Stadtteil Südstadt

Nazarethkirche in der Südstadt

Nazarethkirche

Die Südstadt wird begrenzt im Westen durch die Leine (überquert von der Schwienbrücke), die Willy-Brandt-Allee und die Berliner Allee, im Norden durch das Arthur-Menge-Ufer, den Friedrichswall, den Aegidientorplatz und die Marienstraße, im Osten durch die Eisenbahnstrecke Hannover–Göttingen und im Süden durch die südliche Grenze des Stadtfriedhofs Engesohde und die nördliche Grenze des Stadtwaldes Eilenriede. Ein großer Teil des Maschsees liegt im Stadtteil. Außerdem befinden sich hier die Niedersächsische Staatskanzlei, das Sprengel-Museum, das Landesmuseum, die Stadtbibliothek, das NDR-Landesfunkhaus, das Landesstudio des ZDF und die Gilde Brauerei. In der Südstadt befindet sich die Feuer- und Rettungswache 3 der hannoverschen Berufsfeuerwehr.

Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und gebaut und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des sozialen Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden.

Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz 5. An der Planung und Ausführung waren auch die während der NS-Zeit dem Regime nahestehenden Architekten Fritz Höger und Karl Elkart beteiligt. Höger entwarf das Wohnhochhaus in der Oesterleystraße 5 von 1928. Karl Elkart arbeitete zwischen 1929 und 1931 an der Stadtbibliothek Hannover in der Hildesheimer Straße und an der Volksschule (später: Heinrich-Heine-Schule, heute: Bertha-von-Suttner-Schule) am Altenbekener Damm mit. Er war zu der Zeit Stadtbaurat und an Deportationen von Juden, Zwangsumsiedlungen und sogenannten „Arisierungen“ von Kunst- und Kulturgütern beteiligt. Nach einer jahrelangen Diskussion wurde im Januar 2015 die seit 1960 nach Karl Elkart benannten Elkartallee in Hilde-Schneider-Allee umbenannt.

Strukturdaten für den Stadtbezirk Südstadt-Bult in Hannover

(Stand 2019)

Fläche (in ha): 518
Einwohner: 40313
Bevölkerungsdichte (Einw. je ha): 78
unter 18 Jahre (in %): 11,5
über 60 Jahre (in %): 20,9
Migrationshintergrund (in %): 17,2
Geburtenrate (je 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter): 45,8
Sterberate:Sterbefälle (je 1.000 Einw.): 8,6
Wohngebäude: 2870
Wohnungen: 24363
Wohnfläche (je Einw.): 46,5
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 18669
Arbeitslose (in %): 3
Empfängervon Transferleistungen (in %): 6,3
Zugelassene KFZ: 16574

Straßenverzeichnis

Stadtplan

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Links

Bildquellen

  • Nazarethkirche: www.hannover-entdecken.de
  • Niedersächsische Staatskanzlei: www.hannover-entdecken.de
  • Gilde Brauerei: www.hannover-entdecken.de
  • Pauluskirche: www.hannover-entdecken.de
  • Bugenhagenkirche: www.hannover-entdecken.de
  • Bismarkbahnhof: www.hannover-entdecken.de
  • Ehem. Gaststätte Spiegel: www.hannover-entdecken.de