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Hiroshima-Tag: Gedenkveranstaltungen zum Atombombenabwurf

Der Atombombenabwurf auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima am 6. August jährt sich in diesem Jahr zum 77. Mal. In Hiroshima starben damals rund 100.000 Menschen sofort. Die Auswirkungen sind für die Hibakusha, die Überlebenden der Atombombenabwürfe, immer noch spürbar: Bis heute sterben damalige Einwohner*innen Hiroshimas und Nagasakis an Krebs als Langzeitfolge der Strahlungen. Ihre Geschichten und das unermessliche Leid der Opfer dienen als Mahnung, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholen darf. Als Zeichen der Verbundenheit wird in Hannover zum Zeitpunkt des damaligen Bombenabwurfs um 8.15 die Friedensglocke in der Aegidienkirche angeschlagen.

Gäste aus Hannovers Partnerstadt Hiroshima bereichern den Gedenktag in Hannover mit eigenen Programmpunkten: In der Aegidienkirche lädt wie in jedem Jahr die Teemeisterin und Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima Hiroyo Nakamoto zu einer Trauer-Teezeremonie ein.

Ryutaro Fujie von der Faculty of Art der Hiroshima City University führt dort in seinen zwei Workshops am Vormittag mit Steinmeißel und Hammer durch den klaren und beruhigenden Klang in eine Meditation mit Steinen ein.

Am Nachmittag stehen das Falten von Papierkranichen ebenso auf dem Programm wie Stille, Gebet und Meditation für den Frieden unter Beteiligung verschiedener Religionen. Das Programm in der Aegidienkirche endet um 17.30 Uhr mit dem multireligiösen Friedensgebet „DONA NOBIS PACEM“.

Im Neuen Rathaus geht es um 16 Uhr mit einem weiteren Workshop mit Ryutaro Fujie von der Faculty of Art der Hiroshima City University zum Thema „Frieden schaffen durch Licht und Klang in Erinnerung an die Verstorbenen“ weiter. Der Deutsch-Japanische Freundschaftskreis stellt „Bilder der Hibakusha aus Hiroshima und Nagasaki“ aus und um 20.45 Uhr wird der Film „Gebet einer Mutter“ vorgeführt.

Mit dem Aussetzen von Papierlaternen auf dem Maschteich im Park der Partnerstädte enden die Gedenkfeierlichkeiten.

Für die Teilnahme an den Workshops ist eine Anmeldung unter internationale-kulturarbeit@hannover-stadt.de erforderlich.

Das gesamte Programm

Freitag, 5. August

Hiroshima – Gedenkhain auf der Bult, 20 Uhr

Am Vorabend zum 77. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima lädt das Hiroshimabündnis Hannover zum Hiroshima-Hain ein. Das Thema lautet: „Ein Hibakusha – ‚Glatzkopf-Tetsu‘ – erzählt“. Dieser Beitrag wird musikalisch, künstlerisch eingerahmt und mit einem Ausblick in die Notwendigkeit der Abschaffung aller Atomwaffen ausklingen. Im Verlauf des Abends werden Kerzen aufgestellt, um an die Opfer des Atombombenabwurfs zu erinnern. Kerzen sind mitzubringen.

Sonnabend, 6. August, Hiroshima-Tag

Mahnmal Aegidienkirche

8 bis 8.15 Uhr

Gedenkfeier mit Anschlagen der Friedensglocke – Kranzniederlegung Bürgermeister Thomas Klapproth und Marc Blessing, Pastor der Marktkirche, Jugendliche des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) legen Papierkraniche nieder

8.15 bis 8.45 Uhr

Trauer-Teezeremonie mit Hiroyo Nakamoto, Teemeisterin und Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima

10 bis 11 Uhr und 11.30 bis 12.30 Uhr

Workshop „Meditation – Sounds of Prayer“ mit Ryutaro Fujie, Hiroshima City University – Faculty of Art. Mit Anmeldung!

Die Meditation mit hibaku Steinen aus Hiroshima: Steinmeißel und Hammer laden durch den klaren und beruhigenden Klang zum meditativen Gebet ein. Zugleich soll sie an die Arbeit des Steinbildhauers Makoto Fujiwara erinnern, der von 1998 bis 2003 an der Hochschule Hannover lehrte. Um Anmeldungen unter internationale-kulturarbeit@hannover-stadt.de wird gebeten.

14 bis 17 Uhr

Aktion „Herzklang“ an zwei Basaltstelen mit dem Steinbildhauermeister Uwe Spiekermann und Team

14 bis 17 Uhr

Falten von Papierkranichen mit Karin Meyer, Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e. V.

16 bis 17.30 Uhr

Stille, Gebet und Meditation für den Frieden unter Beteiligung verschiedener Religionen.

17.30 Uhr

Multireligiöse Friedensgebet „DONA NOBIS PACEM“ mit Anschlagen der Friedensglocke

Neues Rathaus

16 bis 18 Uhr, Gobelinsaal – mit Anmeldung

Workshop „Frieden schaffen durch Licht und Klang in Erinnerung an die Verstorbenen“ mit Ryutaro Fujie, Hiroshima City University – Faculty of Art. Der Workshop wird von einer Teezeremonie von Hiroyo Nakamoto begleitet, Teemeisterin und Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima. Um Anmeldung unter internationale-kulturarbeit@hannover-stadt.de wird gebeten.

18.30 bis 20 Uhr, Hodlersaal

Begrüßung Deutsch-Japanischer Freundschaftskreis mit Musik und Ausstellung „Bilder der Hibakusha aus Hiroshima und Nagasaki“

20.45 Uhr, Hodlersaal

Vorführung des Films „Gebet einer Mutter“

Maschpark / Park der Partnerstädte

21.45 Uhr

Treffpunkt Rückseite Neues Rathaus (Maschpark)

Aussetzen der Lampions auf den Maschteich, Konzert mit dem Chor Canta Nova und Gästen aus Bristol „Zum Gedenken an die Verstorbenen des 6. August 1945 und an die Opfer danach“

Alle Kooperationspartner*innen auf einen Blick:

Deutsch-Japanischer Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e.V., Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V., Hiroshima-Bündnis, Ueda-Teemeisterin Hiroyo Nakamoto, offizielle Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima, Evangelisch-Lutherische Marktkirche Hannover, Haus der Religionen – Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung e.V., CVJM Hannover e.V. und Landeshauptstadt Hannover.

Bildquellen:

  • Aegidienkirche: www.hannover-entdecken.de