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Gründung von Hannover 96

Die Gründung von Hannover 96 fand am 12. April 1896 als Hannoverscher Fußball-Club von 1896 (HFC) statt. Trotz der Namensgebung des Vereins wurde zunächst wie in den meisten Vereinen Rugby gespielt, ehe der Verein sich 1899 dem in Deutschland populärer werdenden Fußballspiel widmete. Erst 1901 wurde aus dem Rugbyclub ein Fußballverein.

1963 wurde Hannovers Antrag auf Eingliederung in die neu gegründete Bundesliga abgelehnt. Neben der direkten, sportlichen Qualifikation galten die sportlichen Leistungen gemäß der Zwölfjahreswertung sowie die wirtschaftliche Situation des Vereins als Kriterien für die Teilnahme an der Bundesliga. Hierbei zog Hannover 96, wenn auch knapp und in der formalen Wertung äußerst umstritten, den Kürzeren gegenüber Eintracht Braunschweig. Diese „Niederlage“ am grünen Tisch gegen den niedersächsischen Nachbarn aus Braunschweig wurde zum Anstoß einer bis heute bestehenden Rivalität zwischen den Fans dieser beiden Vereine.

Die Vereinshymne ist Alte Liebe. Wie die Hyme entstanden ist kann man in einem Interview auf der Seite von Hannover 96 nachlesen.

Deutscher Meister

In der Saison 1937/38 wurde Hannover 96 zum ersten Mal Deutscher Meister im Fußball. Die Mannschaft erreichte das Endspiel durch ein 3:2 nach Verlängerung im Halbfinale in Dresden gegen den Hamburger SV. Das Finale wurde am 26. Juni 1938 in Berlin ausgetragen. Gegner war die in den 1930er Jahren dominierende Mannschaft des FC Schalke 04, die als hoher Favorit galt. Vor mehr als 90.000 Zuschauern lautete das Ergebnis 3:3 nach Verlängerung. In der Wiederholung des Endspiels, am 3. Juli 1938 erneut in Berlin vor diesmal über 94.000 Zuschauern ausgetragen, stand es nach der regulären Spielzeit erneut 3:3. Hannover 96 gelang in der Verlängerung der Siegtreffer zum 4:3 n. V. und damit eine kaum für möglich gehaltene Sensation: Hannover 96 war deutscher Fußballmeister 1938.

Das Finale des 2. Meistererfolges wurde im Hamburger Volksparkstadion vor 80.000 Zuschauern ausgetragen. Kaiserslautern war klarer Favorit, da die Mannschaft viele Nationalspieler aufwies, die später in Bern zudem noch überraschend Fußball-Weltmeister 1954 werden sollten. In Hamburg gab es am 23. Mai 1954 ebenfalls ein Wunder – der Außenseiter Hannover 96 besiegte Kaiserslautern nach einem 1:1 zur Halbzeit mit 5:1 und wurde zum zweiten Mal deutscher Fußballmeister.

Die Aufstellung der Roten im Finale: Hans Krämer – Helmut Geruschke, Hannes Kirk – Werner Müller, Heinz Bothe, Rolf Gehrcke – Heinz Wewetzer, Rolf Paetz, Hannes Tkotz, Klemens Zielinski, Helmut Kruhl. Gehrcke vertrat den verletzten Willi Hundertmark.

Pokalsieger

Als Folge der Integration der Vereine aus der ehemaligen DDR trennte sich die 2. Bundesliga für die Saison 1991/92 in eine Süd- und eine Nordgruppe. In der letzteren belegte Hannover 96 den fünften Platz. Geprägt wurde diese Saison weniger von den Ligaspielen, sondern vielmehr vom erfolgreichen Auftreten im DFB-Pokal: Unter Leitung des Trainers Michael Lorkowski gelang es dem Verein als erstem Zweitligisten, den Pokal zu gewinnen. Die Mannschaft besiegte mit dem VfL Bochum, Borussia Dortmund, Karlsruher SC, Werder Bremen sowie im Finale Borussia Mönchengladbach dabei fünf Bundesligisten. Torwart Jörg Sievers avancierte zum Pokal-Helden, indem er sowohl im Halbfinale gegen Bremen (7:6 nach Elfmeterschießen) als auch im Finale (4:3 nach Elfmeterschießen) mehrere Elfmeter parieren konnte. Im Halbfinale hatte er den entscheidenden Elfmeter für Hannover zudem selbst verwandelt.

Die Spieler, die das DFB-Pokal-Finale für Hannover gewannen, waren: Jörg Sievers – Roman Wójcicki, Jörg-Uwe Klütz, Axel Sundermann – Michael Schjønberg, Oliver Freund, Jörg Kretzschmar, Karsten Surmann, Bernd Heemsoth (119. Matthias Kuhlmey) – Miloš Đelmaš, Michael Koch (68. Uwe Jursch).

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de