Kunst & Kultur

21. ZINNOBER Hannover

21. ZINNOBER Hannover57 Galerien, Ateliers, Projekträume und Kunstvereine öffnen am ersten September-Wochenende ihre Türen

Am 1. und 2. September steht beim diesjährigen ZINNOBER jeweils von 11 bis 18 Uhr in 57 Kunstorten die Kunst im Mittelpunkt.

Podiumsdiskussion zum Auftakt

Eingeläutet wird der alljährliche, hannoversche Kunst-Herbstauftakt mit einem Podium des Kunstvereins Hannover und des Kulturbüros am 30. August ab 19 Uhr im Künstlerhaus Hannover zum Thema „Projektraum: Karrieresprungbrett oder Selbstausbeutung?“ mit VertreterInnen aus Projekträumen aus Hannover: Galerie BOHAI, ad/ad – Project Space, Studio Ilka Theurich, Bremen: Andtire Gallery, Düsseldorf: Konsortium, und München: Lothringer 13 Halle, sowie Anke Blome von der NORD/LB Kulturstiftung, moderiert von Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Hannover, und Anne Prenzler, Leiterin Städtische Galerie KUBUS. Im Anschluss an das Podium wird im Künstlerhaus ein ZINNOBER-Sommerfest gefeiert.

ZINNOBER-Wochenende

Mehr als 300 professionell arbeitende KünstlerInnen der Bildenden Kunst öffnen dann am ersten September-Wochenende ihre (Arbeits-)Räume und gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Die großen Institutionen wie die Kestner Gesellschaft, der Kunstverein Hannover und die Städtische Galerie KUBUS beteiligen sich an diesem Wochenende ebenso wie die großen und kleinen Galerien, Projekträume und Atelierhäuser. Neben den zahlreichen Ausstellungen, gibt es vielerorts ein Programm zum Mitmachen und Verweilen wie Künstlergespräche, Performances, Live-Musik und Lesungen.

Und das ist neu

Neu: Infopoint am Kröpcke und in der Städtischen Galerie KUBUS

Um den Überblick über das umfangreiche Angebot zu erleichtern und weiterführende Informationen zu erhalten, werden erstmals Infopoints im KUBUS und auf dem Kröpcke über das ZINNOBER-Wochenende eingerichtet. Als Blickfang und Infopoint wird die Installation „BLAASE“ des Künstlers Dominik Kuschmieder dienen. In den Abendstunden wird die Installation illuminiert.

Neu: Führungen

Zum ersten Mal werden zu ZINNOBER öffentliche Führungen zu verschiedenen Kunstorten angeboten, um mehr über die Kunst und die KünstlerInnen zu erfahren, andere Einblicke zu bekommen und neue Zusammenhänge kennenzulernen. Die rund zweistündigen Führungen sind kostenlos und ohne Voranmeldung.

Führungen am 1. September:

11 UhrIm Kiez unterwegs zwischen Brutalismus und puren Gärten mit Ilka Theurich, Performancekünstlerin und Kuratorin, ruine HQ, atelier:bettfedernfabrik und Atelier Mira e.V.. Treffpunkt Am Küchengarten Fössestraße / Ecke Blumenauer Straße.

15 Uhr3-Städte-Trip mit Johann Brandes, freier Kurator/Kunstvermittler, C28 Kunstraum, Treffpunkt am Infopoint KUBUS.

Führungen am 2. September:

12 Uhr – Große Hafenrundfahrt zu bekannten und neuen Kunstorten. Einmal alles bitte! Malerei, Zeichnung, Lichtinstallation, Klangräume und Konzepte. Eine Radtour mit der Künstlerin und freien Kunstvermittlerin Constanze Böhm über den Konnektor – Forum für Künste e.V., das Atelier Böhm zu KIK Kunst in Kontakt mit dem Endziel Atelierhaus Schulenburger Landstr. 150. Treffpunkt mit dem eigenen Fahrrad am Konnektor – Forum für Künste e.V., Kötnerholzweg 11.

