Linden-Limmer, Museen

Buchdruckmuseum Hannover

Das Buchdruckmuseum Hannover wurde 2004 von Setzern, Druckern, Buchbindern und weiteren Fachkollegen/ innen gegründet. Das nahezu verschwundene Fachwissen der Buchdruckerkunst soll dadurch der Nachwelt erhalten und weitergeben werden. Träger ist der Verein „Freundeskreis Schwarze Kunst e. V.“. Mehr als 80 Mitglieder aus allen Bereichen des Buchdruckes tragen zum Bestehen dieses einzigartigen Museums in der Region bei.

Die Werkstatt im Museum ist eingerichtet im Stil einer für den Stadtteil Linden-Nord typischen Hinterhof-Druckerei der 50er Jahre. Ein lebendes Museum. Das heißt: Alles, was ausgestellt wird, kann und soll auch benutzt werden.

Angebote des Buchdruckmuseum Hannover

Bei Führungen und Workshops, die von 2 Stunden bis über mehrere Tage gehen können, werden Interessierte von ehemaligen Facharbeitern aus dem grafischen Gewerbe begleitet und bekommen die Arbeitsweise und Methoden der Fertigung von Drucksachen genau erklärt. Die Gäste haben dann die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und eigene Kreationen zu erstellen. Auch bei den nur kurzen Führungen werden in der Regel die eigenen Namen mit dem „Winkelhaken“ abgesetzt und auf einer kleinen Druckmaschine gedruckt.

Vor allem Kinder (ab der 2. Klasse) und Jugendliche haben viel Spaß bei dieser Tätigkeit und verlassen nach Ende der Aktionen oft beeindruckt und begeistert unsere Räume.


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Das Museum in Linden-Limmer hat in der Regel jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr oder nach Absprache geöffnet.

Hier kann man alles über Ballen und Ballenmeister, Bleilettern, Winkelhaken und Setzlinie, Kolumnenschnur, Setzschiff, Regletten, Schließeisen und Zurichtung, Jungfrau und Hurenkind, Leiche, Fisch und Zwiebelfisch, Tenakel, Mater und Matritze, Gießzettel und Fahne erfahren. Alles Begriffe, die aus der Fachsprache des grafischen Gewerbes inzwischen völlig verschwunden sind. Die Erfindung der Buchdruckerkunst, wie das Hochdruckverfahren auch genannt wird, durch Johannes Gutenberg vor über 550 Jahren in Mainz, stellt eine der bedeutensten Kulturleistungen der Menschheitsgeschichte dar. Durch das Verwenden von beweglichen einzelnen Lettern beim Druck gelang seinerzeit ein Durchbruch bei der ständig steigenden Nachfrage nach Massendrucksachen. Es gab zwar im Laufe der Jahrhunderte technische Weiterentwicklungen bei den Druckmaschinen, doch am Grundprinzip änderte sich bis heute nichts. Über 500 Jahre war der Buchdruck das bestimmende Druckverfahren. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist der Buchdruck allerdings zunehmend durch moderne Satz- und Druckverfahren verdrängt worden und innerhalb von nur ca. 25 Jahren wirtschaftlich bedeutungslos geworden. Das Berufsbild des klassischen Schriftsetzers und Buchdruckers ist heute praktisch nicht mehr existent. Diese Tradition wird in den vielen Buchdruckvereinen und Museen in Deutschland lebendig gehalten.

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Buchdruckmuseum Hannover
Freundeskreis Schwarze Kunst e.V.
Limmerstraße 43
30451 Hannover

Links

Bildquellen

  • Buchdruckmuseum Hannover: www.hannover-entdecken.de
  • Buchdruckmuseum Hannover: www.hannover-entdecken.de
  • Buchdruckmuseum Hannover: www.hannover-entdecken.de
  • Druckerpresse im Buchdruckmuseum: www.hannover-entdecken.de