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Alte Bult Hannover

Alte Bult Hannover

Ein großer Teil der als Alte Bult Hannover bekannten Fläche ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Inzwischen ist das 203 Hektar große Gelände der ehemaligen Rennbahn von Sandmagerrasen geprägt, der zu den besonders geschützten Biotopen zählt. Darüber hinaus bieten Borstgrasrasen und mittelfeuchte Grünlandbereiche wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. So konnten sich seltene Arten von Heuschrecken und Kolonien von Wildbienen ansiedeln. Auch die Verbindung des Geländes mit dem unmittelbar südlich angrenzenden Stadtwald Eilenriede ist von großer Bedeutung für die im Wald lebenden Tiere, denn für Fledermäuse und Vögel ist die Alte Bult ein wichtiger Nahrungslieferant. Die Alte Bult ist eine beliebte Hundeauslauffläche im Stadtbezirk Südstadt-Bult. In der Nähe vom Kinderkrankenhaus auf der Bult liegt der im Jahr 1987 angelegte Hiroshima-Gedenkhain. Mit 110 Kirschbäumen erinnert er an die 110.000 Japaner, die während des Atombombenabwurfs am 6. August 1945 in Hiroshima ums Leben kamen. Die Grenze zur Südstadt bildet die Bahnstrecke mit dem Bismarckbahnhof. Der Bahnhof Bismarckstraße ist seit der Aufnahme des S-Bahn-Verkehrs nach Hildesheim im Dezember 2008 eine reine S-Bahn-Station. Etwas weiter Südlich des Bahnhofs am Rand der …

Kirschblüte im Hiroshimahain

Hiroshima-Gedenkhain

Der Hiroshima-Gedenkhain wurde im Jahr 1987 auf dem Gelände der früheren Pferderennbahn Alte Bult an der Eilenriede im Stadtteil Bult von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover angelegt. Er entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Hiroshima. 110 Kirschbäume erinnern hier an die 110.000 Soforttoten beim Atombombenabwurf 1945. Der Gedenkstein mit dem Bildnis der Friedensgöttin Kannon, ein Geschenk der Gesellschaft „Granitplatten für den Frieden“ aus Hiroshima, wurde am 11. Juni 1992, 8;15 Uhr, an dieser Stelle enthüllt. In einem begleittext schreibt die Gesellschaft: Im April lädt die Stadt Hannover nach japanischer Tradition während der Zeit der Kirschblüte Familie und Freunde zu einem Picknick unter blühenden Bäumen ein. Das Kulturbüro zusammen mit Vereinen und Initiativen organisiert jedes Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm. Von japanischer Kampfkunst über Kalligraphie, Origami, Musik und Manga-Präsentation bis zu kulinarischen japanischen Spezialitäten und der japanischen Teezeremonie ist für jeden etwas dabei. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen

Wunderbare Wasserwege

Ricklinger Masch – Wunderbare Wasserwege

Seit 1953 ist die Ricklinger Masch Landschaftsschutzgebiet. Wasser ist eines der wertvollsten Güter und die Ricklinger Masch in Hannover ist voll davon. Hier fließen Leine und Ihme verbunden durch das Gauetwater und den schnellen Graben. Viele Wassergewinnungsteiche sind von feuchten Röhrichtflächen umgeben. Schon in 1,5 Metern Tiefe stößt man hier auf Grundwasser. Daher wurde es auch bis in die Siebzigerjahre als Trinkwasser genutzt. Flyer Wunderbare Wasserwege Audiodateien Wunderbare Wasserwege Nicht übersehen sollte man übrigens auf keinen Fall ein wahres Kleinod in der Nähe des Maschsees. Direkt an der Leine versteckt sich der Zauberwald Hannover und wartet darauf entdeckt zu werden. An die Ricklinger Masch schließen sich die im Sommer beliebten Kiesteiche an. Bis zum Südschnellweg liegen der Dreiecksteich und der große Ricklinger Teich. Die Leinemasch mit vielen weiteren Teichen erstreckt sich bis weit in das Umland nach Wilkenburg und Harkenbleck. Wasserkrieg in der Ricklinger Masch Sogar einen regelrechten Wasserkrieg gab es hier zwischen Hannover und Ricklingen. 1651 baute die Stadt Hannover den „Schnellen Graben“ – eine Verbindung zwischen Leine und Beeke. Damit sollte der Wasserstand …

