Werbung

Ihmezentrum: Nichthandeln ist keine Option.

Engel, Carlyle, Intown, Windhorst … Das Ihme-Zentrum kennt eine ganze Reihe von „Investoren“, vollmundigen Versprechen, schleppenden Fortschritten, ungewissen Entwicklungen. Die Wohnungseigentümer:innen, die Bewohner:innen, die Kleingewerbeeigentümer: innen und letztendlich ob der Imposanz und Präsenz des Komplexes im Stadtbild die gesamte Stadtgesellschaft sitzen am Katzentisch. Die Stadtverwaltung hat als Ankermieterin sicher gut verhandelt und sollte nun auch die vertragsmäßig vereinbarten Strafzahlungen einfordern. Wenn die PIZ Hannover GmbH nicht vor Verstreichen der Frist in Nachverhandlungen getreten ist, hat sie das sicher schon einkalkuliert.

Das Geld kann die Stadt gut gebrauchen, um endlich auch als Gebietskörperschaft wieder aktiv zu werden. Dass gerade der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Lars Kelich, ein neues Städtebauförderungsprogramm fordert, ist nicht verkehrt, aber verwunderlich, weil die SPD-Stadtratsfraktion, die SPD-Fraktion im Bezirksrat Linden-Limmer und das SPDgeführte Baudezernat sich seit rund fünf Jahren unserer Forderung nach eingehenden Voruntersuchungen zur Machbarkeit eines Sanierungsgebiets (§141 BauGB) verweigern. Siehe dazu unser im März 2016 vorgelegtes Papier (Anlage). Städtebauförderungsprogramm wird man nur nutzen können, wenn man endlich diese differenzierte Bestandsaufnahme macht – für den Großkomplex selbst, aber auch für die gestörte Anbindung an die umgebenden Stadtteile. Wir erwarten von der Stadt, dass ein Teil der Strafzahlungen für entsprechende vorbereitende Untersuchungen verwendet wird, um zum Wohle aller in eine bauordnungspolitisch starke Handlungsposition zu kommen.

ZUKUNFTSWERKSTATT IHME-ZENTRUM e.V.
Ihmeplatz 7E
30449 Hannover
www.ihmezentrum.info

Bildquellen:

  • Ihmezentrum: www.hannover-entdecken.de