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Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Geschichtswerkstatt Linden

Die Geschichtswerkstatt Linden: Ohne Geschichte kein Linden Kein anderer Stadtteil Hannovers hat so eine historische Vielfalt zu bieten. Einst das größte Dorf Preußens wurde man anschließend eigene Stadt neben Hannover. Hier wurde Geschichte geschrieben. Während der Nazidiktatur organisierte sich hier mit der „Sozialistischen Front“ eine der größten Widerstandsbewegungen. Nach dem Krieg residierte Kurt Schumacher im Stadtteil und baute die SPD neu auf. Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist in der Geschichtswerkstatt Linden mit umfangreichem Archivmaterial dokumentiert. Auch zur Geschichte des Stadtteils gibt es viele Materialien. Arbeiterwohnküche im Freizeitheim Linden 1983 wurde zum Butjerfest (Stadtteilfest) die „Anni-Röttger-Arbeiterwohnküche (1930)“ eröffnet. Schulklassen und Interessierte haben die Möglichkeit, diese Küche zu besichtigen und Geschichte zum anfassen zu erleben. Wie andere Geschichtswerkstätten werden die Themen der Industrialisierungs-, Arbeiter-, Sozial-, Alltags-, Kultur- und Frauengeschichte kritisch aufgearbeit. Die Tätigkeit versteht sich als eine politische Arbeit, die sich gegen ein Geschichtsverständnis von Nationalkonservativen wendet. Vom Anspruch her soll auch hier im Freizeitheim eine basisdemokratische und auf direkte Lebenumwelten der Menschen und ihre Erfahrungen konzentrierte Geschichtsarbeit praktiziert werden. Wie Andere auch arbeitet die Geschichtswerkstatt Linden …

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Was hat ein Küchengartenpavillon auf einem Friedhof zu suchen? Eigentlich nichts. Der Pavillon stand ursprünglich auch woanders (ca. 2 km entfernt) – und zwar da, wie es der Name vermuten lässt: nämlich in einem Küchengarten. Der Garten wurde ab 1652 für die hannoverchen Welfen (einst Herzöge, dann Kurfürsten und Könige Hannovers) zwischen heutiger Fössestraße und Davenstedter Straße im Dorf Linden vor den Toren Hannovers angelegt und in den 1740er Jahren aufwändig umgestaltet. Der Pavillon ersetzte dann 1749 als eine Art steinerne Gartenlaube die hölzernen Pavillons und Lauben aus der Anfangszeit des Gartens. Nach dem Untergang der Welfen 1866 wurde der Küchengarten aufgelöst, das Gebäude stand dort im Wege, wurde aber von einer Lindener Initiative gerettet, 1911 an der heutigen Fössestraße abgebaut und ab 1913 auf dem Lindener Berg wieder aufgebaut. Das denkmalgeschützte, heute städtische Gebäude, ist heute eines der wichtigsten Barockgebäude Hannovers. Seit 2002 nutzt es der gemeinnützige Verein Quartier für kulturelle Zwecke. www.quartier-ev.de

Kaisertage in Hannover

Kaiserbesuche in Hannover

Zum Vortrag „Kaiserbesuche Wilhelm I. und Wilhelm II. in Hannover 1868 – 1914“ von Prof. Dr. Gerhard Schneider lädt das Stadtarchiv Hannover für Donnerstag (14. April) um 19 Uhr in ihre Räume, Am Bokemahle 14-16, ein. Der Eintritt ist frei. Die Stadt Hannover war ein bevorzugtes Reiseziel der deutschen Kaiser. Mehr als 40mal besuchten Wilhelm I. und Wilhelm II., gelegentlich in Begleitung ihrer Frauen, die Stadt. Manche Besuche ähnelten Staatsbesuchen: überall Blumenschmuck und Fahnen, festliche Dekorationen und aufwändige Installationen entlang der Einzugsstraße vom Bahnhof bis zum Residenzschloss in der Leinstraße, Galadiners mit nicht selten mehreren hundert Gedecken, Festaufführungen im königlichen Theater, Feuerwerk, Paraden und noch vielem mehr. Zeitungsberichte und Photographien dokumentieren den immensen Zuspruch, den die Besuche nach anfänglicher Zurückhaltung bei der Bevölkerung fanden. Das Buch zum Thema von Prof. Dr. Schneider, das 2015 als Bd. 15 der Reihe Hannoversche Studien erschienen ist (ISBN 978-3-86525-486-3), kann bei der Veranstaltung erworben und auf Wunsch vom Autor signiert werden. Bildquelle: Karl Friedrich Wunder [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Abriss des niedersächsischen Städtetages

Abriss des niedersächsischen Städtetages

Wieder ist Hannover um ein erhaltenswertes Gebäude ärmer Denkmalschutz wird in Hannover anscheinend immer noch nicht wirklich ernst genommen. Außer es geht um einen kleinen privaten Bau, dann ist sogar der exakte RAL-Ton für die Fensterrahmen vorgeschrieben. Größere Bauvorhaben werden dafür eben dann doch schnell mal durchgewunken. In Hannover hat das bereits Tradition. Angefangen bei der Flusswasserkunst bis hin zum gerade noch verhinderten Landtagsabriss, dem jetzt nur noch die Bäume auf dem Platz der Göttinger Sieben zum Opfer fielen. Nun wird am Aegi das Haus des niedersächsischen Städtetages dem Erdboden gleichgemacht. Die Raumaufteilung wäre für einen Bürobau nicht mehr Zeitgemäß hieß es. Man kann sich die Antwort von Amt vorstellen, wenn man mit diesem Argument bei einem historischen Bauernhaus käme. Auch hier helfen nur die entscheidenden Geldreserven um solch ein Projekt umzusetzen. Eigentümer des Hauses ist die VGH. Letztlich wird es hier dann wohl den nächsten gesichtslosen Zweckbau in Hannovers City geben. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen