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Ricklinger Masch – Wunderbare Wasserwege

Wunderbare Wasserwege

Wunderbare Wasserwege

Seit 1953 ist die Ricklinger Masch Landschaftsschutzgebiet. Wasser ist eines der wertvollsten Güter und die Ricklinger Masch in Hannover ist voll davon. Hier fließen Leine und Ihme verbunden durch das Gauetwater und den schnellen Graben.

Viele Wassergewinnungsteiche sind von feuchten Röhrichtflächen umgeben. Schon in 1,5 Metern Tiefe stößt man hier auf Grundwasser. Daher wurde es auch bis in die Siebzigerjahre als Trinkwasser genutzt.

Nicht übersehen sollte man übrigens auf keinen Fall ein wahres Kleinod in der Nähe des Maschsees. Direkt an der Leine versteckt sich der Zauberwald Hannover und wartet darauf entdeckt zu werden.

An die Ricklinger Masch schließen sich die im Sommer beliebten Kiesteiche an. Bis zum Südschnellweg liegen der Dreiecksteich und der große Ricklinger Teich. Die Leinemasch mit vielen weiteren Teichen erstreckt sich bis weit in das Umland nach Wilkenburg und Harkenbleck.

Wasserkrieg in der Ricklinger Masch

Wasserfehdeweg

Wasserfehdeweg

Sogar einen regelrechten Wasserkrieg gab es hier zwischen Hannover und Ricklingen.

1651 baute die Stadt Hannover den „Schnellen Graben“ – eine Verbindung zwischen Leine und Beeke. Damit sollte der Wasserstand in der Stadt ausgeglichen und Überschwemmungen verhindert werden.

1717 wurde erneut seitens der Stadt an dem Verbindungsarm gebaut. Aber jede Befestigung und Erhöhung des hannoverschen Ufers gefährdete das sowieso schon tiefergelegene Ufer Ricklingens. Vorher war Ricklingen von Überschwemmungen verschont geblieben.

Dadurch kam es natürlich zum Streit: Was am Tag gebaut wurde, war am nächsten von den Ricklingern schon wieder zerstört worden. Das zuständige Amt Calenberg führte nun einen Prozeß gegen Ricklingen. Erst 1770 wurde ein Vergleich gefunden. Die Stadt Hannover mußte jetzt an Hochwassergeschädigte Wiedergutmachung zahlen.

Das Grundübel wurde dadurch allerdings nicht beseitigt. Viele Jahre hatte das Fidele Dörp Ricklingen mit dem Hochwasser der Leine zu kämpfen.

Heute erinnert der Waserfehdeweg – vom Ohedamm bis zur Döhrener Masch – an die damaligen Ereignisse.

Gauetwater und Ihme/Beeke

Links das Gauetwater und rechts die Ihme/Beeke

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