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Die Mechanische Weberei in Linden wird gegründet

Mechanische Weberei zu Linden (1910)

Mechanische Weberei zu Linden (1910)


Die Bankiers Adolph Meyer und Alexander Cohen gründen in Linden am 01. Juli 1837 eine Baumwollweberei.

Ab 1858 wird als Mechanische Weberei der rasch berühmt werdende „Lindener Samt“ herstellt. 1874 war das Unternehmen bereits der größte Hersteller dieser Art auf dem europäischen Kontinent. 1890 war die Mechanische Weberei einer der größten Industriebetriebe Hannovers, wobei der Firmensitz seinerzeit im benachbarten Dorf Linden lag. Jährlich wurden rund 7.000.000 Meter Velvet hergestellt und rund 1 Million Meter „Englisch-Leder“ (ein Gewebe-Leder).

Mit dem Jahr der Weltwirtschaftskrise geriet auch die Mechanische Weberei 1929 in erhebliche interne und externe Schwierigkeiten. 1932 musste ein Vergleichsverfahren durchgeführt werden. Erst 1934 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden, allerdings in bescheidenem Umfang. Die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg hatten 1943 eine fast völlige Zerstörung des Betriebes zur Folge.

In den Wiederaufbaujahren konnte mit Geldmitteln aus dem Marshallplan, dem Bund und dem Land Niedersachsen der Betrieb wieder aufgenommen werden, jedoch in wesentlich kleinerem Umfang in der Rechtsform als GmbH. Zwar wurde der „Lindener Samt“ wieder für den heimischen Markt hergestellt und auch ins Ausland exportiert, an frühere Leistungen und Bedeutung konnte jedoch nicht wieder angeknüpft werden: 1961 wurde die Fabrik stillgelegt. Die restlichen Bauten im Stadtteil Linden-Mitte wurden 1972 abgebrochen, um dort das Ihmezentrum zu errichten.

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