Alle Artikel in: Architektur

Beleuchtetes VW-Logo

Telemoritz

Der 141 m hohe alte Fernsehturm oder VW-Tower im Volksmund liebevoll „Telemoritz“ genannt steht am Raschplatz neben der Hamburger Allee. Ursprünglich sollte der Turm neben der Hauptpost am Ernst-August-Platz errichtet werden. Aus städtebaulichen Gründen entschied man sich dann aber doch für den jetzigen Standort am Rande des Stadtteil Oststadt. Und auch wenn er die ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllt hat er zumindest die Hauptpost schon überlebt. Die Inbetriebnahme durch die Deutsche Bundespost erfolgte im April 1960. Ursprünglich war auch ein Turm-Cafe geplant, wurde aber nie realisiert. Seit 1992 der neue Telemax im Roderbruch (Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld) gebaut wurde setzte sich für den Turm der Name Telemoritz durch. Die Namen sind natürlich eine Anspielung auf Max und Moritz von Wilhelm Busch. Nachdem der Telemax Inbetriebnahme wurden die funktechnischen Anlagen des alten Turms in den folgenden Jahren entweder ganz abgebaut oder auf den neuen Turm verlagert. Im Jahr 2000 erwarb die VW den Turm zu einem symbolischen Preis und nutzt den Turm seitdem zu Werbezwecken. Unterhalb der Turmspitze wurde ein drehbares und beleuchtetes Volkswagen-Logo angebracht. Am Raschplatz sind …

Misburger Wasserturm

Misburger Wasserturm

Der Misburger Wasserturm ist ein Hochbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das markante Gebäude steht an der Ecke Hannoversche Straße und Am Seelberge. Während der Luftangriffe auf Hannover, die in Misburg insbesondere auf die Erdölraffinerie der Deurag-Nerag am Misburger Hafen zielten, diente der turmartige Hochbunker als Schutzraum vor den Fliegerbomben. Bei Fliegeralarm durften mitunter auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, aber nur aus westeuropäischen Ländern, in den Bunker. Die anderen Gefangenen des nahegelegene KZ-Außenlager Hannover-Misburg, zumeist aus Polen und der Sowjetunion, fanden hier keinen Schutz. An der Kanalbrücke erinnert das Mahnmal Misburg an diese Deportierten aus dem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 1959 erhielt der Turm den markanten Wasserturm-Aufsatz und wurde dadurch insgesamt 30 Meter hoch. Er diente von 1960 bis 1971 als Wasserturm. Der zum Baudenkmal erklärte Turm gilt als Wahrzeichen im Stadtteil Misburg-Nord. In den letzten Jahren gab es immer wieder Initiativen das Gebäude, zum Beispiel als Übungsraum für Musikgruppen, neu zu nutzen. Ein Stück weiter der Straße Straße „Am Seelberg“ nach liegt der ehemalige Friedhof Seelberg. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die …

Sprengel Museum Hannover

Sprengel Museum

Das Sprengel Museum Hannover bietet moderner Kunst ein Zuhause und zählt mit Schwerpunkten wie dem deutschen Expressionismus und der französischen Moderne zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Museum liegt am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer des Maschsees. Geburtsstunde des Museums ist eine Schenkung von Margit und Bernhard Sprengel, die im Jahr 1969 ihre umfangreiche Kunstsammlung der Moderne weitestgehend der Stadt Hannover überließen. Der erste Bauabschnitt wurde 1979 eröffnet und von der Architektengruppe Peter und Ursula Trint (Köln) und Dieter Quast (Heidelberg) gestaltet. 1992 erfolgte eine Erweiterung durch einen zweiten Bauabschnitt. Zu dieser Zeit hat das Museum sein großes Auditorium erhalten, das heute auch zu vielen externen Veranstaltungen genutzt wird. Die im August 2014 erstmals sichtbare Fassade des dritten Bauabschnitts löste eine Kontroverse aus. Während mehrere offizielle Stellen den Bau bei seiner Enthüllung mit Lob bedachten, lehnten die Teilnehmer einer Umfrage das Erscheinungsbild als U-Boot Bunker mehrheitlich ab. Die Sammlung des Sprengel Museum Neben der Sammlung Sprengel umfasst das Museum Werke des 20. Jahrhunderts aus dem Besitz des Landes Niedersachsen und der Stadt Hannover. …