13.45 UhrLister Kunst(t)räume – ein Spaziergang zur Kunst mit Jürgen Veith, Kunstspaziergänge Hannover, Treffpunkt am Atelier Lortzingart, Podbielski-/ Lortzingstraße.

Führungen „Festival für unsichtbare Kunst“ am 1. und 2. September:

jeweils 14 / 16 / 18 UhrAugmented Reality (AR)-Parcour: iJACKING Augmented Reality aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Treffpunkt am ZINNOBER Infopoint am Kröpcke, Dauer zwei Stunden.

Die Virtuale Switzerland und der Kunstverein Kunsthalle Hannover präsentieren iJACKING – Augmented Reality (AR) aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Das Festival für unsichtbare Kunst besetzt reale und fiktionale Räume auf einem umfangreichen AR-Parcours durch Hannovers City und zeigt Vertical Cinema – Strange Continuum am Kesselhaus und in der Kunsthalle Faust.

Durch die Erweiterung des Realen in den virtuellen Raum verschränkt sich das Festival subtil und poetisch mit Hannovers Alltagswirklichkeit. Bei diesen Führungen kann das Publikum zu Fuß mit dem Smartphone in der Hand virtuelle, dreidimensionale Kunstwerke auf vier Parcours zwischen Hauptbahnhof und Sprengel Museum Hannover entdecken und sich bei einem coolen Drink an der FahrBar am Kröpcke informieren. Vorabbuchungen für die AR-Touren sind auf https://ijacking.blogspot.com möglich.

ZUM ZINNOBER

Der ZINNOBER hat sich aus dem von Galerien begründeten Herbst-Saisonauftakt mit Kunsträumen und Ateliers sowie Kunsthäusern und Künstlergruppen entwickelt. Angelehnt an das Künstlerfest um Kurt Schwitters in den 1920er Jahren feiert ZINNOBER die Kunst in Hannover.

ZINNOBER zeigt die ganze Vielfalt der hannoverschen Szene. In den vergangenen zwei Jahren sind einige neue, darunter viele junge Ateliergemeinschaften und Projekträume hinzugekommen.

Ein Grund dafür sieht Anne Prenzler, Leiterin Kulturförderung und Städtische Galerie KUBUS, in der Einführung der Atelier- und Projektraumförderung: „Die Idee, durch eine gezielte Förderung die hiesige Kunstszene zu beleben, ist voll aufgegangen. Die Szene ist vielfältiger und lebendiger denn je.“ Unterstützt wird die neue Förderung, die es seit Juli 2016 gibt, durch die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und durch die Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung.

NEU: Produktionspreis für Projekträume der NORD/LB Kulturstiftung

Die NORD/LB Kulturstiftung unterstützt die Entwicklung der jungen Kunstszene in Hannover mit der Auslobung eines Produktionspreises für Projekträume. Eine Jury der Stiftung soll aus zehn vom Kulturbüro vorgeschlagenen Projekträumen jährlich einen Preisträger auswählen, der zusätzlich eine Summe von 10.000 Euro für die Realisierung seines Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms erhält.

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Das ZINNOBER-Wochenende wird vielerorts bereits am Freitag (31. August) mit Vernissagen eingeläutet. Alle Ausstellungsorte sind am 1. und 2. September jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

An einzelnen Kunstorten wird ein Abendprogramm angeboten. Der Eintritt ist frei.

Der Eintritt zur Kestner Gesellschaft ist nur während der Aktionen frei.

ZINNOBER ist auch familienfreundlich – an verschieden Kunstorten werden Kinder-Aktionen angeboten.

Das ausführliche Programm zum 21. ZINNOBER Hannover liegt vor und kann angefordert werden beim Kulturbüro Hannover, Landschaftstr. 7, 30159 Hannover, Telefon 0511/168-45245 und Fax 0511/168-45073 oder E-Mail zinnober@Hannover-Stadt.de.

Internet: www.zinnober-hannover.de

Bildquellen

  • 21. ZINNOBER Hannover: Stadt Hannover