Kunstwerke, Südstadt-Bult

Hellebardier von Alexander Calder

Hellebardier von Alexander Calder

Hellebardier von Alexander Calder

Die Skulptur Hellebardier von Alexander Calder, auch Guadeloupe genannt, steht am Nordufer des Maschsee Hannover. Der Mäzen Bernhard Sprengel stiftete der Stadt Hannover diese Plastik weil er fand, dass es dem „Straßenkunstprogramm“ in Hannover an internationalen Beiträgen mangele. Die Stahlplastik ist acht Meter hoch, misst in der Grundfläche etwa sechs mal sieben Meter und hat ein Gewicht von sechs Tonnen. Die in Deutschland einmalige rot lackierte Außenskulptur  wurde in Tours/Frankreich hergestellt und in Einzelteilen nach Hannover gebracht.

Mit Hilfe eines Krans wurde sie derzeit innerhalb von drei Tagen zusammengebaut und von der Stadt am  13. Juli 1972 vor dem Opernhaus Hannover aufgestellt. Dort konnte man sich nicht mit ihr anfreunden, weswegen sie im Oktober 1978 an den Maschsee versetzt wurde. Dort stellt sie sich als Beitrag der Moderne den dortigen Plastiken aus der Zeit des Nationalsozialismus, wie der Fackelträger-Säule und dem Fisch mit reitender Putte von Hermann Scheuernstuhl, entgegen. Seit dem Juli 2020 erstrahlt der Hellebardier vor dem Sprengel Museum wieder in perfektem Calder-Rot. Die Restaurierung mit dem speziellen Rotfarbton kostete rund 45.000 Euro.

Der Künstler

Alexander Calder ist 1898 in Philadelphia geboren und 1976 in New York gestorben. Er absolvierte zunächst ein Ingenieursstudium, um dann doch in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Seine Mutter war Malerin, sein Vater und Großvater waren angesehene Bildhauer. Nach einer Ausbildung zum Zeichner an einer New Yorker Kunstschule wird er 1925 Zeichner der Police Gazette in New York. Bei einer Reise nach Europa 1929 bis 1933 lernt unter anderem die Künstler Joan Mirò, Fernand Léger und Piet Mondrian kennen und freundet sich mit ihnen an. Nach seiner Rückkehr in die USA schafft er unter diesen Eindrücken 1933 sein erstes windbewegtes Mobilé. 1937 nimmt er an der Weltausstellung in Paris teil, für die er eine Quecksilber-Fontäne für den spanischen Pavillon realisiert die dort neben Picassos Guernica gezeigt wird. 1938 trägt er zur Weltausstellung in New York ein kunstvolles Wasserspiel bei. 1952 gewinnt Calder auf der Biennale in Venedig den großen Preis der Bildhauerei. Alexander Calder zählt zu den international bedeutendsten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Seine monumentalen Außenskulpturen stehen heute unter anderem auf dem John F. Kennedy International Airport und im Museum of Modern Art in New York, vor dem Hauptsitz der UNESCO in Paris, in Chicago und Mexiko City. In Deutschland finden sich Außenskulpturen in Stuttgart, Berlin und in Hannover.

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