Osten-Straße nach dem NS-Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten. 1977 wurde sie umbenannt nach dem hannoverschen Oberbürgermeister. Ein Teil dieser Straße wurde am 17. Januar 2011 in Robert-Enke-Straße umbenannt.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de