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Lichtenbergplatz

Lichtenbergplatz

Lichtenbergplatz

Unter Lindenern gilt der Lichtenbergplatz als schönster Platz der Stadt in Linden-Mitte. Mit den vielen schönen Fassaden um den Platz und die Grünfläche mit der markanten Kastanie ist er auf jeden Fall ein heißer Kandidat für diesen Titel.

Graf Wittekind

Graf Wittekind

Entstanden ist der Platz im Zuge der Bebauung des ehemaligen Küchengartengeländes. Als Linden im Jahr 1885 zur Stadt wurde wuchs der Bedarf an neuem Wohnraum für betuchte Bürger. Im Zentrum des entstehenden Viertels wurde ein großer quadratischer Platz, der zunächst Wittekindplatz heißen sollte, geplant. Letztlich wurde er aber 1910 nach dem ersten Lindener Bürgermeister Georg Lichtenberg benannt.

Markantester Blickfang ist die Kastanie in der Mitte des Kreisverkehrs. In den 90er Jahren musste die alte Kastanie leider gefällt werden. Schuld sollen Hundekot, Streusalz und saurer Regen gewesen sein. Inzwischen ist der, auf dem runderneuerten Platz, neugepflanzte Baum schon wieder zu beachtlicher Größe herangewachsen.

An der Ecke zur Wittekindstraße wacht die martialische Skulptur des Grafen Wittekind. Es ist aber nicht der Graf Wittekind von Schwalenberg der 1115 unter Lindenbäumen an der Ihme eine Gerichtsstätte und damit Linden begründete. Bei diesem Standbild handelt es sich um den Sachsen-Herzogs Wittekind (Widukind).

Vom Stolz, ein Lindener zu sein

von Hans-Jörg Hennecke

Lindemann & Stroganow - Morphium und Mäusespeck

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Frohgemut lenkt Lindemann seine Schritte zum Lichtenbergplatz, stellt sich in dessen Mittelpunkt die üppige Kastanie früherer Jahre vor und ehrt Dr. Georg Lichtenberg, den ersten Bürgermeister der Stadt Linden. Es war vor genau 125 Jahren, am 1. April 1885, als das bis dahin größte Dorf Preussens städtische Weihen erhielt. Paukenschlag, Fanfarenklang, ein Blumenmeer mit Chorgesang … Lindemann lebt gern in Linden und nur in Linden. Schließlich weiß er sehr genau, warum. Zwischen Freizeitheim und Kaisergabel trifft er Lindener unterschiedlichster Hautfarben und Nationalitäten. Ob mit Kopftuch oder Turban, mit Ballonmütze oder Sombrero, haarlos oder mit Matte, sie sind Lindener wie du und ich. Während die Menschen in Hannover mürrisch ihrem Tagewerk nachgehen, strotzt der Lindener Mensch vor Optimismus und Freundlichkeit. Das gilt für alle Generationen. So trifft Lindemann gern in der Brauhofstrasse (welch ein herrlicher Straßenname) hellwache Schülerinnen und Schüler der IGS, die ihren Unterricht beendet haben und nach Hause eilen, um ihre Schulaufgaben zu lösen, damit die nächste Pisa-Studie von allen versaut werden kann, aber nicht vom lerneifrigen Nachwuchs in Linden. Hinter der IGS ergötzt sich Lindemann am Lindener Berg (89 Meter über Normal-Null), der höchsten Erhebung in der Jubiläumsstadt. Natürlich haben auch die hannoverschen Nachbarn einen höchsten Berg: die Müll-Deponie in Lahe. Der Vergleich zeigt, um was es geht. Lindens Berg ist Natur pur. Schon im zeitigen Frühjahr, wenn Hannover in grauem Dunst verharrt, blüht auf dem Lindener Berg die herrliche blaue Scilla wie ein natürlicher Teppich. Auf dem Friedhof ist der Pavillon zu einem Anlaufpunkt geworden, weil ihn überzeugte Lindener in ehrenamtlicher Tat zu einem Schmuckstück erster Güte gestalteten. Überhaupt: Vereine und Bürgerinitiativen sind Lindens Rückgrat. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine gesammelt und lassen an Vielfalt keinerlei Mangel erkennen. Lindemann denkt voller Stolz an den Bund Lindener Tiefseetaucher e.V. oder die Alphornbläser-Vereinigung m.b.H.. Jedenfalls nennt er diese Namen staunenden Hannoveranern, weil die das sowieso nicht überprüfen können. Und dann erst die Kunst, hier offenbart sich der gravierende Unterschied zwischen Linden und Hannover. In der Minister-Stüve-Straße steht der leibhaftige Lindener Butjer, er hockt, schaut selbstbewusst von oben auf seine Umwelt. Geschaffen von Ulrike Enders, die auch für Kunst in Hannover zuständig ist. Vergleichbare Figuren aus ihrem Schaffen findet man zwischen Kröpcke und Karstadt. Eine Frau und einen Mann, verhärmt, geduckt, übergewichtig. Und wo stehen die, fragt Lindemann Stadt-Hannoveraner. Im Regen stehen die! Manchmal rächen sich die Nachbarn von jenseits der Ihme mit einer Gegenfrage, die aus einem einzigen Wort besteht: „Ihmezentrum?“ Lindemann zieht dann die Mundwinkel sinnend nach unten und kontert mit zwei Worten: „Nie gehört.“

Bilder vom Lichtenbergplatz

Videos

Immer wieder dient der Platz als Kulisse für Videoproduktionen oder für allerlei Aktionen einfach nur wegen seiner besonderen Atmosphäre.

Zeitsprung Hannover - Lichtenbergplatz (Linden)

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Volkswagen - Enjoy The Silence

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Fahrrad Flashmob auf dem Lichtenbergplatz

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Lichtenbergplatz in Flammen , Silvester 2014

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Bildquellen:

  • Lichtenbergplatz: www.hannover-entdecken.de
  • Graf Wittekind: www.hannover-entdecken.de