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Schauspielhaus Hannover

Schauspielhaus Hannover

Das Schauspielhaus Hannover in der Prinzenstraße im Stadtbezirk Mitte hatte über 20 Blogger zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen. Bei einer Führung durch das Haus wurde einem klar welch ein enormer Aufwand hinter jedem der Bühnenstücke steht. Die Hauptbühne kann mehrere Meter hoch und runter gefahren werden oder sie wird wie beim Stück des Abends zur Drehbühne. Dazu solch ein Wust an Beleuchtungstechnik das nur noch ein Computerprogramm den korrekten Ablauf steuern kann. Aber nicht nur die Technik macht einen Theaterabend perfekt. Auch die handwerklichen Leistungen der Bühnenbildner und der Maske sorgen für Wow-Effekte. Egal ob riesige Bühnenbilder oder kleine Schnittwunden mit Kunstblut. Kreativ muss man als Theatermitarbeiter sein. Weiter geht es zu den kleineren Bühnen, die nicht weniger Interessant sind. Da wäre die Cumberlandsche Galerie mit der Cumberlandschen Bühne und es gibt auch noch eine Probebühne im Haus. Im Anschluß an die Führung ging es in die Vorstellung. Gespielt wurde das Stück „Lehman Brothers“. Es handelt vom Aufstieg und Fall der bekannten Banken-Dynastie. Von den Anfängen 1844 bis zum Zusammenbruch der Investmentbank Lehman …

Die Nacht von Lissabon (Foto: © Karl-Bernd Kasrwasz)

Die Nacht von Lissabon

»Jedes Schiff, das in diesen Monaten des Jahres 1942 Europa verließ, war eine Arche. Der Berg Ararat war Amerika, und die Flut stieg täglich. Die Küste Portugals war die letzte Zuflucht geworden für die Flüchtlinge, denen Gerechtigkeit, Freiheit und Toleranz mehr bedeuteten als Heimat und Existenz. Wer von hier das gelobte Land Amerika nicht erreichen konnte, war verloren. Der Mensch war in dieser Zeit nichts mehr, ein gültiger Pass alles.« Im Hafen von Lissabon starrt ein Mann sehnsüchtig auf ein Schiff, das für ihn und seine Frau die Rettung sein könnte – wenn er die nötigen Pässe und Gelder besäße. Da bietet ihm ein Unbekannter zwei Schiffspassagen und die nötigen Papiere an, unter einer Bedingung: Er muss zuhören, wenn der Unbekannte die Geschichte seines Lebens erzählt. Also hört er zu. Die Papiere, die der Unbekannte, der sich Schwarz nennt, anbietet, hat auch er von einem Emigranten »geerbt«. Er war schon 1939 aus einem Konzentrationslager nach Frankreich geflohen. Seine Frau Helen, seine Identität und sein Leben hatte er in Nazideutschland zurücklassen müssen. Doch auch ihn holte …

Macht und Widerstand (Bilder: © Katrin Ribbe)

Uraufführung: Macht und Widerstand

Do 15.12.16 | 19:30 | Schauspielhaus Bulgarien. Zwei Biografien. Die des Anarchisten Konstantin – zehn Jahre saß er für die Sprengung eines Stalindenkmals in Haft: Lager, Karzer, Zwangsarbeit, Psychiatrie, Kälte- und Hungerfolter, Wanzen, Schläge. Und die seines Folterers Metodi, dem »Michelangelo des Verhörs«, Produkt und Profiteur eines Regimes, das auf das Ressentiment der Zukurzgekommenen setzte und der Brutalität freien Lauf ließ. Doch das ist Jahre her. 1989 wechselt die Regierung, es bricht eine neue Zeit an – zumindest äußerlich. Die Protagonisten der Macht bleiben die gleichen. Sie haben sich ohne größeren Reibungsverlust neu eingerichtet. Erinnerungen sind trügerisch. Und unerwünscht. Konstantin versucht, in den Akten der Staatssicherheit Zeugnisse für das Erlebte zu finden. Er sucht die Wahrheit, zornig und kompromisslos. Seine Unerbittlichkeit wird ihm selbst von Leidensgefährten zum Vorwurf gemacht. Warum zurückschauen? Tatsächlich stößt Konstantin nur auf wenig aussagekräftige Dokumente. Die Sicherheitsbehörden haben gründliche Arbeit geleistet, ihre Arme reichen bis in die Gegenwart. Seine Erfahrungen werden negiert, finden keinen Widerhall. Und so bleiben Opfer und Folterer, Konstantin und Metodi, aneinander gekettet, ihre Biografien auf Lebenszeit miteinander …

Was ihr wollt (Bild: © Katrin Ribbe)

Was ihr wollt

Alles beginnt mit einem Schiffbruch. Auf Illyrien finden sich die Gestrandeten dieser Welt. Ihre Bewohner sind Trauernde, Enttäuschte, ihre Sehnsüchte blieben bislang unerfüllt. Mit Ankunft der jungen Viola, die sich zum Schutz in der Fremde in ihren ertrunken geglaubten Zwillingsbruder verwandelt, flammt das Glücksverlangen aller wieder auf. Sie verliert ihr Herz an den liebeskranken Herzog Orsino, der in ihr jedoch nur den Mann sieht. In seinem Dienst muss sie Liebesschwüre der Gräfin Olivia überbringen, diese will von ihm nichts wissen und verfällt dem betörend schönen Jungen mit den weiblichen Zügen. Verwirrende Spiegeleffekte lassen an der eigenen Identität zweifeln. Doch mit zunehmender Angstlust stürzen sich die Liebenden in das Spiel, das sie nicht verstehen. Oder doch? Ihre Gefühle durchleben sie exzessiv – bis zur schmerzlichen Erkenntnis, die schließlich Schein von Sein trennt. Und dann sind da noch Sir Toby, Haushofmeister Malvolio, Sir Andrew, Olivias Dienstmädchen Maria und der Narr Feste, die ihre Langeweile durch Grausamkeiten zu vertreiben versuchen, durch Späße, die nicht folgenlos bleiben. WAS IHR WOLLTDieses Video auf YouTube ansehenDieses Video wird per Klick von …