Alle Artikel in: Parks & Gärten

Berggarten Hannover

Der Berggarten Hannover liegt auf der anderen Straßenseite der Herrenhäuser Straße gegenüber des Großen Garten. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Der Garten wurde 1666 von Herzog Johann Friedrich als Küchengarten für den Gemüseanbau angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Herrenhäuser Schlosses. In den Schauhäusern und Themengärten des Berggartens im Stadtteil Herrenhausen sind gegenwärtig 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden, darunter die größte Orchideensammlung Europas. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Pflanzen zieren die Beete des Schmuckhofs im Berggarten. Die farbenprächtige Vielfalt erfreut das Auge zu jeder Jahreszeit. Die Themengärten bieten einen Rundgang von der Heide über den Wüstengarten bis ins Paradies. Auf der Runde durch den Garten kommt man durch folgende Gartenbereiche: Präriegarten, Staudengrund, Irisgarten, Steingarten, Pergola-Garten, Wüstengarten, Felssteppengarten, Paradies, Moorweiher und Heide. Übersichtsplan (pdf) Seelife im Berggarten Hannover An der Stelle des ehemaligen Palmenhauses, das leider im Krieg zerstört wurde, entstand zur Expo 2000 das Regenwaldhaus. Es beherbergt eine künstliche Tropenlandschaft, in der auch Schmetterlinge, Frösche und kleinere Vogelarten aus tropischen Regionen leben. Wegen zu hoher Kosten wurde …

Großer Garten Herrenhausen

Der Barockgarten „Großer Garten Herrenhausen“ ist seit seinem Entstehen nahezu unverändert als Zeugnis seiner Zeit erhalten geblieben. Die von einer Graft umschlossene 50,2 Hektar große Gartenfläche stellt das Kernstück der historischen Herrenhäuser Gärten dar. Zu den Gärten gehören auch der Berggarten im Stadtteil Herrenhausen sowie der Georgengarten und der Welfengarten die beide im Stadtteil Nordstadt liegen. Die Grundfläche des Großen Garten beträgt etwa 450 Meter Breite und ist 800 Meter lang. Zentrales Element ist das Große Parterre. Darum gruppieren sich viele kleine Themengärten, ein Gartentheater, ein Labyrinth, eine Grotte und eine Wasser-Kaskade. Das Parterre ist üppig mit Skulpturen und einer Sonnenuhr ausgestattet. Der Innenraum der Grotte wurde zwischen 2001 und 2003 von der Lünstlerin Niki de Saint Phalle neu gestaltet. Die südliche Gartenhälfte ist auf einem geometrischen Grundriss als Boskettgarten angelegt. Zwischen den Hainbuchenhecken trifft man immer wieder auf die Fontänen des Gartens. Im Zentrum die große Fontäne, die bei Windstille eine Höhe von 81 Meter erreicht. Besonders reizvoll ist die abendliche Illumination der Fonänen und des Gartens in den Sommermonaten. Großer Garten Herrenhausen – …

Restaurant Alte Mühle

Hermann-Löns-Park

Der Hermann-Löns-Park zwischen dem Tiergarten Hannover und der Eilenriede wurde zwischen 1936 und 1939 als Parklandschaft von der hannoverschen Gartenverwaltung und dem Architekten Hans Klüppelberg konzipiert. Das Gelände im Stadtteil Kleefeld wurde vorher als Wiese und Obstplantage genutzt. Auch baute eine städtische Ziegelei seit dem 17. Jahrhundert dort Ton ab. Nach Stilllegung der Ziegelei wurde die Tongrube zum Annateich. Auf einer Fläche von 86 Hektar entstand damals eine Auenlandschaft mit weiträumigen Wiesen, gebuchteten Wasserflächen, locker verteilten Gehölzgruppen und Sichtschutzpflanzungen. Komplettiert wurde das künstliche, vorindustrielle Idyll durch die historischen Gebäude: das Hallenhaus von 1720, den Kornspeicher von 1637 und die Bockwindmühle von 1701. Der Entwurf knüpfte an die Landschaftsideale der Heimatschutzbewegung an. Im Sinne der Volkspark-Idee wurden darüber hinaus Liegewiesen, das Annabad, Sportplätze und eine Kleingartenkolonie integriert. In seiner Grundstruktur ist der Park bis heute unverändert geblieben. Dieser besticht durch seine besondere Eigenart und ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Hannover. Der Park, dessen Anlage ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere ist, wird von einem engagierten Team gepflegt. Es setzt Wege instand, erhält Bänke …

