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Ernst August von Hannover

Der Name Ernst August zieht sich durch die Oberhäupter des Hauses Hannover der Welfenfamilie. Seit 1771 Ernst August I. diesen Namen trug folgten ihm weitere vier Prinzen oder Kronprinzen.

Ernst August I.

Ernst August war der umstrittenste der Söhne Georgs III. Er galt als erzreaktionär und stellte sich gegen die Katholikenemanzipation (Catholic Emancipation Bill), die 1828 vom Premierminister, dem 1. Duke of Wellington, vorangetrieben wurde.

Am 20. Juni 1837 starb Wilhelm IV., König von Großbritannien und Irland. Da er – wie zuvor schon sein Bruder Georg IV. – keine erbberechtigten Nachkommen hinterließ, folgte ihm seine Nichte Victoria, das einzige Kind Prinz Eduards, des verstorbenen Dukes of Kent and Strathearn und vierten Sohnes von Georg III., auf den Thron. In Hannover galt allerdings das Salische Gesetz, das eine männliche Erbfolge vorsah. Deshalb konnte Victoria nicht auf dem hannoverschen Thron nachfolgen. Statt ihrer wurde ihr Onkel Ernst August, Duke of Cumberland and Teviotdale, im Alter von 66 Jahren König von Hannover. Damit war die 123-jährige Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover beendet.

Sein Reiterstandbild steht vor dem Hauptbahnhof Hannover und man trifft sich noch heute dort „Unterm Schwanz„.

Ernst August Prinz von Hannover

Ernst August Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg Königlicher Prinz von Großbritannien und Irland. (Geboren am 26. Februar 1954 in Hannover) Er gilt als Familienoberhaupt des ehemals königlichen Hauses Hannover und des früheren herzoglichen Hauses von Braunschweig.

Er ist ein Nachkomme der Welfen und ein Urenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. über dessen einzige Tochter Viktoria Luise von Preußen. Er besitzt die deutsche, österreichische und britische Staatsangehörigkeit.

Schlagzeilen machte er immer wieder durch allerlei Skandale, wie der Pinkelprinz Affäre zur EXPO 2000 und natürlich durch seine Heirat mit Prinzessin Caroline von Monaco aus dem Hause Grimaldi.

Im Jahr 2004 übertrug Ernst August den land- und forstwirtschaftlichen Besitz des Hauses Hannover in Deutschland und Österreich, darunter auch das Schloss Marienburg, das benachbarte Hausgut Calenberg, das Fürstenhaus in Hannover-Herrenhausen sowie den Exilsitz der Familie in Gmunden, seinem Sohn Ernst August, der seit 2012 die Verwaltung leitet und auch zunehmend die Repräsentation des Welfenhauses wahrnimmt.

Bildquellen:

  • Ernst August I.: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ernst_August_I._(Hannover)@Residenzmuseum_Celle20160708.jpg