Scillablüte

Lindener Berg – 35 Meter ragt der Berg über das umliegende Stadtgebiet

Bis 1974 war der Lindener Berg mit 89 Metern über NN. die höchste Erhebung in der Stadt. Mit der Gebietsreform samt Eingemeindung des Kronsberg musste er diesen Titel abgeben. Zirka 35 Meter über das umliegende Stadtgebiet ragt der Berg hinaus. Geschichte des Lindener Berges 1392 entstand der Lindener Turm als Teil der Landwehr. Im Dreißigjährigen Krieg schlug der Feldherr Tilly am 25. Oktober 1625 auf dem Lindener Berg sein Lager auf. Von hier aus sandte er einen Trompeter als Unterhändler nach Hannover, um Aufnahme in der Stadt zu verlangen – was der hannoversche Magistrat jedoch verweigerte. Daraufhin kam es zu einem kleinen Scharmützel an der Ihmebrücke, nach dem die Tilly’schen Truppen zunächst in das Ricklinger Holz weiterzogen. 14 Tage später lagerte auf dem Berg wiederum das Tillysche Heer, dann jedoch zogen die Besatzer in Richtung Weser ab – ohne Hannover erobert zu haben. Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon sollte, nach einem Vorschlag von Georg L. F. Laves, der Lindener Berg zum Standort eines Waterloo-Monumentes werden. Dieser Vorschlag wurde allerdings nicht verwirklicht. Man errichtete das Monument …

Gipfelkreuz

Kronsberg – Hannovers höchste Erhebung

Der Stadtteil Kronsberg in Hannover liegt am südöstlichen Stadtrand. Der etwa sechs Kilometer lange Hügelrücken überragt die durchschnittliche Höhe Hannovers um 63 Meter. Der Aussichtshügel mit einer Höhe von 118 m ü. NN ist die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Ein Stück höher ist der bis 1982 aufgeschüttete Nordberg der Deponie Hannover, er wird im Volksmund als Monte Müllo bezeichnet. Mit einer Höhe von 121 m ü. NN zählt er aber trotzdem nicht als höchster Punkt, denn aufgrund der natürlichen Senkungen einer Deponie ist dies nicht gesichert. Der Stadtteil Kronsberg in Hannover Zwischen dem hannoverschen Messegelände und den Stadtteilen Bemerode und Wülferode wurde hier zu EXPO 2000 ein ganz neuer Stadtteil errichtet. Das Wohngebiet besteht aus rund 3000 Wohneinheiten in zwei- bis viergeschossiger Bauweise. Es ist ein ausgiebiges Infrastrukturangebot mit Schulen, Kindergärten, Läden, Stadtteilzentrum Krokus und dem Evangelischen Kirchenzentrum Kronsberg vorhanden. Durch eine flächensparende Bauweise, hohe Bebauungsdichte, klare Baukanten und kompakte Baukörper entstand ein städtischer Charakter mit vielfältiger Architektur. Erstmals wurde in Deutschland eine Wohnsiedlung mit über 70 ha Größe flächendeckend in Niedrigenergiehaus-Bauweise errichtet. Pro …

Berggarten Hannover

Der Berggarten Hannover liegt auf der anderen Straßenseite der Herrenhäuser Straße gegenüber des Großen Garten. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Der Garten wurde 1666 von Herzog Johann Friedrich als Küchengarten für den Gemüseanbau angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Herrenhäuser Schlosses. In den Schauhäusern und Themengärten des Berggartens im Stadtteil Herrenhausen sind gegenwärtig 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden, darunter die größte Orchideensammlung Europas. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Pflanzen zieren die Beete des Schmuckhofs im Berggarten. Die farbenprächtige Vielfalt erfreut das Auge zu jeder Jahreszeit. Die Themengärten bieten einen Rundgang von der Heide über den Wüstengarten bis ins Paradies. Auf der Runde durch den Garten kommt man durch folgende Gartenbereiche: Präriegarten, Staudengrund, Irisgarten, Steingarten, Pergola-Garten, Wüstengarten, Felssteppengarten, Paradies, Moorweiher und Heide. Übersichtsplan (pdf) Seelife im Berggarten Hannover An der Stelle des ehemaligen Palmenhauses, das leider im Krieg zerstört wurde, entstand zur Expo 2000 das Regenwaldhaus. Es beherbergt eine künstliche Tropenlandschaft, in der auch Schmetterlinge, Frösche und kleinere Vogelarten aus tropischen Regionen leben. Wegen zu hoher Kosten wurde …

Grosses Parterre

Großer Garten Herrenhausen

Der Barockgarten „Großer Garten Herrenhausen“ ist seit seinem Entstehen nahezu unverändert als Zeugnis seiner Zeit erhalten geblieben. Die von einer Graft umschlossene 50,2 Hektar große Gartenfläche stellt das Kernstück der historischen Herrenhäuser Gärten dar. Zu den Gärten gehören auch der Berggarten im Stadtteil Herrenhausen sowie der Georgengarten und der Welfengarten die beide im Stadtteil Nordstadt liegen. Die Grundfläche des Großen Garten beträgt etwa 450 Meter Breite und ist 800 Meter lang. Zentrales Element ist das Große Parterre. Darum gruppieren sich viele kleine Themengärten, ein Gartentheater, ein Labyrinth, eine Grotte und eine Wasser-Kaskade. Das Parterre ist üppig mit Skulpturen und einer Sonnenuhr ausgestattet. Der Innenraum der Grotte wurde zwischen 2001 und 2003 von der Lünstlerin Niki de Saint Phalle neu gestaltet. Die südliche Gartenhälfte ist auf einem geometrischen Grundriss als Boskettgarten angelegt. Zwischen den Hainbuchenhecken trifft man immer wieder auf die Fontänen des Gartens. Im Zentrum die große Fontäne, die bei Windstille eine Höhe von 81 Meter erreicht. Besonders reizvoll ist die abendliche Illumination der Fonänen und des Gartens in den Sommermonaten. Großer Garten Herrenhausen – …

