Altersarmut vs. Kinderarmut

Kinderarmut führt in vielen Fällen zu Altersarmut

Kinderarmut führt in vielen Fällen zu Altersarmut

Die Stadt Hannover hat die aktuellen sozialen Kennzahlen bekannt gegeben. Was man dazu im Netz auf allen Nachrichtenseiten wie beispielsweise bei T-Online liest ist, das die Altersarmut steigt. Natürlich stimmt das auch, die Quote ist um 1,7 Prozent gestiegen. Die Transferleistungsquote der Generation 60 plus lag bei 10,4 Prozent.

Im Vergleich dazu ist die Quote der Kinderarmut weitaus höher. Eigentlich die viel dramatischere Zahl. Wenn jedes vierte Kind im Land in Armut aufwächst.

Die Kinderarmutsquote lag aber nach wie vor bei 25,8 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als jedes vierte hannoversche Kind unter 18 Jahren in einem einkommensarmen Umfeld lebt.

An dieser Nachrichtenlage sieht man wieder das Kinder eine deutlich schlechtere Lobby in Deutschland haben. Da müssen wir uns auf Dauer nicht über einen weiter steigenden Fachkräftemangel zu wundern. Denn in der Regel ist an die Armut auch gleich der schlechtere Bildungsabschluss gekoppelt. Seit Langem wird in Deutschland zu wenig in Bildung investiert, was sich somit direkt auch auf die spätere Altersarmut auswirkt.

Wir werden uns daher wohl an weiter steigende Altersarmut gewöhnen müssen. Denn wer als junger Mensch bereits Arm war, wird im Alter in den meisten Fällen den Aufstieg in Deutschland nicht schaffen.

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  • Kinderarmut führt in vielen Fällen zu Altersarmut: Pixabay
Kategorie: Politik