Hexenturm

Hinüberscher Garten

Hinüberscher Garten, nie gehört – dürfte eine sehr häufige Aussage in Hannover sein. Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt aber, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland. Mit der Anlage des Parks am Kloster Marienwerder war um 1766 nach Plänen von Jobst Anton von Hinüber begonnen worden. Hinüberscher Garten – Die Geschichte In der Nähe des Klosters gab es damals größere Flächen an Ödland, Dünen, Wald und Weideflächen. Acht Jahre später hatte Hinüber das Erscheinungsbild des Klosters verändert. Auf einer Fläche von 40 Hektar war der Hinübersche Garten entstanden, einer der ersten Landschaftsparks in Deutschland. Entscheidend für die Entstehung des Parks war eine mehrmonatige Englandreise Hinübers in den Jahren 1766/67. Er besuchte damals bedeutende englische Gartenanlagen in „neuerem Geschmack“ und hielt seine Eindrücke in einem ausführlichen Tagebuch fest. Daher gehört der Hinübersche Garten bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Pflichtprogramm kultivierter Besucher des Kurfürstentums Hannover. Sehenswert sind neben dem Kloster Marienwerder der Hexenturm, die ehemalige Einsiedelei mit dem Druidenaltar, der Obelisk …

Liebesschlösser an der Brücke

Maschpark

Der 10 ha große Maschpark entstand 1900 als erste kommunale Parkanlage in Hannover im heutigen Stadtbezirk Mitte. Die Anlage hat ihre ursprüngliche Form nicht verändert und ist ein Zeugnis der deutschen Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Das Gelände war in früheren Jahrhunderten Überschwemmungsgebiet von Leine und Ihme. Es lag außerhalb der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, die um 1780 geschleift wurden. Genutzt wurde das Gebiet als Heuwiese und hieß „Altstädter Aue“. 1895 gab der Magistrat der Stadt seine Bebauung frei. Geplant war ein Neues  Rathaus für Hannover, das in ein Parkgelände integriert werden sollte. Der Maschpark Im Mittelpunkt des Parks ist ein künstlicher Teich, der sich seitlich unter einer Bogenbrücke verengt und dann in ein zweites Becken übergeht. Die Wegeführung orientiert sich an den vielen Einbuchtungen und Vorsprüngen des Teichufers. Von verschiedenen Standorten ergeben sich reizvolle Ansichten auf die wirkungsvolle Bepflanzung, die den Park in Szene setzt, und natürlich auch auf das Neue Rathaus der Stadt Hannover. Direkt gegenüber auf einem erhöhten Aussichtspunkt steht die Plastik Schottisches Kreuz von Henry Moore. Am Rand des Maschparks sind mit Landesmuseum …

Tiergarten

Tiergarten Hannover

Der Tiergarten Hannover ist eine 112 ha große Parkanlage im Stadtteil Kirchrode, die mit dem Hermann-Löns-Park und der Eilenriede die grüne Lunge von Hannover bilden. In dem eingezäunten Gelände können die Besucher sich auf Wegen zwischen frei laufenden Wildtieren bewegen. Der Stadtforst ist eines der ältesten Wildgehege Deutschlands und wurde Ende des 17. Jahrhunderts als hochherrschaftliches Jagdrevier eingegattert. Nachdem das Revier ab 1799 der Bevölkerung zugänglich wurde, ist es ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel der hannoverschen Stadtbevölkerung. Infobroschüre der Stadt Hannover Damit ist eigentlich schon alles zusammengefasst. Ein sehr schönes Ausflugsziel im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode zu jeder Jahreszeit. Hier können Kinder den Waldtieren so nah kommen wie sonst nirgends im Großraum Hannover. Neben dem Damwild leben hier heute vor allem Wildschweine und Rehe. Seit 1997 beherbergt das ehemalige Wildpferdegehege 10 bis 20 Stück Rotwild. Dazu ist der Wald Lebensraum zahlreicher Vogelarten und seltener Fledermäuse. Seit 1977 findet jährlich am 2. Sonnabend im Oktober das Tiergartenfest als Kinderfest statt, an dem bis zu 20.000 Gäste teilnehmen. Damit bedankt sich die Stadt Hannover als Betreiberin des Gartens für …

Eilenriedeblick zum Fernsehturm

Eilenriede – Hannovers Stadtwald

Die Eilenriede Hannover ist mit rund 640 Hektar einer der größten Wälder Europas im Herzen einer Großstadt. Da kann selbst der Hyde Park in London nicht mithalten. Seit über 600 Jahren ist der Wald in städtischem Besitz. Die Eilenriede hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa sechs Kilometern. Sie reicht mit ihrem südwestlichen Ausläufer bis an den Maschsee. Die Eilenriede gliedert sich in die nördliche Eilenriede von der Walderseestraße im Norden bis zum Pferdeturm im Süden. Dieser Teil gehört zum Stadtteil Zoo. Die südliche Eilenriede beginnt südlich des Pferdeturms und reicht bis zum Döhrener Turm. Sie gehört überwiegend zum Stadtteil Kleefeld. Südlich der Bemeroder Straße bis zur Eisenbahnstrecke gehört zum Stadtteil Waldheim. Es folgt der Abschnitt bis zur Hildesheimer Straße der zum Stadtteil Waldhausen zählt. Der kleine Bereich südlich des Stadtfriedhofs Engesohde bis zum Maschsee gehört zur Südstadt. In Richtung Osten geht die Eilenriede in den Hermann-Löns-Park und den Tiergarten Hannover über. Eilenriede Hannover: Infobroschüre und Übersichtsplan Eilenriede – Broschüre der Stadt Hannover (pdf) Plan der Eilenriede (pdf) Geschichte In der Mitte des 14. Jahrhunderts entstand vor …