Restaurant Alte Mühle

Hermann-Löns-Park

Der Hermann-Löns-Park zwischen dem Tiergarten Hannover und der Eilenriede wurde zwischen 1936 und 1939 als Parklandschaft von der hannoverschen Gartenverwaltung und dem Architekten Hans Klüppelberg konzipiert. Das Gelände im Stadtteil Kleefeld wurde vorher als Wiese und Obstplantage genutzt. Auch baute eine städtische Ziegelei seit dem 17. Jahrhundert dort Ton ab. Nach Stilllegung der Ziegelei wurde die Tongrube zum Annateich. Auf einer Fläche von 86 Hektar entstand damals eine Auenlandschaft mit weiträumigen Wiesen, gebuchteten Wasserflächen, locker verteilten Gehölzgruppen und Sichtschutzpflanzungen. Komplettiert wurde das künstliche, vorindustrielle Idyll durch die historischen Gebäude: das Hallenhaus von 1720, den Kornspeicher von 1637 und die Bockwindmühle von 1701. Der Entwurf knüpfte an die Landschaftsideale der Heimatschutzbewegung an. Im Sinne der Volkspark-Idee wurden darüber hinaus Liegewiesen, das Annabad, Sportplätze und eine Kleingartenkolonie integriert. In seiner Grundstruktur ist der Park bis heute unverändert geblieben. Dieser besticht durch seine besondere Eigenart und ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Hannover. Der Park, dessen Anlage ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere ist, wird von einem engagierten Team gepflegt. Es setzt Wege instand, erhält Bänke …

Hexenturm

Hinüberscher Garten

Hinüberscher Garten, nie gehört – dürfte eine sehr häufige Aussage in Hannover sein. Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt aber, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland. Mit der Anlage des Parks am Kloster Marienwerder war um 1766 nach Plänen von Jobst Anton von Hinüber begonnen worden. Hinüberscher Garten – Die Geschichte In der Nähe des Klosters gab es damals größere Flächen an Ödland, Dünen, Wald und Weideflächen. Acht Jahre später hatte Hinüber das Erscheinungsbild des Klosters verändert. Auf einer Fläche von 40 Hektar war der Hinübersche Garten entstanden, einer der ersten Landschaftsparks in Deutschland. Entscheidend für die Entstehung des Parks war eine mehrmonatige Englandreise Hinübers in den Jahren 1766/67. Er besuchte damals bedeutende englische Gartenanlagen in „neuerem Geschmack“ und hielt seine Eindrücke in einem ausführlichen Tagebuch fest. Daher gehört der Hinübersche Garten bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Pflichtprogramm kultivierter Besucher des Kurfürstentums Hannover. Sehenswert sind neben dem Kloster Marienwerder der Hexenturm, die ehemalige Einsiedelei mit dem Druidenaltar, der Obelisk …

Liebesschlösser an der Brücke

Maschpark

Der 10 ha große Maschpark entstand 1900 als erste kommunale Parkanlage in Hannover im heutigen Stadtbezirk Mitte. Die Anlage hat ihre ursprüngliche Form nicht verändert und ist ein Zeugnis der deutschen Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Das Gelände war in früheren Jahrhunderten Überschwemmungsgebiet von Leine und Ihme. Es lag außerhalb der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, die um 1780 geschleift wurden. Genutzt wurde das Gebiet als Heuwiese und hieß „Altstädter Aue“. 1895 gab der Magistrat der Stadt seine Bebauung frei. Geplant war ein Neues  Rathaus für Hannover, das in ein Parkgelände integriert werden sollte. Der Maschpark Im Mittelpunkt des Parks ist ein künstlicher Teich, der sich seitlich unter einer Bogenbrücke verengt und dann in ein zweites Becken übergeht. Die Wegeführung orientiert sich an den vielen Einbuchtungen und Vorsprüngen des Teichufers. Von verschiedenen Standorten ergeben sich reizvolle Ansichten auf die wirkungsvolle Bepflanzung, die den Park in Szene setzt, und natürlich auch auf das Neue Rathaus der Stadt Hannover. Direkt gegenüber auf einem erhöhten Aussichtspunkt steht die Plastik Schottisches Kreuz von Henry Moore. Am Rand des Maschparks sind mit Landesmuseum …