Turm im Herbst

Döhrener Turm

Der Döhrener Turm ist ein Wartturm aus dem 14. Jahrhundert. Er war Teil der Hannoverschen Landwehr. Heute steht er auf einer Mittelinsel der vierspurigen Hildesheimer Straße an der Grenze zwischen den Stadtteilen Südstadt und Döhren. 1382 wurde der Turm südlich von Hannover, eine halbe Wegstunde von der Hannoverschen Stadtmauer entfernt, als Teil der Hannoverschen Landwehr erbaut. Der Turm war lange Zeit Teil der militärischen Vorfeldverteidigung der Stadt, Grenz- und Zollstation mit Schlagbaum und Wirtshaus, auch zur Abwehr von „streunendem Gesindel“ und Posten zur Überwachung des Holzdiebstahls aus der Eilenriede. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor der Turm seine militärische Bedeutung. Bis um 1650 war der Turm mit einem Turmwächter besetzt, der Ausschau hielt. Danach diente er nur noch als Zollstation. Hannovers Spartaner vom Döhrener Turm Die Turmbesatzung verzögerte 1486 mit Feuerwaffen einen Überfall des Welfenherzogs Heinrich von Wolfenbüttel auf Hannover. Die Angreifer brannten den Turm nieder und töteten mehrere Männer der Turmbesatzung. Auf diese Stadtsage soll sich auch der Siebenmännerstein an der Aegidienkirche beziehen. Allerdings wird dort eine andere Jahreszahl angegeben. Der Siebenmännerstein zählte übrigens früher …

Hauptbahnhof Hannover

Hauptbahnhof Hannover

Der Hauptbahnhof Hannover zählt mit täglich mehr als 260.000 Reisenden, die circa 750 Fern- und Regionalzüge nutzen, zu den meistfrequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Der Bahnhofsvorplatz wurde im Zuge der Errichtung der Ernst-August-Stadt sowie beim Bau des Hauptbahnhofs 1845 als fünfeckiger Platz mit fünf ausstrahlenden Straßen angelegt. Bei der Aufstellung des Ernst-August-Denkmals 1861 wurde der Platz in Ernst-August-Platz umbenannt. Für eine plätschernde Komponente auf dem Platz sorgt seit der EXPO 2000 der HAZ-Brunnen. Ein beliebter Treffpunkt in Hannover ist „Unterm Schwanz“. Gemeint ist der Schweif des Pferdes des Ernst-August-Denkmales auf dem Ernst-August-Platz vor dem Bahnhof. Das Denkmal zeigt König Ernst August I. in Husarenuniform. Das bronzene Reiterstandbild steht auf einem Sockel aus Granit (vom Brocken) mit der Aufschrift „Dem Landesvater / Sein treues Volk“ sowie am Bronzefuß „Geb. 5. Juni 1771. König 20. Juni 1837. Gest 18 Novbr 1851. Errichtet 21. September 1861“. Für den U-Bahn Bau in den 70er Jahren musste auch Ernst August weichen. Für einige Jahre stand das Denkmal am Platz der Göttinger Sieben am Landtag. Auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof finden regelmäßig …

Opernhaus Hannover

Opernhaus Hannover

Das Opernhaus Hannover wurde als „Königliches Hoftheater“ in den Jahren 1845–1852 im spätklassizistischen Stil am östlichen Rand der Altstadt erbaut. Architekt des Opernhauses im Stadtteil Mitte ist wie bei so vielen Prachtbauten in der Landeshauptstadt Hannover der Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude am 26. Juli 1943 bei einem der alliierten Luftangriffe auf Hannover von Brandbomben getroffen und brannte bis auf die Grundmauern aus. Dabei wurden auch sämtliche archivierten Bestände seit dem Jahr 1928 vernichtet. 1950 wurde es mit der Aufführung von Richard Strauss „Der Rosenkavalier“ wieder in Betrieb genommen. Seit 1992 ist es in alleiniger Trägerschaft des Landes Niedersachsen. Auch heute gilt aus Respekt vor dem Gebäude und den Darstellern ein Opernbesuch als besonderer Anlass. Angemessene Kleidung gehört das selbstverständlich dazu. Es muss nicht gleich das ausgefallene Kleid oder der Frack sein, aber auf die elegante Abendgarderobe sollte man nicht verzichten. Der in der Regel einmal im Jahr stattfindende Opernball ist dann aber doch prädestiniert dafür sich in Schale zu werfen. Der Opernplatz mit seinen ca. 7.500 qm …

Kesselhaus Linden

Kesselhaus Linden

Der letzte Zeuge Das Kesselhaus auf dem Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner & Ehlers in Linden-Nord ist ein wichtiges Wahrzeichen der Industrialisierung in Linden. Als einer der letzten Zeugen erinnert es an eine vergangene Industriekultur, die diesen Stadtteil über mehr als 150 Jahre geprägt hat. Davon ist entlang der Ihme kaum noch etwas sichtbar. Lediglich auf dem heutigen Faust-Gelände sind durch eine lebendige Umnutzung der alten Bettfedernfabrik die Umrisse einer Fabrik noch gut erkennbar. Aber das Herzstück der Fabrik – das Kesselhaus mit seiner einmaligen gewaltigen Kesselanlage – konnte wegen der Asbestbelastung nicht mehr betreten werden. Nach jahrelangem Stillstand drohte das Kesselhaus endgültig zu verfallen. Ein Besuch des Kesselhauses lässt sich wunderbar mit dem FAUST Flohmarkt oder einer Schnupperstunde im Tango Milieu verbinden. Stadtplan Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.Mehr erfahren Karte laden OpenStreetMaps immer entsperren Größere Karte anzeigen Faustgelände Zur Bettfedernfabrik 3 30451 Hannover Links Kesselhaus Linden Kulturzentrum FAUST

