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Gründung des Fördervereins Gedenkstätte Ahlem

Mit der Gründung am 27. Januar 1999 hat sich der neue „Förderverein Gedenkstätte Ahlem“ das Ziel gesetzt die Forschung über die jüdische Gartenbauschule und den Aufbau einer Dokumentationsstelle zu unterstützen.

Die Israelitische Gartenbauschule Ahlem war eine 1893 als „Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover“ gegründete jüdische Schule in Ahlem bei Hannover. Sie diente der jüdischen Bevölkerung als überregionale, internatsmäßige Bildungseinrichtung für Gartenbau und Handwerksberufe. Gründer war der hannoversche Bankier Alexander Moritz Simon. 1919 wurde die Einrichtung in „Israelitische Gartenbauschule Ahlem“ umbenannt.

In der NS-Zeit wurde das Gelände enteignet. Dabei wurde die Schule ab 1942 gänzlich geschlossen, es entstand auf seinem Gelände ein Judenhaus sowie ein Gestapo-Gefängnis (1943). Das Gelände wurde dazu benutzt um Verbrechen an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Zwangsarbeitern, sowjetischen Kriegsgefangenen sowie politischen Gegnern zu begehen. Zudem fungierte der Ort als Sammelstelle von Juden (für die Regierungsbezirke Hannover und Hildesheim). Von hier aus wurden sie in die nahegelegenen Konzentrationslager transportiert. Bei dem ersten Transport von Ahlem aus wurden 1001 Menschen nach Riga „verfrachtet“.

Friedel Homeyer baute den Ort 1987 zur damals so bezeichneten „Mahn- und Gedenkstätte aus“. Der Förderverein Gedenkstätte Ahlem hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Gedenkstätte ab 2012, durch die Region Hannover, ausgebaut wurde. Heute gehört das Gelände der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und ist Sitz der Justus-von-Liebig-Berufsschule. Außerdem ist es zentrale Mahn- und Gedenkstätte der Region Hannover für die nationalsozialistische Judenverfolgung.

gedenkstaette-ahlem-foerderverein.de

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de