Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leineschloss

Aegidienkirche

Aegidienkirche Hannover – Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewalt

Die Aegidienkirche ist die östlichste der drei Hannoverschen Innenstadtkirchen, benannt nach dem Heiligen Ägidius, einem der 14 Nothelfer. Sie liegt nahe dem Aegidientorplatz an der Ecke Breite Straße und Osterstraße. 1943 wurde die Kirche durch Bombenabwürfe der Alliierten zerstört. Die Ruine wurde nicht wieder aufgebaut und dient heute als Mahnmal für die Opfer der Kriege und der Gewalt. Im Kirchenraum der Aegidienkirche Hannover befindet sich die Muschelkalkplastik „Demut“ (1959) von Kurt Lehmann. Über den Kirchenboden zieht sich das Zickzack der Schattenlinie (1993) von Dorothee von Windheim; sie zeigt den Schatten der spitzen, von Efeu und Wein überrankten Jochgiebel an, wie er sich zu einer bestimmten Stunde auf dem Boden abzeichnet. An der Südostecke befindet sich der Siebenmännerstein, eines der sieben Wahrzeichen, die wandernden Handwerksgesellen kennen mußten, um ihre Anwesenheit in Hannover zu beweisen. Die Aegidienkirche gehört heute zur Marktkirchengemeinde, zu der sich 1982 die zuvor selbstständigen vier hannoverschen Altstadtgemeinden – Marktkirche, Aegidienkirche, Kreuzkirche und Schlosskirche (im Leineschloss, Sitz des niedersächsischen Landtags) – zusammengeschlossen haben. Geschichte der Aegidienkirche Hannover Im 10. Jahrhundert befand sich an dieser …

Leibniztempel

Leibniztempel

Der Leibniztempel im Georgengarten ist ein beliebter Treffpunkt zu jeder Jahreszeit. Er gilt als erstes öffentliches Denkmal in Deutschland für einen Nichtadeligen. Der überdachte Rundtempel, in Sichtweite der Herrenhäuser Allee, aus Sandstein mit zwölf ionischen Säulen wurde zu Ehren des in Hannover tätigen Bürgers und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) errichtet. Mit seiner vergoldeten Inschrift „Genio Leibnitii“ wurde er nach einem Entwurf des hannoverschen Hofrats Johann Daniel Ramberg geschaffen und 1790 geweiht. Ursprünglich stand der Pavillon auf einem Hügel auf dem heutigen Waterlooplatz. Zu dieser Zeit diente der Platz als dem Leineschloss vorgelagerter Parade- und Exercierplatz. Vom Leibniztempel ging die Adolfstraße aus und verband die Stadt Hannover in Richtung des Schwarzen Bären über die bis dahin einzige Ihmebrücke mit dem damaligen Garten- und Villenvorort Linden. Erst 1935/36 wurde der Leibniztempel vom Waterlooplatz an seinen heutigen Standort im Georgengarten versetzt. Im Tempel steht auf einem Sockel eine Leibniz-Büste. Seit dem 1. Juli 2010 nur noch als eine aus Beton gegossene Kopie. Zum Schutz vor Vandalismus wurde das Original aus Carrara-Marmor bereits 1986 in das Technologie-Centrum Hannover …

Schlossbrunnen

Schlossbrunnen

Seit 1955 steht der Schlossbrunnen auf dem ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz. Der Platz wurde 2015 in Hannah-Arendt-Platz umbenannt und auch der Brunnen stand nicht immer hier. Der Platz wurde mit einem neuen Namen versehen nachdem die Rolle Hinrich Wilhelm Kopfs bei der Enteignung jüdischen Vermögens in Oberschlesien im Dritten Reich bekannt wurde. Der 1828/29 gebaute Brunnen musste schon viel früher im Jahr 1914 dem Duve-Brunnen auf dem Neustädter Markt weichen. Zwischenzeitlich von 1914 bis 1952 stand der Schlossbrunnen versteckt an der Oberrealschule am Clevertor. Jetzt bereichert er die Blickbeziehung auf den Laves’schen Portikus des Leineschlosses, einem der Punkte zu denen der Rote Faden der Stadt führt. An das historische Schloss grenzt der von 1957-62 im Zuge des Wiederaufbaus des Schlosses errichtete Niedersächsischen Plenarsaalanbaus von Dieter Oesterlen. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen

Herrenhäuser Allee

Herrenhäuser Allee

Die Herrenhäuser Allee ist eine vierreihige Allee aus Linden im hannoverschen Stadtteil Nordstadt. Sie befindet sich im Georgengarten und führt in gerader Linie mit einer Länge von rund zwei Kilometern vom Königsworther Platz auf den Bibliothekspavillon im Berggarten zu. Am (heutigen) Königsworther Platz gabelte sich ursprünglich die Straße nach Nienburg mit zwei älteren Alleen: Der südliche Weg führte durch die Masch zum Jägerhof (heutiger Straßenname: Jägerstraße), der nördliche entlang einer zweimal abgeknickten Allee auf dem Maschrand (heute teilweise die Nienburger Straße). Zwischen diesen beiden Wegen schuf der Gartenkünstler Ernst August Charbonnier für die hannoverschen Herzoge 1726/27 die Herrenhäuser Allee als sichtbare Verbindung zwischen dem Leineschloss in der Stadt und der seinerzeit in den Flussauen der Leine isolierten Sommerresidenz im Großen Garten. Die Länge der Allee  beträgt etwa 1,87 km, was einer Seemeile entspricht. In der damaligen Zeit eine gängige Längeneinheit. Den Blickfang am Ende der Allee bildet der Bibliothekspavillon des Berggartens, 1819 von Georg Ludwig Friedrich Laves erschaffen. Auf am anderen Ende der Allee hinterlies er seinen Stempel. Die 1857 erbaute Toranlage wurde in den …