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Sieben Wahrzeichen von Hannover

Wandernde Handwerksgesellen mussten früher die sieben Wahrzeichen von Hannover kennen, um ihre Anwesenheit in Hannover zu beweisen.

  1. Beginenturm

    Beginenturm

    Der Beginenturm
    Der Turm wurde ab 1357 als letzter und stärkster Turm der Stadtmauer erbaut. Der Standort gegenüber der Burg Lauenrode am Hohen Ufer zeugt vom gestärkten Selbstbewusstsein gegenüber dem Landesherren.

  2. Die Gedenktafel für die 1632 gefallenen Bürger
    Am 23.7.1632 wurden bei einem Gefecht im Dreißigjährigen Krieg 21 Männer vor dem Nikolai-Friedhof am Steintor getötet. Die Gedenktafel befindet sich im Bödekersaal der Marktkirche.
  3. Das geöffnete Grab
    Grab von Hernriette von Rüling auf dem Gartenfriedhof. Die Inschrift lautet“Dieses auf ewig gekaufte Begräbnis darf niemals geöffnet werden.“ Durch eine herausgewachsene Birke wurde es denoch „geöffnet“.
  4. Luderziehen

    Luderziehen

    Das Luderziehen
    Dabei handelt es sich um ein Volksspiel, das Bildlich dargestellt am Fries des Alten Rathauses zu finden ist. Es gilt als Symbol dafür das man beim hier abgehaltenen Gericht nicht allzu halsstarrig sein sollte.

  5. Der Turm der Marktkirche
    Die Marktkirche St. Georgii et Jacobi ist die älteste Kirche der Stadt. Der Turm ist mit dem Wetterhahn 98 Meter hoch.
  6. Der Siebenmännerstein
    Der Siebenmännerstein ist an einem Strebepfeiler der Südwand der Aegideinkirche zu finden. Dargestellt sind seiben Männer in Gebetshaltung. Gilt, höchstwahrscheinlich fälschlicherweise, als Denkmal für Hannovers Spartaner vom Döhrener Turm.
  7. Der Vierkirchenblick 
    Von dieser Stelle in der Altstadt kann der Besucher am sogenannten Vierkirchenblick die vier Kirchtürme der Hauptkirchen in der niedersächsischen Landeshauptstadt erblicken.

Handwerksgesellen auf ihren Wanderjahren (auch Wanderschaft, Walz, Tippelei, Gesellenwanderung) nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit mussten diese sieben Wahrzeichen aus Hannover beschreiben um nachzuweisen das sie auch wirklich in der Stadt waren. Die Walz war im Spätmittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung eine der Voraussetzungen der Zulassung zur Meisterprüfung. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen sowie Lebenserfahrung sammeln. Ein Handwerker, der sich auf dieser traditionellen Wanderschaft befindet, wird als Fremdgeschriebener oder Fremder bezeichnet.