Kunstwerke, Südstadt-Bult

Fackelträger-Säule

Am Nordufer des Maschsees steht die markante Fackelträger-Säule. Nebne dem Hellebardier von Alexander Calder der augenfälligste Blickfang. Im Zuge der geplanten Verschönerungsarbeiten für das Maschsee-Nordufer hatte der hannoversche Senator Fritz Beindorff einen mit 50.000 Reichsmark dotierten Wettbewerb ausgelobt. Der Bildhauer Hermann Scheuernstuhl entschied den Wettbewerb mit seinem Entwurf für sich. Die Skulptur sollte ursprünglich ein Denkmal für den bau des Maschsee Hannover setzen und dafür war sie auch rechtzeitig zur Einweihungsfeier des Sees am 21. Mai 1936 fertiggestellt. Im selben Jahr wurden jedoch auch die Olympischen Spiele 1936 ausgetragen. Zeitgenossen interpretierten die Stele mit dem Fackelträger daher auch als „Symbol des sieghaften Künstlers einer neuen Zeit“.

Die Stele ist 18,5 Meter hoch. Auf deren Spitze ist die 20 Zentner schwere, 4,5 Meter große, vergoldete Figur mit der erhobenen Rechten zu sehen.

Am Fuß der Säule sind die Inschriften „Wille zum Aufbau gab werkfrohen Händen den Segen der Arbeit Freude, Gesundheit und Kraft spende fortan euch der See 1934–1936[5]“ und „Verkünderin des Guten und Starken“ zusammen mit dem Reichsadler, Lorbeerkranz und einem Hakenkreuz das 1945 entfernt wurde zu finden.

Stadttafel 135 zur Fackelträger-Säule

1937 stellte die Stadt die 4,5 m große Statue „Fackelträger“ von Hermann Scheuernstuhl (1894-1982) auf den bereits zur Einweihung des Maschsees 1936 errichteten 18 m hohen Pfeiler. NS-Kunst heroisierte „Gesundheit“ und „Kraft“. Die auf einer Kugel postierte nackte Figur nimmt Bezug auf den Hitlergruß und das olympische Feuer, das 1936 erstmals von Olympia zu den Spielen getragen wurde. Die „Siegessäule“ vereinnahmte den Bau des Sees und verherrlichte den NS-Staat mit der Inschrift am Sockel. 1945 wurde das Hakenkreuz herausgeschlagen.

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