Schauspielhaus Hannover

Schauspielhaus Hannover

Das Schauspielhaus Hannover in der Prinzenstraße im Stadtbezirk Mitte hatte über 20 Blogger zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen. Bei einer Führung durch das Haus wurde einem klar welch ein enormer Aufwand hinter jedem der Bühnenstücke steht. Die Hauptbühne kann mehrere Meter hoch und runter gefahren werden oder sie wird wie beim Stück des Abends zur Drehbühne. Dazu solch ein Wust an Beleuchtungstechnik das nur noch ein Computerprogramm den korrekten Ablauf steuern kann. Aber nicht nur die Technik macht einen Theaterabend perfekt. Auch die handwerklichen Leistungen der Bühnenbildner und der Maske sorgen für Wow-Effekte. Egal ob riesige Bühnenbilder oder kleine Schnittwunden mit Kunstblut. Kreativ muss man als Theatermitarbeiter sein. Weiter geht es zu den kleineren Bühnen, die nicht weniger Interessant sind. Da wäre die Cumberlandsche Galerie mit der Cumberlandschen Bühne und es gibt auch noch eine Probebühne im Haus. Im Anschluß an die Führung ging es in die Vorstellung. Gespielt wurde das Stück „Lehman Brothers“. Es handelt vom Aufstieg und Fall der bekannten Banken-Dynastie. Von den Anfängen 1844 bis zum Zusammenbruch der Investmentbank Lehman …

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg

Was hat ein Küchengartenpavillon auf einem Friedhof zu suchen? Eigentlich nichts. Der Pavillon stand ursprünglich auch woanders (ca. 2 km entfernt) – und zwar da, wie es der Name vermuten lässt: nämlich in einem Küchengarten. Der Garten wurde ab 1652 für die hannoverchen Welfen (einst Herzöge, dann Kurfürsten und Könige Hannovers) zwischen heutiger Fössestraße und Davenstedter Straße im Dorf Linden vor den Toren Hannovers angelegt und in den 1740er Jahren aufwändig umgestaltet. Der Pavillon ersetzte dann 1749 als eine Art steinerne Gartenlaube die hölzernen Pavillons und Lauben aus der Anfangszeit des Gartens. Nach dem Untergang der Welfen 1866 wurde der Küchengarten aufgelöst, das Gebäude stand dort im Wege, wurde aber von einer Lindener Initiative gerettet, 1911 an der heutigen Fössestraße abgebaut und ab 1913 auf dem Lindener Berg wieder aufgebaut. Das denkmalgeschützte, heute städtische Gebäude, ist heute eines der wichtigsten Barockgebäude Hannovers. Seit 2002 nutzt es der gemeinnützige Verein Quartier für kulturelle Zwecke. www.quartier-ev.de

Neues Rathaus Hannover

Neues Rathaus Hannover

Neues Rathaus Hannover heißt es obwohl der Prachtbau schon mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat. Das Neue Rathaus ist eingebettet in den zehn Hektar großen Maschpark am Südrand der Innenstadt im Stadtbezirk Mitte, außerhalb des historischen Stadtkerns von Hannover. Der Platz vor dem nach Nordnordost weisenden Nordflügel heißt heute Trammplatz, ist eigens im Zusammenhang mit dem Rathausbau angelegt worden und erhielt seinen Namen nach dem damaligen Stadtdirektor Heinrich Tramm. Geschichte des Rathauses Das erste Rathaus der Stadt war das Alte Rathaus im Stadtteil Mitte, dessen Gebäude ab 1230 entstanden. 1863 verließ die Stadtverwaltung das Alte Rathaus und zog in das nahe gelegene Wangenheimpalais um. Während der Ausdehnung der Stadt durch die Industrialisierung insbesondere seit der Gründerzeit wuchs auch die verstreut untergebrachte Verwaltung der Stadt Hannover an, so dass Ende des 19. Jahrhunderts der Neubau eines größeren Rathauses notwendig wurde. Das Rathaus mit einer Höhe von 97,73 Metern, einer Länge von etwa 129 Metern und einer Breite von rund 67 Metern wurde nach Plänen des Architekten Hermann Eggert auf 6026 Buchenpfählen errichtet. Die Haupthalle …