Leibniz Tempel im Georgengarten

Georgengarten

Der Georgengarten im hannoverschen Stadtteil Nordstadt ist ein Stadtpark im Stil englischer Landschaftsgärten. Zusammen mit dem Großen Garten, dem Berggarten und dem Welfengarten gehört er zu den Herrenhäuser Gärten. Zentrale Achse entlang des Georgengartens ist die 1726 als Verbindung zwischen der hannoverschen Altstadt und dem Herrenhäuser Schloss angelegte Herrenhäuser Allee. Am Ende der Allee dient der 1819 von Georg Friedrich Laves erschaffene Bibliothekspavillon als Blickfang. Auf Höhe des Schneiderbergs erinnert das Denkmal für Johann Gerhard Helmcke das dieser die Allee vor dem Abholzen durch die napoleonische Besetzungsmacht gerettet hatte. In der Mitte des Georgengartens wurde 1935 zu Ehren des Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz der Leibniztempel aufgestellt. Der Monopteros war 1787 bis 1790 auf dem damaligen Paradeplatz (dem späteren Waterlooplatz) errichtet worden. Rund um den Leibniztempel und die Augustenbrücke findet alljährlich das Gartenfestival Herrenhausen statt. Geschichte Die Geschichte des Georgengartens im Stadtbezirk Nord begann 1700, als im Überschwemmungsgebiet der Leine (auch als Leinemasch bezeichnet) Landsitze des kurhannoverschen Hofadels errichtet wurden. 1726 erfolgte die Anlage der zwei Kilometer langen, vierreihigen Herrenhäuser Allee, die das Schloss Herrenhausen mit …

Maschsee Hannover

Maschsee Hannover

Der Maschsee ist ein künstlich angelegter 2,4 km langer und 180 bis 530 m breiter See in der Südstadt von Hannover. Mit einer Fläche von 78 Hektar ist er das größte Gewässer in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der See ermöglicht zahlreiche Wassersportarten und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet das über den Maschpark mit Neuem Rathaus fast direkt an die City von Hannover grenzt. Das Nordufer mit der befestigten Promenade an deren einem Ende das Courtyard Hotel, das auch schon mal die hannoversche Spielbank beherbergte und am anderen Ende das Sprengel Museum liegt ist das Kernstück der Uferbebauung. Das Nordufer ziehren diverse Kunstwerke wie die Fackelträger-Säule und der moderne Hellebardier von Alexander Calder. Entland des Rudolf-Von-Benigsen-Ufer folgen die Geibelbastion, das Pier 51 am Altenbekener Damm und die Löwenbastion. Am Südufer ist das Strandbad und das recht elitäre Sport- und Wellnesscenter Aspria zu finden. Der Name des Sees leitet sich von der sogenannten „Leinemasch“ oder einfach „Masch“ ab. Dies ist die historische Flurbezeichnung für das Gebiet, in dem der See angelegt wurde. Es ist ein tiefer gelegenes Überschwemmungsgebiet der …

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Was hat ein Küchengartenpavillon auf einem Friedhof zu suchen? Eigentlich nichts. Der Pavillon stand ursprünglich auch woanders (ca. 2 km entfernt) – und zwar da, wie es der Name vermuten lässt: nämlich in einem Küchengarten. Der Garten wurde ab 1652 für die hannoverchen Welfen (einst Herzöge, dann Kurfürsten und Könige Hannovers) zwischen heutiger Fössestraße und Davenstedter Straße im Dorf Linden vor den Toren Hannovers angelegt und in den 1740er Jahren aufwändig umgestaltet. Der Pavillon ersetzte dann 1749 als eine Art steinerne Gartenlaube die hölzernen Pavillons und Lauben aus der Anfangszeit des Gartens. Nach dem Untergang der Welfen 1866 wurde der Küchengarten aufgelöst, das Gebäude stand dort im Wege, wurde aber von einer Lindener Initiative gerettet, 1911 an der heutigen Fössestraße abgebaut und ab 1913 auf dem Lindener Berg wieder aufgebaut. Das denkmalgeschützte, heute städtische Gebäude, ist heute eines der wichtigsten Barockgebäude Hannovers. Seit 2002 nutzt es der gemeinnützige Verein Quartier für kulturelle Zwecke. www.quartier-ev.de